Behandlung nach Maß – Was leistet Personalisierte Medizin?
Am 13. Mai um 19 Uhr in der Bundeskunsthalle Bonn
Personalisierte Medizin verfolgt das Ziel, Diagnose- und Behandlungsverfahren stärker an den individuellen Merkmalen einer Person auszurichten. Sie soll zu genetischen Gegebenheiten, Stoffwechsel, Lebensstil, Alter und Geschlecht passen. Der Ansatz zielt darauf ab, therapeutische Maßnahmen präziser und wirksamer zu gestalten als es standardisierte Verfahren ermöglichen.
Kurzum: Wie schaffen wir eine Medizin, die nicht nur die Besonderheiten des einzelnen Menschen berücksichtigt, sondern für alle verfügbar und bezahlbar ist?
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Claudia Lengerke
© Universitätsklinikum Tübingen
Claudia Lengerke studierte Humanmedizin in Tübingen und Timișoara (Rumänien). Sie promovierte und habilitierte in Tübingen und absolvierte dort auch ihre Facharztweiterbildungen in Innerer Medizin sowie in Hämatologie und Internistischer Onkologie. Prägend für ihre wissenschaftliche Laufbahn war ein Forschungsaufenthalt von 2004-2007 an der Harvard Medical School, Boston, USA. Ergänzend absolvierte sie Managementweiterbildungen im Gesundheitswesen am mibeg-Institut in Köln (2017–2018) sowie ein CAS (Certificate of Advanced Studies) in Systemischem Management im Gesundheitswesen an der Universität St. Gallen in der Schweiz (2018–2019).
Seit 2020 ist sie Professorin und Ärztliche Direktorin der Inneren Medizin II am Universitätsklinikum Tübingen mit den Schwerpunkten Hämatologie, Onkologie, Klinische Immunologie und Rheumatologie. 2024 wurde sie zudem Vorsitzende des Tübinger Zentrums für Zelltherapie.
Ihre wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf die Tumorheterogenität mit dem Ziel, Therapieresistenzen und Tumorrezidive besser zu verstehen und neue Behandlungsstrategien zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und klinischen Umsetzung innovativer Zell- und Gentherapien.
Prof. Dr. Norbert W. Paul
© Pulkowski, Universitätsmedizin Mainz
Dr. Thomas Kaiser
© Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
Dr. Thomas Kaiser erwarb 1990 seinen Abschluss zum Systementwickler. 1999 schloss er sein Studium der Humanmedizin ab. 2002 gründete er, gemeinsam mit weiteren Personen, das Institut für evidenzbasierte Medizin DIeM in Köln.
2004 wurde das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln gegründet. Hier übernahm er von Beginn an bis 2023 die Leitung des Ressorts Arzneimittelbewertung.
2008 erhielt Thomas Kaiser den Bill Silverman Preis der Cochrane Collaboration (gemeinsam mit drei weiteren Mitarbeitern des IQWiG). 2011 folgte der David Sackett Preis des Deutschen Netzwerks für evidenzbasierte Medizin (Preisvergabe für das Ressort Arzneimittelbewertung des IQWiG).
Seit dem 1. April 2023 leitet Thomas Kaiser das IQWiG.