Digitale Themen

Auf den folgenden Seiten finden Sie Positionen, Leitlinien und Hintergrundinformationen zu wichtigen digitalen Themen. Schauen Sie auch in unser Impulspapier(externer Link) zum Digitalen Wandel in den Wissenschaften und informieren Sie sich über die grundsätzlichen Fördermöglichkeiten(externer Link) der DFG in diesem Themenbereich.

Impulspapier zum digitalen Wandel in den Wissenschaften

Um die Auswirkungen digitaler Technologien auf die Wissenschaften besser einschätzen und begleiten zu können, hat sich die DFG auf Anregung ihres Senats systematisch und grundlegend mit dem digitalen Wandel in den Wissenschaften befasst.

Das im Oktober 2020 veröffentlichte Impulspapier stellt aus Sicht der Wissenschaften dar, welche wesentlichen Auswirkungen der digitale Wandel auf die Forschung hat und welche Handlungsfelder sich daraus für das Förderhandeln der DFG und ihre Beratungsfunktion für Politik und Gesellschaft ergeben. Darin werden vier Handlungsfelder definiert: 1. der fachlicher und interdisziplinäre Diskurs, 2. Gremien und Kompetenzen der DFG, 3. Förderverfahren und 4. Förderangebote.
 

Zum Impulspapier „Digitaler Wandel in den Wissenschaften“ auf zenodo(externer Link)

Strategisches Projekt in der DFG-Geschäftsstelle

Die in diesem Impulspapier vorgeschlagenen Maßnahmen in den vier Handlungsfeldern sollen nun durch die DFG-Geschäftsstelle realisiert werden, die zu diesem Zweck das strategische Programm „Digitaler Wandel in den Wissenschaften“ eingerichtet hat.

In einem wissenschaftsgeleiteten Diskussionsprozess hat die DFG in den letzten Jahren den Austausch zum digitalen Wandel in den Wissenschaften, wie beispielsweise dem Umgang mit Forschungsdaten(interner Link), forciert und zusätzliche spezifische Förderangebote eröffnet (u. a. Nachhaltigkeit von Forschungssoftware(interner Link), Künstliche Intelligenz(interner Link), Geförderte Projekte im Rahmen der Ausschreibungen zur Forschungssoftware: 1. Ausschreibung(externer Link) / 2. Ausschreibung(externer Link)). Auch künftig wird sich die DFG in den folgenden vier Handlungsfeldern um eine Mitgestaltung des digitalen Wandels in den Wissenschaften engagieren; Details können im Impulspapier nachgelesen werden.

Ad-Hoc-AG des Senats zu Themen des Digitalen Wandels

Um die Gremien der DFG in einer kohärenten und systematischen Weise in die Arbeiten des strategischen Programms Digitaler Wandel (PDW) einzubeziehen, sodass die DFG insgesamt eine gestalterische Rolle in diesem dynamischen Feld einnehmen kann, hat der Senat eine Ad-hoc Arbeitsgruppe(interner Link) eingerichtet. Neben der inhaltlichen Begleitung des strategischen Programms soll die Arbeitsgruppe die Bedarfe der Wissenschaften hinsichtlich des Digitalen Wandels reflektieren und somit für Präsidium und Senat eine Basis für das weitere wissenschaftspolitische Handeln schaffen.

Weiterführende Links

Grundsätzliche Fördermöglichkeiten der DFG

Die Fördermöglichkeiten der DFG zu Themen des digitalen Wandels in den Wissenschaften umfassen zwei verschiedene Ansätze: Einerseits die Forschungsförderung, deren zentrales Ziel die Förderung herausragender wissenschaftlicher Forschung ist. Und andererseits die Infrastrukturförderung, dazu zählen Informationsinfrastrukturen und Technologien sowie Geräte und Gerätetechnologien.
 

Sachbeihilfe: Im Rahmen der Sachbeihilfe (Merkblatt 50.01(interner Link) ) gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Förderung von Projekten mit Bezug zum digitalen Wandel in den Wissenschaften. Die Sachbeihilfe ermöglicht allen Personen mit abgeschlossener wissenschaftlicher Ausbildung jederzeit und themenunabhängig die Durchführung eines thematisch und zeitlich begrenzten Forschungsvorhabens.

Koordinierte Verfahren: Für die Bearbeitung interdisziplinärer Fragestellungen, wie sie gerade im Kontext des digitalen Wandels auftreten, sind häufig größere Konsortien notwendig. Dann sind Sonderforschungsbereiche (SFB) (Merkblatt 50.06(interner Link) ) und Graduiertenkollegs (GRK) (Merkblatt 50.07(interner Link) ), insbesondere bei vorwiegend lokalen Konsortien geeignete Förderprogramme.

Schwerpunktprogramme: Besonderes Kennzeichen eines Schwerpunktprogramms ist die überregionale Kooperation der teilnehmenden Wissenschaftler*innen. Schwerpunktprogramme (Merkblatt 50.05(interner Link) ) können vom Senat der DFG eingerichtet werden, wenn die koordinierte Förderung für das betreffende Gebiet wissenschaftlichen Gewinn verspricht. Über die aus der Wissenschaft vorgeschlagenen Initiativen zur Einrichtung von Schwerpunktprogrammen verhandelt der Senat einmal im Jahr.

Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme(interner Link)
Ziel dieses Förderbereichs ist der Aufbau eines abgestimmten Systems von Informationsinfrastrukturen für die Wissenschaft; es werden ein für Nutzer*innen freier und umfassender Zugang zu wissenschaftlichen Informationen sowie die Vernetzung von wissenschaftlichen Informationen und Daten angestrebt. Zahlreiche Herausforderungen und Bedarfe, die durch den digitalen Wandel in den Wissenschaften entstehen, können mit Projektanträgen im Förderprogramm e-Research-Technologien (Merkblatt 12.19(interner Link) ) adressiert werden. Mit Blick auf das Thema Forschungsdaten sind die Programme Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten (Merkblatt 12.14(interner Link) ) und die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)(interner Link) relevant.

Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnologie(interner Link)
Erfolgreiche Wissenschaft benötigt Zugang zu aufwendigen und speziellen Gerätetechnologien. Die DFG fördert projektspezifische Geräte innerhalb der allgemeinen Forschungsförderung. Forschungsgroßgeräte mit infrastrukturellem Charakter, die eine Voraussetzung für mehrere Forschungsvorhaben darstellen, können bei der DFG im Programm Forschungsgroßgeräte nach Art.91b GG(interner Link) beantragt werden. Neben den etablierten Programmen der Geräte- und IT-Infrastrukturförderung wurden Ende 2017 drei neue Programme der gerätebezogenen Forschungsförderung ins Förderportfolio der DFG aufgenommen. So soll das Programm Neue Geräte für die Forschung(interner Link) Wissenschaftlern*innen es ermöglichen, neuartige Geräte für den Einsatz in der Wissenschaft bis hin zum Prototypen selbst zu entwickeln.

Nicht immer ist eine strikte Trennung von Forschung in Informationsinfrastrukturaufbau in Vorhaben möglich und sinnvoll. Für Projekte, in denen zum einen umfangreichere Forschungsarbeiten durchgeführt werden, zum anderen wissenschaftliche Informationen und/oder Informationsinfrastrukturen entwickelt und bereitgestellt werden sollen, besteht daher die Möglichkeit, einen Antrag auf ein sogenanntes „Brückenprojekt(interner Link) zu stellen.

Kontakt

Dr. Matthias Katerbow
E-Mail: matthias.katerbow@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2358
Dr. Michael Lentze
E-Mail: Michael.Lentze@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2449