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FAQ: Open-Access-Publikationskosten

Häufig gestellte Fragen

Verhältnis der Förderprogramme „Open Access Publizieren“
und „Open-Access-Publikationskosten“

Bis wann sind Anträge im Programm „Open Access Publizieren“ möglich?

Das Programm wird Ende 2020 eingestellt. Es können keine Anträge mehr in diesem Programm eingereicht werden. Die Verwendungsrichtlinien des Programms gelten noch für laufende Projekte.

Können im Programm „Open-Access-Publikationskosten“ auch Einrichtungen Anträge stellen, die noch laufende Projekte aus dem Programm „Open Access Publizieren“ haben?

Ja, das ist möglich, unter Abzug der DFG-Mittel, die sie für goldene Open-Access-Publikationen für den entsprechenden Zeitraum noch haben. Das betrifft in den meisten Fällen nur das Jahr 2022.

Antragstellung

Ist es für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen möglich, Anträge im Programm „Open- Access-Publikationskosten“ einzureichen?

Ja, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen können Anträge stellen. Die Leitung eines Instituts, bzw. der rechtsfähigen Einrichtung stellt die Anträge. Die Antragsstellung kann über ein Formular (DFG-Vordruck 12.201) delegiert werden.

Ist eine DFG-Förderung nur für Publikationen im Rahmen von DFG-Projekten möglich oder kann sich jeder um Open-Access-Mittel bewerben?

Jede Einrichtung, die ein Open-Access-Publikationsaufkommen hat, kann Anträge einreichen. In der zweiten Phase kann der Mittelbedarf allerdings nur noch auf Basis von Publikationen, die aus der DFG-Forschungsförderung hervorgehen, berechnet werden.

Unterscheidung der zwei Programmphasen

Warum gibt es eine Unterscheidung zwischen Open-Access-Artikeln und Open-Access-Büchern in der ersten Phase?

In der ersten Phase können alle förderfähigen Open-Access-Artikel von zahlungspflichtigen Korrespondenzautorinnen oder -autoren einer Einrichtung der Mittelkalkulation zugrunde gelegt werden, aber nur Open-Access-Bücher, bei denen eine Autorin / ein Autor oder eine Herausgeberin / ein Herausgeber an der Einrichtung beschäftigt ist und dessen Inhalte aus der DFG-Förderung hervorgehen. Diese Unterscheidung wurde getroffen, da bei Büchern die Umsetzung der Finanzierungsverantwortung für die Publikationskosten schon früher greifen kann. Zudem gibt es noch das Programm „Publikationsbeihilfe“, über das zukünftig auch Open-Access-Mittel für Bücher, die nicht aus der Förderung hervorgehen, eingeworben werden können.

Warum können Förderbedarfe in der zweiten Phase nur noch auf Basis von Open-Access-Artikeln, die aus der DFG-Förderung hervorgehen, berechnet werden?

Das ist darin begründet, dass die zweite Phase der Förderung die Umstellung hin zum Prinzip der Finanzierungsverantwortung zum Ziel hat. Es können dann nur noch Artikel der Bedarfsberechnung zugrunde gelegt werden, die nachweislich aus einem DFG-Projekt hervorgehen. Dafür steigt die Pauschale pro Artikel auf 1.400 EUR.

Berechnung des Mittelbedarfs

Wird die Datengrundlage für die Bedarfserhebung in irgendeiner Weise standardisiert oder ist es den Antragstellenden überlassen, geeignete Methoden zu entwickeln und im Antrag zu plausibilisieren?

Es ist den Antragsstellenden überlassen, geeignete Methoden einzusetzen. Im Merkblatt ist klar geregelt, auf welcher Basis die Mittelbedarfskalkulation vorzunehmen ist. Plausible Annahmen für den Bedarf im beantragten Zeitraum sind vom Antragstellenden vorzunehmen und zu begründen.

Werden für die Berechnung des Bedarfs ausschließlich Open-Access-Publikationen von affiliierten Korrespondenzautorinnen und -autoren gezählt oder auch die der Ko-Autoren?

Nur die Open-Access-Publikationen von mit der antragstellenden Einrichtung affiliierten zahlungspflichtigen Korrespondenzautorinnen oder -autoren sind zugrunde zu legen, unter Ausschluss der Publikationen, die nicht förderfähig sind.

Wie hoch ist die Pauschale, die pro Publikation beantragt werden kann? Unterscheidet sie sich nach Disziplinen?

  • In der ersten Phase können pro förderfähigem Open-Access-Artikel 700 EUR, pro Open-Access-Buch 5000 EUR beantragt werden.
  • In der zweiten Phase können pro förderfähigem Open-Access-Artikel 1400 EUR, pro Open-Access-Buch 5000 EUR beantragt werden. Es gibt keine Unterscheidung der Pauschalen nach Wissenschaftsbereichen oder Disziplinen.

Wie wird festgelegt, ob ein Transformationsvertrag „transformativ" genug ist, dass Publikationen, die daraus resultieren, förderfähig sind?

Eine Orientierung an den Verträgen, die bei ESAC und/oder bei der cOAlition S genannt sind, soll erfolgen. Die Begutachtung legt zudem fest, ob Verträge als förderfähig zu sehen sind.

Müssen die Transformationsverträge in Deutschland laufen bzw. muss man explizit daran teilnehmen, oder reicht es, wenn es für den Verlag irgendwo einen Transformationsvertrag gibt?

Die beantragende Einrichtung muss im Zeitraum, für den Mittel erbeten werden, an einem Vertrag teilnehmen bzw. kann nur für den Zeitraum, in dem sie teilnimmt, Mittel beantragen.

Bedeutet die Förderung eine Abkehr von der Höchstgrenze von 2.000 EUR pro APC, die im Programm „Open Access Publizieren“ vorgesehen war?

Nein und ja. Die Höchstgrenze galt für Open-Access-Gold und es war auch eine Orientierung an dieser Summe in der DFG-Ausschreibung „Open-Access-Transformationsverträge“ für Publikationskosten bei hybriden Zeitschriften vorgesehen. Die DFG hält eine adäquate Vergütung für die Dienstleistung des Publizierens für richtig und hat den Zuschuss nun an einer Höchstsumme bemessen, die aus ihrer Sicht für eine gute, nachhaltige Publikationsdienstleistung ausreicht. Allerdings steht es den wissenschaftlichen Einrichtungen nun frei, eigene Höchstgrenzen für die Brutto-APC zu definieren und Ko-Finanzierungen in aus ihrer Sicht erforderlichen Höhe vorzusehen.

Besteht eine Möglichkeit, Publikationen aus eigenen Publikationsinfrastrukturen der Einrichtungen (Bsp. OA-Journal, OA-Verlag) über Mittel aus dem Programm zu finanzieren?

Wenn die Publikationen der Autorinnen und Autoren der Einrichtung in diesen Publikationsinfrastrukturen im Open Access qualitätsgesichert erscheinen, können die Mittel auch hierfür eingesetzt werden.

Förderfähige Inhalte

Können Mittel für die Publikation von Preprints durch Autorinnen und Autoren der Einrichtung eingesetzt werden?

Ja, wenn für diese Preprints Kosten anfallen. Es kann pro „Aggregatszustand“ einer Publikation jedoch nur einmal Geld von der DFG eingesetzt werden, d.h. nicht für Preprint und Open-Access-Artikel.

Was bedeutet Qualitätssicherung der Inhalte im Sinne des Programms?

Qualitätssicherung im Sinne des Programms ist so definiert, dass eine wissenschaftliche Auseinandersetzung und deren Dokumentation vor oder nach der Veröffentlichung vorgesehen sein muss. Dies kann auch als community peer review oder post publication peer review stattfinden. Die gute wissenschaftliche Praxis gilt für alle Publikationen, die über das Programm gefördert werden.

Gibt es besondere Verwendungsrichtlinien für dieses Programm?

Ja, die Verwendungsrichtlinien für das Programm sind ab 2021 im Besonderen Teil der Verwendungsrichtlinien (DFG-Vordruck 2.00) zu finden.

Welche Verwendungszwecke sind definitiv nicht möglich?

  • Einsatz der Mittel für non research article
  • Publikationen in „mirror journals“
  • Gebühren für submission charges, page charges, color charges u.s.w.
  • Einsatz der Mittel für Opt-Out-Artikel, d.h. Artikel, die letztendlich nicht im Open Access erscheinen
  • Einsatz der Mittel für Verwaltungsgebühren im Zusammenhang mit einer Publikation

  • Externer LinkMehr Informationen zu den "mirror journals"

Projektinterne Publikationsmittel aus der DFG-Forschungsförderung

Können einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Open-Access-Mittel der DFG beantragen oder läuft die Förderung nur über Einrichtungen?

Im Programm Open-Access-Publikationskosten können nur Einrichtungen bzw. deren Leitungen Anträge stellen. Einzelne Forschende können ihre projektinternen Publikationsmittel aus der Forschungsförderung aber auch für Open Access einsetzen.

Müssen Mittel für Open-Access-Publikationen im Rahmen von DFG-Projekten im Antrag des DFG-Projekts ausdrücklich beantragt werden?

Nein, hier ändert sich nichts an der Beantragung. Im Rahmen der Allgemeinen Forschungsförderung können weiterhin „projektinterne Publikationsmittel“ beantragt werden.

Können „projektinterne Publikationsmittel“ innerhalb von DFG-Forschungsprojekten weiterhin beantragt werden?

Die „projektinternen Publikationsmittel“ können weiterhin direkt von den Forschenden beantragt werden. Die DFG empfiehlt allerdings, dass die Forschenden bei Open-Access-Publikationen Kontakt mit den zentralen Informationseinrichtungen aufnehmen, damit eine Doppelförderung vermieden wird.

Erfolgt die Förderung von „Open-Access-Publikationskosten“ zusätzlich zur Bewilligung der „projektinternen Publikationskosten“, die an die Forschenden direkt bewilligt werden?

Ja, aber eine Doppelförderung der gleichen Publikation muss von den Projektnehmern ausgeschlossen werden. „Projektinterne Mittel“ können aber zur Ko-Finanzierung von Open-Access-Publikationen eingesetzt werden.

Wo ist die Einfügung eines funding acknowledgments für Publikationen, die aus der DFG-Förderung hervorgehen, geregelt?

Das Einfügen von funding acknowledgments ist in den Verwendungsrichtlinien der DFG im „Allgemeinen Teil“ geregelt (s. DFG-Vordruck 2.00 unter Abschnitt 13). Jeder Projektnehmer ist für die Einfügung selbst verantwortlich. Im Rahmen des Programms kann es allerdings zweckdienlich sein, wenn die beantragende Einrichtung die Autorinnen und Autoren ihrer Einrichtung auf diese Vorgabe der DFG hinweist.