Über 100 Forscher*innen vernetzt: Virtuelles Matchmaking mit Zentralasien erfolgreich abgeschlossen
17.02.2026. Im Januar 2026 fanden im Rahmen der Initiative UDIF-HAW (engl. Networking for Research – German Universities of Applied Sciences and Researchers Worldwide) drei virtuelle Matchmaking-Veranstaltungen mit mehr als 100 Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Kasachstan und Usbekistan statt. Die digitalen Veranstaltungen bildeten den Ausgangspunkt für die Initiierung neuer Forschungskooperationen.
In moderierten, digitalen Sitzungen und separaten virtuellen Räumen hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich fachlich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und Potenziale für die Kooperation in der erkenntnisgeleiteten Forschung in den Natur- und Ingenieurwissenschaften auszuloten. Vertreter*innen deutscher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) stellten ihre Projektideen in Kurzbeiträgen vor und beantworteten Fragen; konkrete Anknüpfungspunkte für gemeinsame Forschungsvorhaben wurden somit sichtbar. Vorab hatten die Forscher*innen die Möglichkeit, sich in Informationsveranstaltungen und individuellen Beratungen über die DFG-Förderprogramme informieren.
Als Grundlage für den Austausch diente ein Ende 2025 veröffentlichtes Posterbook, in dem Wissenschaftler*innen an deutschen HAW sowie aus Kasachstan und Usbekistan ihre Expertise und Ideen für Kooperationsprojekte zu drei Themen aus den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften präsentieren:
- Digitalisation and Smart Technologies
- Sustainable Urban Development and Smart Cities
- Renewable Energy and Resource Management
Mit über 200 Beiträgen aus drei Ländern, darunter 44 aus Deutschland, 91 aus Kasachstan und 99 aus Usbekistan, bildet es ein umfangreiches Nachschlagewerk für alle Beteiligten. Die thematische Ausrichtung des Posterbooks erfolgte auf Basis einer Umfrage unter deutschen und zentralasiatischen Wissenschaftler*innen und spiegelt somit den Bottom-up-Charakter der Initiative wider: Forscher*innen erhalten Impulse, eigenständig passende Partner zu identifizieren und neue Kooperationen anzustoßen.
Die Initiative wurde von zentralasiatischen Partnerinstitutionen aktiv unterstützt und trieb damit den derzeitigen Ausbau der Kooperation der DFG mit Zentralasien weiter voran. Bereits im Frühjahr 2025 besuchte eine DFG-Delegation mehrere Universitäten sowie die Akademien der Wissenschaften in Taschkent und Almaty, um in Gesprächen die Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Auch im Herbst 2025 führte die DFG verschiedene Aktivitäten durch. So reiste DFG-Vizepräsidentin Professorin Dr. Karin Jacobs zu Kooperationsgesprächen nach Kasachstan und nahm im weiteren Verlauf des Jahres an einer Netzwerkveranstaltung in der usbekischen Botschaft in Berlin teil. Darüber hinaus war die DFG Teil einer BMFTR-Delegationsreise nach Usbekistan, um auf der Innoweek, der größten Wissenschafts- und Innovationsmesse in Zentralasien, ihre Förderprogramme zu präsentieren und die Kontakte vor Ort zu vertiefen. Daran anschließend konnte sie zusammen mit weiteren deutschen Wissenschaftsorganisationen wie dem DAAD erstmals vor Ort die Hochschul- und Forschungslandschaft Turkmenistans kennenlernen. Diese Aktivitäten bilden eine tragfähige Grundlage für den langfristigen Ausbau der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen deutschen Forscher*innen und Forscher*innen an Partnerinstitutionen in Zentralasien.
Die Initiative UDIF-HAW wurde 2022 ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, den internationalen wissenschaftlichen Austausch zu stärken sowie die Sichtbarkeit deutscher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) im Ausland zu erhöhen, indem konkrete, thematisch fokussierte Maßnahmen in einzelnen Ländern oder Regionen durchgeführt werden. Zentralasien wurde 2025 als regionaler Schwerpunkt nach Jordanien, Nordamerika und Schottland gewählt.
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