DFG-Teilnahme am 2026 SGCI All Partners Forum in Windhoek, Namibia
Gemeinsam Forschung gestalten: Das SGCI All Partners Forum in Windhoek war der Auftakt für die zweite Dekade der Initiative
Das 2026 SGCI All Partners Forum stand unter dem Motto „From Commitment to Action“ und markierte den Beginn der zweiten Dekade der Science Granting Councils Initiative in Sub-Saharan Africa (SGCI). Im Mittelpunkt stand die Frage, wie bestehende Partnerschaften und gemeinsame Ziele künftig noch stärker in konkretes gemeinsames Handeln überführt werden können.
Gruppenfoto beim SGCI All Partners Forum 2026 in Windhoek, Namibia
© DFG
Impression der Veranstaltung
Gruppenfoto beim SGCI All Partners Forum 2026 in Windhoek, Namibia
© DFG
Die SGCI ist eine im Jahr 2015 gegründete multilaterale Initiative, die derzeit 20 Forschungsförderorganisationen („Councils“) aus Subsahara-Afrika vereint. Ziel der Initiative ist es, nationale und regionale Wissenschaftssysteme durch gemeinsame Förderaktivitäten, Kapazitätsaufbau und internationale Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken.
Die DFG ist seit 2019 in Partnerschaft mit der National Research Foundation (NRF) Südafrika in der SGCI aktiv. Sie versteht die Initiative als herausragende Plattform für gegenseitiges Lernen sowie für die stärkere Vernetzung wissenschaftlicher Communitys in Deutschland, Südafrika und den weiteren teilnehmenden afrikanischen Ländern.
Das jährlich stattfindende SGCI All Partners Forum bringt neben den Präsident*innen der afrikanischen Councils auch Vertreter*innen von Forschungsförderorganisationen aus aller Welt sowie Akteur*innen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Politik zusammen. Ziel ist es, gemeinsam die zukünftige Ausrichtung der SGCI zu gestalten, Förderaktivitäten und -strukturen aufeinander abzustimmen und aktuelle wissenschaftspolitische Fragestellungen zu diskutieren. Dieses Jahr ging es dabei insbesondere um die Umsetzung der „Science, Technology and Innovation Strategy for Africa 2034 (STISA 2034)“, die stärkere Berücksichtigung von Gender, Inklusion und indigenem Wissen in der Forschungsförderung sowie die Frage, wie globale Partnerschaften gestaltet und afrikanische Führungsrollen weiter gestärkt werden können.
Das diesjährige Forum verdeutlichte in diesem Zusammenhang die zunehmende Ownership der Forschungsförderorganisationen innerhalb der SGCI. Während zu Beginn der Initiative insbesondere der Kapazitätsaufbau im Vordergrund stand, übernehmen die Councils zunehmend Verantwortung für die konkrete Ausgestaltung ihrer Förderaktivitäten, setzen eigene inhaltliche Schwerpunkte und übernehmen verstärkt eine führende Rolle in den Governance-Strukturen der SGCI. Diese Entwicklung unterstreicht den Wandel der Initiative hin zu einem zunehmend von afrikanischen Partnerorganisationen getragenen und gestalteten pan-afrikanischen Netzwerk.
Im Rahmen des Forums stellten DFG und NRF Südafrika gemeinsam mit weiteren afrikanischen Councils ihr Vorhaben für ein gemeinsames multilaterales Programm im Bereich „Food Security and Agriculture“ zur Förderung neugiergetriebener Forschung (Curiosity-driven Research, CDR) vor. Ein zentraler Grundsatz bei der Ausgestaltung des Programms ist die besondere Bedeutung von gemeinsamer Programmentwicklung und gleichberechtigter Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Forschungsförderorganisationen. Das CDR-Förderprogramm ist zweistufig angelegt: In einer ersten Matchmaking-Phase erhalten Wissenschaftler*innen aus den 20 Partnerländern der SGCI sowie Deutschland die Möglichkeit, sich zu vernetzen, neue Partnerschaften aufzubauen und ihre Forschungsideen gemeinsam weiterzuentwickeln. Dabei steht bewusst Zeit für Austausch und die gemeinsame Ausgestaltung möglicher Vorhaben zur Verfügung. In einer anschließenden zweiten Phase sollen die entwickelten Ideen dann im Rahmen einer Projektförderung umgesetzt werden können.
Darüber hinaus präsentierten DFG und NRF Südafrika einen Bericht, der anlässlich der zehnjährigen Partnerschaft der beiden Organisationen innerhalb der SGCI erstellt wurde. Der Bericht dokumentiert die Entwicklung und Umsetzung ausgewählter gemeinsamer Aktivitäten, gibt Einblicke in Evaluationsprozesse und dient zugleich als internes Dokumentenarchiv. Über diese dokumentarische Funktion hinaus verdeutlicht der Bericht insbesondere das gemeinsame Verständnis von DFG und NRF Südafrika als kooperierende Forschungsförderorganisationen innerhalb der SGCI. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit den afrikanischen Councils steht das gegenseitige Lernen über Förderstrukturen, regionalspezifische Schwerpunktsetzungen und unterschiedliche institutionelle Kontexte.
Der Bericht soll zeitnah in geeigneter Form auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Erfahren Sie mehr über die (externer Link).