Bunte Darstellung von über netzwerkartige Linien verbundenen Puzzleteilen

© Adobe Stock

Dialogprozess „Digitale Forschungspraxis und kooperative Informationsinfrastrukturen“

Die DFG lädt die Communities zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Gesamtsystems wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen ein und hat hierzu einen strategischen Dialogprozess zu Herausforderungen und Lösungsansätzen angestoßen.

Im Januar 2025 hat die die DFG das Diskussionspapier „Digitale Forschungspraxis und kooperative Informationsinfrastrukturen(Anchor Link) veröffentlicht. Das Papier analysiert übergreifende Herausforderungen und identifiziert Handlungsfelder für den Aufbau, die Weiterentwicklung und den langfristigen Betrieb wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen. Als zentrale Voraussetzung für exzellente Forschung im digitalen Wandel beschreibt das Papier ein an wissenschaftlichen Bedarfen ausgerichtetes System von Informationsinfrastrukturen. Dieses System sollte kontinuierlich weiterentwickelt und überregional aufeinander abgestimmt werden. Um dies zu erreichen, sollte 

  1. die technische, organisatorische und soziale Anschlussfähigkeit von Informationsinfrastrukturen und digitalen Objekten verbessert werden,
  2. die kooperative Entwicklung und der gemeinsame Betrieb von Informationsinfrastrukturen über geeignete Anreize weiter stimuliert werden sowie
  3. die Nachnutzbarkeit wie auch der dauerhafte Betrieb wissenschaftsrelevanter Informationsinfrastrukturen langfristig gewährleistet werden.
     

Wissenschaftliche Informationsinfrastrukturen werden als technisch und organisatorisch vernetzte Dienste und Angebote für den Zugang zu und die Erhaltung von Daten-, Informations- und Wissensbeständen verstanden. Sie dienen primär Forschungszwecken, sind häufig Forschungsgegenstand und haben stets eine ermöglichende Funktion. Sie können einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität der Forschung leisten, werden idealerweise von der Wissenschaft als Gemeinschaft getragen, sind für diese frei zugänglich und werden i.d.R. im Zusammenwirken von Forschung und Informationsinfrastruktureinrichtungen aufgebaut und (weiter)entwickelt.

Sehen Sie dazu auch das Diskussionspapier(Anchor Link) sowie die RfII-Empfehlungen „Leistung aus Vielfalt(externer Link).


Die DFG möchte diesen komplexen und vielschichtigen Herausforderungen nicht nur im Rahmen ihres Förderportfolios begegnen, sondern ruft zur gemeinsamen Gestaltung des Gesamtsystems von Informationsinfrastrukturen auf. Sie hat daher einen systemübergreifenden Dialogprozess angestoßen, in dem die genannten, aber auch weitere Themen konstruktiv adressiert werden sollen. Alle am System wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen beteiligten Akteure – aus der Forschung, aus Einrichtungen, die Informationsinfrastrukturen betreiben, aus Forschungsförderorganisationen und aus der Wissenschaftspolitik – sind eingeladen und aufgefordert sich an diesem Dialogprozess zu beteiligen und ihre Expertise, Erfahrungen und Bedarfe einzubringen. Zentrale Ziele des Dialogprozesses sind nicht nur die Diskussion übergreifender Herausforderungen und Lösungsansätze, sondern auch die Klärung von Verantwortungsbereichen und Rollen sowie die Weitung des Blickes für neue Fragen. 

Seit der Veröffentlichung des Diskussionspapiers ist beim federführenden „Ausschuss für wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme“ (AWBI) sowie bei der Gruppe „Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme“ umfangreiches Feedback eingegangen. Auf dieser Basis wurden vorläufig vier Themenschwerpunkte identifiziert, zu denen Dialogformate in Vorbereitung sind. Der Dialog ist bewusst als offener Prozess konzipiert – weitere Vorschläge und Anregungen zu den Themenschwerpunkten, aber auch zum Gesamtprozess und zu zusätzlichen Themen sind also jederzeit herzlich willkommen!

Themenschwerpunkte

Es gibt folgende Themenschwerpunkte:

  • Kartierung von Informationsinfrastrukturen
  • Zunehmende Verzahnung von Forschung und Informationsinfrastruktur
  • Längerfristige Finanzierung von Informationsinfrastrukturen
  • Hürden in der Kooperation durch strukturelle Unterschiede: Fokus Objektsammlungen

Kontakt

Postfach Dialogprozess
E-Mail: dialogprozess.infrastruktur@dfg.de

Download des Diskussionspapiers

Digitale Forschungspraxis und kooperative Informationsinfrastrukturen

Ansprechpersonen

Verena Kraft-Tigges
E-Mail: verena.kraft-tigges@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2344
Dr. Julia Crispin
E-Mail: julia.crispin@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2260
Dr. Franziska Limbach
E-Mail: franziska.limbach@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2094