Open Research Europe: Einreichungen ab sofort möglich
Kostenfreie Open-Access-Publikationsmöglichkeit für alle Wissenschaftler*innen in Deutschland
Die von Forschungs- und Förderorganisationen aus elf europäischen Ländern getragene Open-Access-Publikationsplattform „(externer Link)” (ORE) steht ab sofort unter neuer Adresse für Einreichungen offen. Für alle Wissenschaftler*innen an deutschen Einrichtungen ist das Publizieren unabhängig von einer Projektförderung kostenfrei möglich. Ermöglicht wird dies durch die Teilnahme Deutschlands als „country-level member“; Vertragspartner auf deutscher Seite ist das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) übernimmt die Durchführung des Vorhabens auf nationaler Ebene in ihrer Funktion als Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft.
Die Plattform steht für Einreichungen aus allen Wissenschaftsbereichen offen; neben klassischen Forschungsartikeln kann eine Vielzahl weiterer Publikationsformate eingereicht werden wie zum Beispiel Registered Reports, Case Studies, Data Notes oder Essays. Damit trägt ORE unterschiedlichen Publikationskulturen und den spezifischen Anforderungen der einzelnen Fachdisziplinen Rechnung.
ORE folgt dabei dem sogenannten Publish-Review-Curate-Modell, bei dem eingereichte Beiträge nach einer Integritätsprüfung veröffentlicht, in einem offenen Peer-Review-Verfahren begutachtet und bei positiver Begutachtung in fachliche Sammlungen aufgenommen werden. Mit diesem Verfahren verfolgt ORE unter anderem das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller zugänglich zu machen, die Qualitätssicherung nachvollziehbar zu gestalten und die wissenschaftliche Begutachtung als eigenständige Leistung sichtbar zu machen.
„Mit ORE unterstützen wir eine offene Wissenschafts- und Publikationskultur, in der Qualität, Transparenz und der wissenschaftliche Austausch im Mittelpunkt stehen. Zugleich stärken wir die Fähigkeit der Wissenschaft, zentrale Infrastrukturen für ihre eigene Arbeit gemeinschaftlich und unabhängig zu gestalten“, so DFG-Generalsekretärin Dr. Heide Ahrens anlässlich des Starts der Plattform unter neuer Trägerschaft.
Die Neuausrichtung von ORE wird durch einen wissenschaftlichen Beirat (Scientific Advisory Board) begleitet, der in neuer Konstellation im Oktober dieses Jahres seine Tätigkeit aufgenommen hat. Aus Deutschland sind in diesem Gremium die Vizepräsidentin der DFG Professorin Dr. Caren Sureth-Sloane (Universität Paderborn, Betriebswirtschaftslehre), sowie Professor Dr. Markus Huff (Universität Tübingen, Angewandte Kognitionspsychologie / Leibniz-Institut für Wissensmedien) und Amelya Keles Slevogt (Charité – Universitätsmedizin Berlin, Experimentelle Neurologie / Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, Berlin) vertreten.
Open Research Europe wurde 2021 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und stand bisher ausschließlich Begünstigten aus den EU-Forschungsrahmenprogrammen wie beispielsweise Horizon Europe offen. Seit 2026 wird die Plattform von einem Konsortium aus 17 Forschungs- und Förderorganisationen aus elf europäischen Ländern getragen und steht nun Forscher*innen aller beteiligten Länder kostenfrei zur Verfügung. Den technischen Betrieb verantwortet die Forschungsorganisation CERN.
Weiterführende Informationen
Die Plattform steht ab sofort für Einreichungen offen und ist unter (externer Link) zu finden.
Für Autor*innen bietet das CERN zur weiteren Information am 1. Dezember ein (externer Link) an.
Weitere Informationen zu Open Research Europe sowie Antworten auf häufige Fragen finden Sie auf der DFG-Website unter (interner Link).
Kontakt
| E-Mail: | ore@dfg.de |
| Telefon: | +49 (228) 885-2568 |
| E-Mail: | ore@dfg.de |
| Telefon: | +49 (228) 885-2009 |