Information für die Wissenschaft Nr. 83 | 30. Oktober 2026

Herausragende Forscher*innen neu in der Emmy Noether-, Heisenberg- und Reinhart Koselleck-Förderung

Themen von Haushuhnküken als neues Modellsystem zur Untersuchung der neuronalen Mechanismen individueller Wiedererkennung über Ethik und Ästhetik zeitgenössischer literarischer Migrantenkulturen bis zu Hochenergie-vollständigen Quantenfeldtheorien

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2026 17 Wissenschaftler*innen neu in die Emmy Noether-Förderung, 14 in die Heisenberg-Förderung und zwei in die Reinhart Koselleck-Förderung aufgenommen.

Das Emmy Noether-Programm richtet sich an hervorragend qualifizierte Postdocs sowie befristet beschäftigte Juniorprofessor*innen in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere. Es ermöglicht ihnen, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Emmy Noether-Gruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.

Das Heisenberg-Programm steht Wissenschaftler*innen offen, die bereits die Voraussetzungen erfüllen, um auf eine unbefristete Professur berufen zu werden. Es ermöglicht den Forscher*innen, an einem Ort ihrer Wahl eigene hochkarätige Projekte fortzusetzen und ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern, um sich so innerhalb von bis zu fünf Jahren auf eine wissenschaftliche Leitungsfunktion vorzubereiten.

Reinhart Koselleck-Projekte werden an Wissenschaftler*innen vergeben, die sich durch exzellente wissenschaftliche Leistungen ausgewiesen haben. Die Förderung bietet ihnen die Möglichkeit, innerhalb von fünf Jahren ein besonders innovatives oder im positiven Sinne risikobehaftetes Forschungsvorhaben durchzuführen.

Die 17 neu Geförderten im Emmy Noether-Programm

(in alphabetischer Reihenfolge der Geförderten; Personen, die im oben genannten Quartal bereits in die Förderung aufgenommen wurden, aber die Ortswahl zur Ansiedlung der Emmy Noether-Gruppe noch treffen müssen, werden in einer der nächsten Informationen für die Wissenschaft mit dem dann feststehenden Ort aufgeführt):

  • Lisa Becker Ph.D. „Tumorendothelzellen – Wächter der Anti-Tumor-Reaktion von T-Zellen?“, Universität Duisburg-Essen

  • Dr. Fabian Bötzl, „Bestimmung der lokalen und landschaftlichen Auswirkungen des Habitattypes und der Landnutzungshistorie auf die Artenvielfalt landwirtschaftlicher Flächen und auf natürliche Schädlingsbekämpfung“, Universität Hohenheim

  • Dr. Maxime Le Calvé, „Sketchy Brain Modelling in der kognitiven Neurochirurgie: Schritte zu einer spekulativen Medizinethnologie“, HU Berlin

  • Dr. Franziska Fennel, „Zeitaufgelöste Spektroskopie an Organischen Molekülkristallen mittels Hoher Harmonischer“, Universität Rostock

  • Dr. Dominik Groos, „Neuronale Schaltkreise zur Integrierung von unterschiedlichen Stoffwechselzuständen in wertbasierte Entscheidungen“, Universitätsklinikum Würzburg

  • Dr.-Ing. Christian Hagenlocher, „Die Rolle dynamischer Gleichgewichtszustände und deren Grenzen bei der Stabilisierung von Laserstrahlschweißprozessen mittels dynamischer Strahlformung“, Universität Stuttgart

  • Dr. Maximilian Hamm, „Multidisziplinäre Charakterisierung von Asteroiden: Erforschung struktureller, mechanischer und thermophysikalischer Eigenschaften durch Fernerkundung und Laboruntersuchungen“, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Berlin

  • Dr. Moritz Kindelmann, „KINETICS – Kinetisches Design von Grenzflächen in Keramiken für Energieanwendungen“, Universität Stuttgart

  • Dr. Dmitry Kobylkov, „Das Haushuhnküken als neues Modellsystem zur Untersuchung der neuronalen Mechanismen der individuellen Wiedererkennung“, Universität Tübingen

  • Dr. Elena Kolodzeiski, „(Machinelles) Lernen von Heterogener Katalyse: Skalenübergreifende Modellierung von Übergangsmetalloxide-Katalysatoren“, TU Darmstadt

  • Marios Michael Ph.D., „Licht-Materie-Hybride“, Universität Hamburg

  • Dr. Simon Nowak, „Höhere Regularität für nichtlokale Probleme“, Universität Bonn

  • Dr. Yifan Pei Ph.D., „Vergleichende Artbildungsgenomik des auf die Keimbahn beschränkten Chromosoms der Singvögel“, Institut für Vogelforschung – Vogelwarte Helgoland (IfV), Wilhelmshaven

  • Professor Dr. Marcel Rey, „Formwandelnde Kolloide, Mikrogele und Hydrogele: Grundlagen und Anwendungen“, Universität Münster

  • Dr.-Ing. Adam Sky, „Isomorphe polytopale Analyse für gemischt-dimensionale Elektromagneto-Elastizität“, RWTH Aachen

  • Dr. Iliya Stoev, „DNA-Hydrogel-basierte Sensoren zur thermisch reagierenden Erkennung mechanischer Signale“, Karlsruher Institut für Technologie

  • Dr. Marloes Venema, „MAPS-ABE: Modulare Ansätze für Praktische und Sichere Attributbasierte Verschlüsselung“, Universität Wuppertal

Die 14 neu Geförderten im Heisenberg-Programm 

(in alphabetischer Reihenfolge der Geförderten; Personen, die im oben genannten Quartal bereits in die Förderung aufgenommen wurden, bei denen aber noch die Wahl der Heisenberg-Variante und des Ortes aussteht, werden in einer der nächsten Informationen für die Wissenschaft mit dem dann feststehenden Ort aufgeführt. Im Heisenberg-Programm ist mit dem Modul Stipendien eine Förderung auch im Ausland möglich):

  • Privatdozent Dr. Dominik Berrens, „1. Wissenschaftsübersetzungen 2. Ethik bei Plautus 3. Komödienrezeption bei Aelian“, Universität Mainz

  • Professor Dr. Freek Bos, „Digitale Tragwerke aus mineralischen Werkstoffen“, TU München

  • Dr. Sevil Duvarci, „Neuronale Schaltkreismechanismen des Sicherheitslernens“, Universität Frankfurt am Main

  • Professorin Dr. Aurélie Ernst, „Genominstabilität in der Krebsentwicklung“, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg

  • Privatdozentin Dr. Kerstin Fröber, „Die Vielschichtigkeit kognitiver Flexibilität“, Universität Würzburg

  • Privatdozentin Dr. Anne-Laure Garcia, „(Di-)Visionen und Mythen: Studien zu kulturellen Kodierungen von Geschlecht und Beruf in Frankreich und Deutschland“, TU Dresden

  • Professor Dr. Leonid Golub, „Chiralitätsbedingte Phänomene in Halbleitersystemen“, Universität Regensburg

  • Professor Dr. Joachim Horvath, „Über Methoden: Grundlagen, Anwendungen und Geschichte“, Universität Bochum

  • Professor Dr. Guido Kirsten, „Transformationen der Découpage in digitalen Medienproduktionen“, Universität Hamburg

  • Privatdozent Dr. Pavan Kumar Malreddy, „Homo Migrans: Ethik und Ästhetik zeitgenössischer literarischer Migrantenkulturen“, Universität Potsdam

  • Dr. Robert Schippa, „Multilineare Abschätzungen für raue Hamiltonsche Flüsse und Anwendungen“, Universität Bonn

  • Professorin Dr. Christiane Schnabel, „Eingehende Charakterisierung adaptiver Immunität in der Immunpathologie und Infektionsabwehr“, Tierärztliche Hochschule Hannover

  • Privatdozent Dr. Alexander Schwinghammer, „Designanthropologien und Zukunftsfähigkeiten. Multi-Medialitäten gestalteter Umwelten“, LMU München

  • Dr. Nicole Tieben, „Die ,Zeit dazwischen‘: Vergleichende Analyse von Lebenslauflücken, Umwegen und Verzögerungen zwischen Sekundärer und Post-Sekundärer Bildung“, RPTU Kaiserslautern-Landau

Die zwei neu geförderten Reinhart Koselleck-Projekte

(in alphabetischer Reihenfolge der Einrichtungen der Geförderten):

  • Professor Dr. Holger Gies, „Hochenergie-vollständige Quantenfeldtheorien“, Universität Jena

  • Professor Dr. Christoph Klein, „Die Prävention der Metastasierung: Molekulare, funktionale und therapeutische Charakterisierung von unerwarteten Parallelen zwischen der Embryonalentwicklung und der Metastasierung“, Universität Regensburg

Weiterführende Informationen 

Hier finden Sie Informationen zum Emmy Noether-(interner Link) und zum Heisenberg-Programm(interner Link) sowie zu den Reinhart Koselleck-Projekten(interner Link).

Hier finden Sie die fachzuständigen Kontaktpersonen(interner Link) in der Geschäftsstelle.

Ansprechpersonen zu Verfahrensfragen

Emmy Noether-Programm
Heisenberg-Programm
Reinhart Koselleck-Projekte
Emmy Noether-Programm
Verena Aust
E-Mail: verena.aust@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-3191
Heisenberg-Programm
Nils Föhles
E-Mail: nils.foehles@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2078
Reinhart Koselleck-Projekte
Dr. Wibke Heinecke
E-Mail: wibke.heinecke@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2919