Förderinitiative zum Sichern gefährdeter Datenbestände: Antragstellung auch 2027 möglich
Community-Umfrage: Teilen Sie Ihre Förder- und Unterstützungsbedarfe mit
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) weist auf die Möglichkeit hin, auch im Jahr 2027 Anträge im Rahmen der „Förderinitiative zum Sichern gefährdeter Datenbestände und zur Datenresilienz“ einzureichen. Die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) finanzierte und von der DFG administrierte Förderinitiative unterstützt Vorhaben, die für die Forschung in Deutschland und Europa relevante, gefährdete Datenbestände sichern und nachhaltig zugänglich machen sowie zur Stärkung resilienter Forschungsdateninfrastrukturen beitragen.
Gefördert werden können unter anderem Maßnahmen zur Beschaffung erforderlicher Speicherkapazitäten, personelle Ressourcen für das Erschließen, Kuratieren und fachliche Aggregieren von Daten sowie rechtliche Prüfungen. Förderfähig sind darüber hinaus Maßnahmen zur Einbindung gesicherter Datensätze in überregionale oder europäische Strukturen sowie die Entwicklung von Rahmenbedingungen und Technologien, die zur Integration entsprechender Repositorien und Infrastrukturen in überregionale oder europäische Verbünde beitragen.
Antragstellung und Webinar
Die DFG lädt Wissenschaftler*innen und wissenschaftliche Einrichtungen dazu ein, auch für das Jahr 2027 Förderanträge einzureichen. Anträge können jederzeit gestellt werden und sollten gemäß den Angaben im (Download) sowie im (Download) formuliert werden.
Am 10. November 2026 von 15 bis 16 Uhr wird ein Webinar zur Antragstellung angeboten. (externer Link) können Sie dem Webinar beitreten.
Breites Spektrum bereits geförderter Projekte
Die ersten 14 geförderten Projekte der Förderinitiative zeigen ein breites Spektrum möglicher Ausrichtungen der Vorhaben. Die Vorhaben adressieren Daten und Infrastrukturen aus unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten und verfolgen verschiedene Ansätze zur Sicherung und nachhaltigen Bereitstellung wissenschaftlich relevanter Datenbestände.
So werden beispielsweise Klimadaten aus internationalen Dateninfrastrukturen gesichert und für die weitere wissenschaftliche Nutzung kuratiert. Andere Projekte widmen sich der Sicherung und Integration von Daten aus der Genom- und Strukturbiologie oder dem Aufbau resilienter Strukturen für geowissenschaftliche und umweltwissenschaftliche Daten. Das Thema Datenresilienz findet sich auch in Vorhaben, die darauf zielen, resiliente Forschungsdateninfrastrukturen auf nationaler Ebene aufzubauen und auf europäischer Ebene zu vernetzen.
Nähere Informationen zu den bislang geförderten Vorhaben sind auf der (interner Link) der Förderinitiative zu finden.
Community-Umfrage: Bedarfe und Rahmenbedingungen für die Sicherung gefährdeter Datenbestände
Erkenntnisse über aktuelle und zukünftige Herausforderungen bei der Sicherung gefährdeter Datenbestände können helfen, die Förderinitiative ggf. auch kurzfristig nachzujustieren und weiterhin konsequent bedarfsgerecht auszugestalten. Dazu bittet die DFG Wissenschaftler*innen und wissenschaftliche Einrichtungen um eine kurze Rückmeldung zu konkreten Bedarfen sowie zu Erläuterungen, warum eine Antragstellung derzeit möglicherweise nicht attraktiv bzw. kein geeignetes Mittel zur Problemlösung ist. Hier können Sie an der (externer Link) teilnehmen (Frist: 22. November 2026).
Gleichstellung und Diversität
Die DFG begrüßt ausdrücklich Antragstellungen von Forscher*innen aller Geschlechter und sexueller Identitäten, mit verschiedenen ethnischen, kulturellen, religiösen, weltanschaulichen oder sozialen Hintergründen, verschiedener Karrierestufen, Hochschultypen und Forschungseinrichtungen sowie mit Behinderung oder chronischer Erkrankung.
Gute wissenschaftliche Praxis
Nach einem Beschluss der DFG-Mitgliederversammlung dürfen Fördermittel der DFG nur an wissenschaftliche Einrichtungen vergeben werden, welche die im (externer Link) niedergelegten Leitlinien in eigenes Recht umgesetzt haben. Für die rechtsverbindliche Umsetzung ist die Leitung Ihrer Institution zuständig. Um eine Auszahlung von Fördermitteln nicht zu verzögern, prüfen Sie daher bitte frühzeitig einrichtungsintern, ob eine Umsetzung erfolgt ist. Hinweise zur Umsetzung finden Sie im (externer Link). Für weitere Fragen und Erläuterungen steht das innerhalb der DFG-Geschäftsstelle zuständige (externer Link) zur Verfügung.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zur (interner Link).
Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle
Fachlich:
Dr. Kathrin Winkler, Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme, Tel. +49 228 885-2201
Dr. Alexandra Panzert, Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme, Tel. +49 228 885-2238
Formal:
Tanja Buhrandt, Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme, Tel. +49 228 885-3385, (externer Link)
Datenschutz
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft e. V. (DFG) nimmt den Schutz personenbezogener Daten und deren vertrauliche Behandlung sehr ernst. Bitte beachten Sie daher die (interner Link). Bitte denken Sie daran, dass Sie Daten Dritter nur übermitteln sollten, wenn die dafür erforderliche datenschutzrechtliche Legitimation besteht. Bevor Sie Daten Dritter an uns weiterleiten, denken Sie bitte auch daran, die Datenschutzhinweise der DFG vorher an die betroffenen Personen weiterzuleiten. Besteht ein berechtigtes Interesse, Personen nicht vorab zu informieren (z. B. aus Gründen der Geheimhaltung, der Nominierung oder eines Wahlvorschlags), dann sollte eine Information spätestens mit der Veröffentlichung erfolgen.