Neuer wissenschaftlicher Beirat für Open Research Europe
Drei deutsche Vertreter*innen in das Scientific Advisory Board berufen
Zu Beginn dieses Jahres hat sich die Open-Access-Publikationsplattform „(externer Link)” (ORE) neu ausgerichtet und wird nun von Forschungs- und Förderorganisationen aus elf europäischen Ländern getragen. Mit der Berufung des neuen Scientific Advisory Board folgt jetzt ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Neustart. In einem mehrstufigen Auswahlprozess konnten insgesamt 22 internationale Mitglieder aus allen Wissenschaftsbereichen in das Gremium berufen werden – darunter Professorin Dr. Caren Sureth-Sloane, Professor Dr. Markus Huff sowie Amelya Keles Slevogt, die aus Deutschland im Gremium vertreten sein werden.
Das Scientific Advisory Board (SAB) nimmt eine strategisch zentrale Beratungsfunktion für ORE ein und wird sich mit den für die jeweiligen wissenschaftlichen Bereiche bestmöglichen Publikationsprozessen beschäftigen, um eine hohe Qualität der Plattform sicherzustellen.
Die Mitglieder aus deutschen Einrichtungen im Überblick:
- Professorin Dr. Caren Sureth-Sloane ist Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Paderborn sowie seit 2026 Vizepräsidentin der DFG; zuvor war sie fünf Jahre lang Mitglied im Senat der DFG. Sie ist Sprecherin des TRR 266 „Accounting for Transparency“ und unter anderem Mitglied im Lenkungsgremium des Netzwerks empirischer Steuerforschung des Bundesministeriums für Finanzen sowie Ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Caren Sureth-Sloane bringt über zwanzig Jahre Erfahrung in Editorial Boards hochklassiger internationaler Zeitschriften wie „European Accounting Review“ mit in ihr Engagement für ORE.
- Professor Dr. Markus Huff ist Professor für Angewandte Kognitionspsychologie an der Universität Tübingen sowie seit 2025 Stellvertretender Direktor des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen. Innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft engagiert er sich in leitender Funktion in der Leibniz Research Alliance Open Science. Er ist unter anderem Editorial Board Member der Zeitschrift „Scientific Reports“. Auch in seiner Forschung beschäftigt sich Markus Huff unter anderem mit Kernthemen wissenschaftlicher Offenheit, wie beispielsweise der Auswirkung von data sharing policies auf die Veröffentlichungspraxis.
- Amelya Keles Slevogt ist Doktorandin an der Charité Berlin im Bereich Experimentelle Neurologie und am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Berlin. Sie gehört als Mitgründerin dem Executive Board des Student Network for Open Science an, einer von Studierenden betriebenen Open-Science-Publikationsplattform mit offenen Begutachtungsverfahren. Amelya Keles-Slevogt vertritt als einziges Mitglied diese frühe Karrierestufe im SAB von Open Research Europe.
Alle für das Scientific Advisory Board eingegangenen Bewerbungen wurden nach einheitlichen Kriterien bewertet: Wissenschaftliche Exzellenz mit 60 Prozent, Erfahrung in der Herausgabe von Publikationen und Evaluationsverfahren mit 20 Prozent, „Committment to Open Science“ mit 20 Prozent. Bei der Auswahl der 22 Mitglieder wurden alle Wissenschaftsdisziplinen gemäß ihres Publikationsaufkommens berücksichtigt, sodass sieben Vertreter*innen aus den Naturwissenschaften (natural sciences), vier aus den Ingenieurwissenschaften (engineering and technology), vier aus den Sozialwissenschaften (social sciences), drei aus der Medizin und den Lebenswissenschaften (medical and health sciences), drei aus den Geisteswissenschaften (humanities) sowie eine Person aus den Agrarwissenschaften (agricultural sciences) im Gremium vertreten sind. Zudem wurde auf Geschlechterparität sowie eine angemessene Berücksichtigung von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen geachtet.
Kostenfreie Publikationsmöglichkeit für alle Wissenschaftler*innen in Deutschland – Einreichungen in Kürze möglich
Die Open-Access-Publikationsplattform „Open Research Europe“ (ORE) wird seit diesem Jahr durch die Forschungsinstitution CERN betrieben und von einem Verbund von Forschungs- und Förderorganisationen aus elf europäischen Ländern getragen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ist für Deutschland Vertragspartner im Verbund, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) übernimmt die Durchführung auf nationaler Ebene und die Mitwirkung in der ORE Funders’ Group sowie im Executive Committee in ihrer Funktion als Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft. Mit dieser Ausweitung der Trägerschaft wird für alle an deutschen Forschungseinrichtungen tätigen Wissenschaftler*innen die Möglichkeit geschaffen, unabhängig von einer Projektförderung die Plattform kostenfrei für die Open-Access-Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse zu nutzen.
In Kürze können Beiträge zur Veröffentlichung auf der Plattform eingereicht werden.
Weiterführende Informationen
Detaillierte Informationen zu (interner Link).
Die (externer Link) steht in Kürze für Einreichungen offen; dort finden Sie auch eine vollständige Liste der Mitglieder des Scientific Advisory Board von ORE.
Ansprechpersonen
| E-Mail: | ore@dfg.de |
| Telefon: | +49 (228) 885-2568 |
| E-Mail: | ore@dfg.de |
| Telefon: | +49 (228) 885-2009 |
Datenschutz
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