Information für die Wissenschaft Nr. 73 | 24. September 2026

Digitaler Wandel in den Wissenschaften

DFG ordnet aktuelle Entwicklungen ein und zeigt künftige Handlungsfelder auf

Verschieden hohe Balken stehen horizontal nebeneinander, darüber sind Zahlen im Kreis angeordnet. Die Ziffern sind blau und grün eingefärbt vor einem schwarzen Hintergrund.

© DFG / vectorbg.net (CC)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Papier „Digitaler Wandel in den Wissenschaften – Aktueller Stand und Perspektiven aus Sicht der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)“(externer Link) veröffentlicht. Darin ordnet sie zentrale Entwicklungen seit ihrem Impulspapier(externer Link) von 2020 ein und zeigt Perspektiven für Wissenschaft und Forschungsförderung auf.

Der digitale Wandel hat sich in den vergangenen Jahren zu einem strukturellen Transformationsprozess entwickelt, der nahezu alle Wissenschaftsbereiche erfasst. Digitale Technologien prägen zunehmend Forschungsprozesse und -methoden, wissenschaftliche Infrastrukturen, Formen der Zusammenarbeit sowie den Umgang mit Wissen. Einen besonderen Entwicklungsschub hat dabei die breite Verfügbarkeit generativer Künstlicher Intelligenz (KI) ausgelöst.

Das Papier nimmt wesentliche Entwicklungen der digitalen Forschungspraxis in den Blick. Dazu gehören Forschungsdaten und Forschungssoftware, KI, Automatisierung und digitale Zwillinge sowie Quantencomputing. Weitere Schwerpunkte bilden wissenschaftliche Informations- und Recheninfrastrukturen, Veränderungen im Umgang mit Wissen und neue Anforderungen an Kompetenz- und Wissensvermittlung. Zugleich thematisiert das Papier die wachsende Bedeutung digitaler Souveränität und resilienter wissenschaftlicher Infrastrukturen.

Aus Sicht der DFG ergeben sich daraus auch neue Anforderungen an Förderung und Finanzierung. Digitale Ressourcen und Infrastrukturen benötigen verlässliche Rahmenbedingungen und langfristige Perspektiven. Neben Publikationen gewinnen Forschungsdaten, Forschungssoftware, Modelle und digitale Workflows als wissenschaftliche Ergebnisse an Bedeutung. Gleichzeitig werden neue Kompetenzen und nachhaltige Karrierewege für wissenschaftlich und technisch qualifiziertes Personal benötigt, das digitale Ressourcen entwickelt, betreibt und weiterentwickelt.

Für ihr eigenes Handeln identifiziert die DFG sechs zentrale Handlungsfelder: die Förderung digitaler Grundlagen der Forschung, die Weiterentwicklung wissenschaftsadäquater Bewertungskriterien, die Stärkung des Austauschs zwischen Disziplinen und Communitys, die Mitgestaltung von Standards und Prinzipien der Qualitätssicherung, die Unterstützung nachhaltiger Personal- und Karrierewege sowie die Vertretung deutscher Wissenschaftsinteressen im Kontext digitaler Souveränität auf europäischer und internationaler Ebene.

Weiterführende Informationen 

Das Papier „Digitaler Wandel in den Wissenschaften – Aktueller Stand und Perspektiven aus Sicht der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)“ finden Sie hier: https://zenodo.org/records/22302944(externer Link)

Please refer to the website for an English version(interner Link) of this information.

Detaillierte Informationen zum Digitalen Wandel in den Wissenschaften finden Sie unter www.dfg.de/digitaler_wandel(interner Link).

Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle

Gruppe LIS
Gruppe MING
Gruppe LIS
Dr. Matthias Katerbow
E-Mail: matthias.katerbow@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2358
Gruppe MING
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E-Mail: Michael.Lentze@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2449

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