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Pressemitteilung Nr. 39 | 30. September 2022
DFG fördert drei neue Forschungsgruppen

Themen von Hautkrankheiten bis hin zur Bedeutung haushaltsinterner Entscheidungen für die Volkswirtschaft / Insgesamt rund 10,4 Millionen Euro für erste Förderperiode

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet drei neue Forschungsgruppen ein. Dies beschloss der Hauptausschuss der DFG auf Empfehlung des Senats. Die neuen Forschungsgruppen erhalten insgesamt rund 10,4 Millionen Euro inklusive einer 22-prozentigen Programmpauschale für indirekte Kosten aus den Projekten. Die neuen Verbünde werden maximal zweimal vier Jahre gefördert. Zusätzlich zu den drei Neueinrichtungen wurde die Verlängerung von acht Forschungsgruppen sowie einer Klinischen Forschungsgruppe für eine zweite Förderperiode beschlossen.

Forschungsgruppen ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Im Ganzen fördert die DFG damit zurzeit 186 Forschungsgruppen, 13 Klinische Forschungsgruppen und 15 Kolleg-Forschungsgruppen. Klinische Forschungsgruppen sind zusätzlich durch die enge Verknüpfung von wissenschaftlicher und klinischer Arbeit charakterisiert, während Kolleg-Forschungsgruppen speziell auf geistes- und sozialwissenschaftliche Arbeitsformen zugeschnitten sind.

Die neuen Verbünde im Einzelnen
(in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulen der Sprecherinnen und Sprecher):

Der auch in Hautzellen vorhandene Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor (AHR) hat eine wichtige Funktion für das Immunsystem; aber auch Krankheitsherde wie Tumore können sich ihn zunutze machen. Bisher ist nicht erforscht, wann AHR gesundheitsfördernd und wann gesundheitsschädlich wirkt. Hier setzt die Forschungsgruppe „Untersuchungen zur Ambivalenz des AHR-Signalweges in Hautkrankheiten“ an. Sie geht von der Hypothese aus, dass die Folgen einer AHR-Aktivierung in gesunder, entzündeter oder xenobiotisch gestresster Haut von Faktoren der entsprechenden Mikroumgebung abhängen. (Sprecher: Professor Dr. Jean Krutmann, Universität Düsseldorf)

Die Verteilung von Einkommen, Konsum und Vermögen in einer Volkswirtschaft basiert auf Entscheidungen, die in ihren einzelnen Haushalten getroffen werden. Ziel der Forschungsgruppe „Makroökonomische Implikationen von Intra-Haushalt-Entscheidungen“ ist es, die unterschiedlichen Konsum-, Beschäftigungs- oder Investitionsmöglichkeiten von einzelnen Haushaltsmitgliedern stärker als bisher zu berücksichtigen. Dabei untersuchen die Forscherinnen und Forscher, wie die haushaltsinternen Entscheidungen mit den wichtigsten Produktionsfaktoren – Arbeit, Kapital und Faktorproduktivität – und deren Verteilung interagieren. Zudem erweitert die Betrachtung haushaltsinterner Entscheidungen die Analyse der Kosten und des Nutzens wirtschaftspolitischer Reformen. (Sprecher: Professor Dr. Alexander Ludwig, Universität Frankfurt/Main)

Sie, mein, welcher: Als „Fürwörter“ sind Pronomen buchstäblich in aller Munde. Aber: Wie konkret werden sie im Alltag verwendet? Diese Frage nimmt die Forschungsgruppe „Praktiken der Personenreferenz: Personal-, Indefinit- und Demonstrativpronomen im Gebrauch“ in einer Kombination aus Grammatik und Sprachgebrauch systematisch in den Blick. Im methodischen Fokus steht dabei die linguistische Untersuchung aus synchroner und diachroner Perspektive, wobei pragmatische und soziokulturelle Aspekte miteinander verknüpft werden sollen. (Sprecher: Professor Dr. Wolfgang Imo, Universität Hamburg)

Die für eine zweite Förderperiode verlängerten Verbünde
(in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulen der Sprecherinnen und Sprecher und mit Verweisen auf die Projektbeschreibungen in der DFG-Internetdatenbank GEPRIS zur laufenden Förderung):

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

Ausführliche Informationen erteilen auch die Sprecherinnen und Sprecher der Verbünde.

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

Zu den Forschungsgruppen der DFG: