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Information für die Wissenschaft Nr. 97 | 22. Dezember 2022
DFG fördert den Ausbau wissenschaftlicher Geräteinfrastrukturen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

Thematisch vielfältige Förderungen von 15 Hochschulen in der Großgeräteaktion für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften 2022 mit einem Fördervolumen von insgesamt circa 14 Millionen Euro (zzgl. Programmpauschale)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Januar dieses Jahres zum zweiten Mal eine Großgeräteaktion für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) begonnen. Diese speziell auf HAW ausgerichtete Fördermaßnahme zielt darauf ab, vorhandene gute wissenschaftliche Geräteinfrastrukturen mit Blick auf erkenntnisorientierte Forschung gezielt zu ergänzen und auszubauen. Die Förderung erschließt, eingebettet in die strukturellen und wissenschaftlichen Schwerpunkte der Hochschulen, das Potenzial der Einrichtungen für die Forschung und will damit auch eine Basis für weitere DFG-Projekte legen. Im Rahmen der Großgeräteaktion wird die Beschaffung von wissenschaftlichen Geräten gefördert, zudem werden Mittel für Personal und weitere Maßnahmen bereitgestellt, um den Einsatz der Geräteinfrastrukturen für aktuelle Forschungsfragen zu stärken.

HAW konnten jeweils ein Vorhaben mit einem Antragsvolumen von bis zu 1 Million Euro und einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren bei der DFG einreichen. Die Ausschreibung 2022 ist erneut auf eine hohe Resonanz gestoßen: Es sind 71 Anträge mit einer großen thematischen und fachlichen Breite eingegangen. Im Jahr 2021 wurden 72 Vorhaben eingereicht, von denen 16 gefördert wurden. Alle Anträge wurden durch fachlich ausgewiesene Expertinnen und Experten auf Begutachtungssitzungen ausführlich diskutiert. Die Ergebnisse der Begutachtung wurden vom zuständigen Bewertungsgremium, dem Ausschuss für Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik zusammengeführt.

Der Hauptausschuss der DFG ist den resultierenden Förderempfehlungen gefolgt und hat die Förderung von 15 Anträgen von hervorragender Qualität beschlossen. Die Anträge zeichnen seines Erachtens ein facettenreiches Bild der HAW auf dem geräteinfrastrukturellen Sektor und dokumentieren das Forschungspotenzial der beteiligten Arbeitsgruppen. Die Förderentscheidungen bedeuten ein Fördervolumen von circa 14 Millionen Euro (zzgl. Programmpauschale), was einer Bewilligungsquote von 21,5 Prozent entspricht.

Die Veröffentlichung der Ausschreibung zu einer dritten Runde der Großgeräteaktion für Hochschulen für angewandte Wissenschaften wird im Januar 2023 erfolgen.

Gefördert werden die folgenden 15 Vorhaben (nach Standort sortiert):

  • Bielefeld FH: Konfokales Raman-Mikroskop (Antragsverantwortliche Person: Anant Patel)
  • Bochum HS: Messgeräteplattform & Sensorpaket zum hybriden Monitoring von Fließgewässern (Antragsverantwortliche Person: Christoph Mudersbach)
  • Bremen HSB: Gerätezentrum für multidisziplinäre Strukturanalyse – Environmental Elektronenmikroskopie zur Material- und Werkstoffcharakterisierung von komplexen Proben (Antragsverantwortliche Person: Jan-Henning Dirks)
  • Darmstadt hda: Störungsresistentes Raman-Spektrometer mit applikationsadaptierter Datenanalyse zur in situ/operando Diagnostik in chemischen Reaktoren und reaktiven Strömungen (Antragsverantwortliche Person: Dirk Geyer)
  • Eberswalde HNE: Computertomographisches Labor für datenbasierte Materialmodellierung und Werkstoffforschung für nachhaltiges Holzresourcenmanagement und effiziente Holzverwertung (Antragsverantwortliche Person: Luis Carlos Miranda Trujillo)
  • Frankfurt UAS: Modularer 1:1-Bauteilprüfstand (Antragsverantwortliche Person: Michael Horstmann)
  • Gießen THM: Multiport-Hochfrequenz-Workstation zur Entwicklung von Empfangs- und Sende-Systemarchitekturen in der Magnetresonanz-Bildgebung (Antragsverantwortliche Person: Boris Keil)
  • Hamburg HAW: Mobile MUltianalyseeinheit für STrömungen im Kontext von Power-to-X Technologien und Wasserstoffanwendungen (MUST) (Antragsverantwortliche Person: Alexandra Kameke)
  • Kaiserslautern HS: Charakterisierung von Werkstoffen und Strukturen mittels Rasterelektronenmikroskopie und EDX, EBSD sowie STEM Analytik (Antragsverantwortliche Person: Peter Starke)
  • Köthen HS Anhalt: Telops Hyper-Cam Airborne Mini – Eine Hyperspektralkamera für Thermales Infrarot (Antragsverantwortliche Person: Uwe Knauer)
  • Nürnberg TH: Mikro- und nanostrukturierte Funktionswerkstoffe (Antragsverantwortliche Person: Uta Helbig)
  • Reutlingen HS: Core Facility zur zerstörungsfreien Volumencharakterisierung für die Herstellung maßgeschneiderter hierarchisch strukturierter Hochleistungsmaterialien (Antragsverantwortliche Person: Andres Kandelbauer)
  • Sankt Augustin H-BRS: Analyseplattform für molekulare Mechanismen und zelluläre Funktionen (Antragsverantwortliche Person: Jörn Oliver Sass)
  • Stuttgart HFT: Good Vibrations (Antragsverantwortliche Person: Berndt Zeitler)
  • Ulm TH: Multi-Level-Testumgebung zur Untersuchung von Smart Grid-Systemen (Antragsverantwortliche Person: Gerd Heilscher)

Die geförderten Projekte werden in der GEPRIS-Datenbank der DFG erscheinen.

Zu Beginn des Jahres 2023 ist mit der Veröffentlichung der dritten Ausschreibung im Rahmen der Großgeräteaktion für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zu rechnen.

Weiterführende Informationen

Weitergehende an den Rahmenbedingungen von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen ausgerichtete Informationen zu DFG-Förderangeboten finden sich unter:

Ausführliche Informationen zur DFG-Förderung im Bereich Wissenschaftlicher Geräte und Informationstechnik finden sich unter:

Zur GEPRIS-Datenbank der DFG:

Ansprechperson zur Großgeräteaktion für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der DFG-Geschäftsstelle:

Hinweis:

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