Hürden in der Kooperation durch strukturelle Unterschiede: Fokus Objektsammlungen
Um den immer komplexer werdenden Anforderungen an die Bereitstellung und Nutzbarmachung von Daten gerecht zu werden, sind arbeitsteilige Prozesse in kooperativ betriebenen Strukturen häufig unabdingbar. Denn die digitale Forschungspraxis ist auf Daten angewiesen, die über Disziplinen- und Sektorengrenzen hinweg zugänglich und nutzbar sind.
Die DFG und viele andere Akteure beobachten allerdings, dass strukturelle Unterschiede zwischen Einrichtungen (z.B. in Bezug auf Größe, rechtliche Grundlagen, Betriebsmodell, Träger, Finanzierung, technische Voraussetzungen, Aufgabe und Ausrichtung) Kooperationen bzw. den kooperativen Betrieb von Infrastrukturen erschweren.
Unterschiede können zu Schwierigkeiten führen, beispielsweise bei der Einigung auf gemeinsame Standards, technische Anschlussfähigkeit, Nachnutzbarkeit, dem Austausch von Wissen und Erfahrungen.
Am Beispiel von Einrichtungen, die bisweilen sehr heterogene Objektsammlungen bewahren, wie etwa Museen, Universitäts- und Forschungssammlungen, aber auch einigen Bibliotheken, soll im Dialog herausgearbeitet werden, welche Optionen bestehen, um strukturelle Unterschiede auszugleichen und im besten Fall zu überwinden.
Warum dieser Fokus?
Objekthaltende Einrichtungen sind besonders stark von Unterschieden betroffen und Kooperationen können dadurch erschwert werden. Andere Akteure im Informationsinfrastruktursystem sind wesentlich weiter fortgeschritten, was zielorientierten Austausch und die Anbahnung von Kooperation angeht und können wertvolle Erfahrungen in den Dialog einbringen.