Transatlantische Wissenschaftskooperationen weiter stärken
DFG-Round Table in Washington: Expert*innen aus Wissenschaft und Politik beider Länder diskutierten die Rolle universitärer Netzwerke für zukünftige Partnerschaften
© DFG / Jeremy Norwood
Round Table in Washington
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Auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fand am 19. August in Washington D.C. der inzwischen dritte deutsch-amerikanische Round Table zur Stärkung der transatlantischen Wissenschaftsbeziehungen statt. Rund 35 hochrangige US-amerikanische und deutsche Expert*innen tauschten sich dabei über die grundlegende Bedeutung dieser Partnerschaften und die besondere Rolle, die Universitäten dabei spielen, aus.
Unter den Teilnehmer*innen befanden sich Vertreter*innen großer US-Wissenschaftsorganisationen, Förderagenturen, Verbände, akademische Einrichtungen und Universitäten sowie auf deutscher Seite die Spitzen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und Wissenschaftsminister*innen aus den Bundesländern, die im Rahmen einer Delegationsreise der Wissenschaftsministerkonferenz in die USA auch an der Jahrestagung des German Academic International Network (GAIN) in San Francisco teilnehmen.
Vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftspolitischer Entwicklungen in den USA und Europa sowie herausfordernder geopolitischer Bedingungen betonte DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker, dass auf beiden Seiten das Bekenntnis zu transatlantischen Forschungskooperationen ungebrochen stark sei. Universitäten seien dabei das Herzstück der beiden Wissenschaftssysteme. Dort entstünden nicht nur stets neue wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern sie bildeten auch die Wissenschaftler*innen und zukünftigen Staatsbürger*innen aus, jene Generation, deren Ideen, Kreativität und Verantwortung die technologische und gesellschaftliche Zukunft unserer Länder gestalten werde.
„Wir haben im Rahmen unseres Round Table in einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre sehr gute und inhaltsreiche Gespräche geführt. Dabei konnten wir oftmals an die beiden vorangegangenen DFG-Round Table anknüpfen. Formate wie dieses zeigen uns immer wieder, wie stark, verlässlich und belastbar die über Jahrzehnte gewachsene transatlantische Partnerschaft zwischen Wissenschaftler*innen in den USA und in Europa und hier insbesondere in Deutschland ist. Wir sind entschlossen, die deutsch-amerikanischen Wissenschaftsbeziehungen zu intensivieren und mit unseren Partnern und Freunden an den großen Herausforderungen unserer Zeit zu arbeiten“, sagte Becker.
© DFG / Jeremy Norwood
Round Table in Washington
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Die transatlantische Partnerschaft sei essenziell für Fortschritt und Innovation. Nur gemeinsam könne es gelingen, Wissenschaft und Forschung zu erhalten und weiter zu befördern, zum Wohle der Gemeinschaft. Ein offener Dialog und koordinierte Strategien seien dabei unerlässlich, um die Integrität der Forschungssysteme weltweit zu gewährleisten, so die DFG-Präsidentin weiter.
Vertreter*innen aus beiden Ländern betonten, dass die transatlantische Partnerschaft von großem gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung geprägt sei. Es bestehe ein gemeinsames Verständnis der Bedeutung von Wissenschaft und ihren Aufgaben und Zielsetzungen in der Welt. Dazu gehöre es, Antworten auf die globalen Fragen zu entwickeln, deren Lösung gemeinsam anzugehen und dabei für einen vernunftgeprägten Diskurs in einer freien und offenen Gesellschaft zu werben.
Der Round Table startete mit einem Impuls aus der Hochschulforschung zur besonderen Rolle der Universitäten beider Partnerländer beim Ausbau strategischer Allianzen. Professorin Dr. Anna Kosmützky, die am Leibniz Forschungszentrum Wissenschaft und Gesellschaft der Universität Hannover unter anderem zur Wettbewerbspositionierung von Universitäten im internationalen Vergleich forscht, betonte dabei die zunehmende Bedeutung strategischer Kooperationen für ein transnationales Wissenschaftssystem.
Wie viele der anwesenden Expert*innen hervorhoben, könnten Universitäten und universitäre Netzwerke, wie beispielsweise die Exzellenzcluster im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder aufgrund persönlicher Kontakte und vertrauensvoll gewachsener Kooperationen in Zukunft eine noch stärkere Rolle spielen. Hervorgehoben wurden zudem die Unabhängigkeit der Wissenschaft sowie die Bedeutung individueller Mobilität über alle Karrierestufen hinweg, wie sie unter anderem durch die Global Minds Initiative Germany der Bundesregierung gefördert wird.
An der Veranstaltung nahm ein breites Spektrum an Akteuren beider Länder teil. Das große Interesse der Politik aus Deutschland zeigt dabei aus Sicht der DFG, wie zentral die transatlantischen Beziehungen für den Bund und die Bundesländer sind. Das gemeinsame Engagement für die Förderung wissenschaftlicher Exzellenz findet Ausdruck auch in strategischen Verbünden – eine wichtige Grundlage für Deutschlands Rolle als starker internationaler Wissenschaftspartner.
Im Einzelnen waren aus Deutschland neben der DFG die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft sowie Vertreter*innen deutscher Hochschulen und der U15 beteiligt. Aus den USA nahmen etwa Repräsentant*innen der National Science Foundation, der American Association for the Advancement of Science, des National Council of University Research Administrators, der U.S. National Academies of Science, der Association of American Universities teil sowie Vertreter*innen US-amerikanischer Universitäten, wie beispielsweise der Harvard University, der Arizona State University, der George Mason University und der University of Chicago. Aus der deutschen Politik nahmen im Rahmen einer Delegationsreise der Wissenschaftsministerkonferenz Minister*innen aus den Ländern Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und dem Saarland am DFG-Round Table teil.
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