Information für die Wissenschaft Nr. 57 | 6. August 2026

Herausragende Forscher*innen neu in der Emmy Noether-, Heisenberg- und Reinhart Koselleck-Förderung

Themen von Prävention der Metastasierung über Indikatoren für Bewusstsein in künstlichen Systemen bis zu Aufgeschlossenheit gegenüber kultureller Vielfalt im sozialen und politischen Alltag

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2026 22 Wissenschaftler*innen neu in die Emmy Noether-Förderung, 16 in die Heisenberg-Förderung und einen in die Reinhart Koselleck-Förderung aufgenommen.

Das Emmy Noether-Programm richtet sich an hervorragend qualifizierte Postdocs sowie befristet beschäftigte Juniorprofessor*innen in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere. Es ermöglicht ihnen, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Emmy Noether-Gruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.

Das Heisenberg-Programm steht Wissenschaftler*innen offen, die bereits die Voraussetzungen erfüllen, um auf eine unbefristete Professur berufen zu werden. Es ermöglicht den Forscher*innen, an einem Ort ihrer Wahl eigene hochkarätige Projekte fortzusetzen und ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern, um sich so innerhalb von bis zu fünf Jahren auf eine wissenschaftliche Leitungsfunktion vorzubereiten.

Reinhart Koselleck-Projekte werden an Wissenschaftler*innen vergeben, die sich durch exzellente wissenschaftliche Leistungen ausgewiesen haben. Die Förderung bietet ihnen die Möglichkeit, innerhalb von fünf Jahren ein besonders innovatives oder im positiven Sinne risikobehaftetes Forschungsvorhaben durchzuführen.

Die 22 neu Geförderten im Emmy Noether-Programm

(in alphabetischer Reihenfolge der Geförderten; Personen, die im oben genannten Quartal bereits in die Förderung aufgenommen wurden, aber die Ortswahl zur Ansiedlung der Emmy Noether-Gruppe noch treffen müssen, werden in einer der nächsten Informationen für die Wissenschaft mit dem dann feststehenden Ort aufgeführt):

  • Dr. Apoorva Baluapuri, „Transkriptions-Elongationsfaktoren als Schutzmechanismen gegen durch doppelsträngige RNA induzierte Toxizität“, Helmholtz Zentrum München

  • Dr. Tom Beneke, „LeishMove – Erforschung der Leishmanien-Faktoren, die die Streuung im Wirt regulieren“, Universität Würzburg

  • Dr.-Ing. Julian Berberich, „Systemtheorie von Quantenalgorithmen: Grundlagen und Anwendungen auf verrauschte Quantencomputer“, Universität Stuttgart

  • Dr. Maik Christian Bischoff, „Mesenchymale Formgebung als Treiber chiraler Organentwicklung“, Universität Münster

  • Dr. Andreas Alexander Buchheit, „Graphen-Zeta-Methoden zur effizienten Simulation von Quantensystemen mit langreichweitigen Wechselwirkungen“, Universität Tübingen

  • Dr. Christoph Dworschak, „Die Alltäglichen Hüter der Autokratie: Eine Untersuchung der Ursachen und Folgen des Umgangs von Sicherheitskräften mit Widerstandsbewegungen“, Universität Frankfurt/M.

  • Professorin Dr. Lea Elsässer, „Klassenrepräsentation und die Professionalisierung von Politik: Karriereverläufe und politische Ungleichheit in vergleichender Perspektive (ClassRep)“, Universität Frankfurt/M.

  • Dr. Max Stephen Farnworth, „Entwicklungsbiologische Prinzipien der Evolution von neuronalen Abstammungslinien, Zelltypen und Schaltkreisen“, Universität Mainz

  • Dr. Yannick Franzke, „Generalisierte fermionische Funktionale für die Spektroskopie von Molekülen und Materialien“, Karlsruher Institut für Technologie

  • Dr. Maximilian Friedrich, „Computer Vision Motographie: Ein systemischer Ansatz zur Transformation neurologischer Beobachtung in digitale Biomarker“, Universitätsklinikum Ulm

  • Dr. Mathias Girbig, „Molekulare Evolution der eukaryotischen Nukleinsäure‑Prozessierungs‑Maschinerie“, Universität Würzburg

  • Dr. Jan Gerrit Horstmann, „Ramanonik: Ultraschnelles Schalten von Domänen und Phasen durch Raman-Kräfte“, Universität Würzburg

  • Robin Janik Jeschke Sroka Ph.D., „Kohomologie and K-Theorie: eine Untersuchung neuer Verbindungen“, Universität Münster

  • Dr. Christina Mayerhofer, „Definition von Angriffspunkten durch Metabolomics und Translatom-Profiling zur Überwindung der Chemotherapieresistenz bei akuter myeloischer Leukämie“, Universitätsklinikum Freiburg

  • Dr. Michael Meyer, „IMPACT: Isogenien – von Mathematischen Prinzipien zu Angewandten Kryptographischen Tools“, Universität Regensburg

  • Dr. Laura Niermann, „Inversion der dynamischen Beugung für die 3D-Rekonstruktion von mesoskopischen und mikroskopischen Feldern“, TU Berlin

  • Dr. Maria Veronica Pravata Ph.D., „Glykosylierung als regulatorischer Code bei Krankheiten und in der Entwicklung des menschlichen Gehirns“, Universität Erlangen-Nürnberg

  • Dr. Sina Schorn, „Methankreislauf im Küstenmeer: Eine Neubetrachtung mikrobieller Prozessraten, Stoffwechselwege und deren Veränderungen durch den Klimawandel“, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

  • Professorin Julia Schulte-Cloos Ph.D, „Aufgeschlossenheit gegenüber kultureller Vielfalt im sozialen und politischen Alltag“, Universität Marburg

  • Dr.-Ing. Benjamin Spetzler, „Hybrid-KI Modellierung für elektronische Bauelemente der nächsten Generation“, Universität Kiel

  • Dr. Raphael Mario Steiner, „Struktur in komplexen Graphen“, Universität Bonn

  • Dr. Christoph Steinert, „Zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und staatliche Repression“, Universität Konstanz

Die 16 neu Geförderten im Heisenberg-Programm 

(in alphabetischer Reihenfolge der Geförderten; Personen, die im oben genannten Quartal bereits in die Förderung aufgenommen wurden, bei denen aber noch die Wahl der Heisenberg-Variante und des Ortes aussteht, werden in einer der nächsten Informationen für die Wissenschaft mit dem dann feststehenden Ort aufgeführt. Im Heisenberg-Programm ist mit dem Modul Stipendien eine Förderung auch im Ausland möglich):

  • Professorin Maria Chernysheva Ph.D., „Ausgestalten der Dynamik ultrakurzer Pulse in Faserlasern im mittleren Infrarotbereich“, Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT), Jena

  • Dr. Gaetano Gargiulo, „Molekulare Onkologie“, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin

  • Wilko Graf von Hardenberg Ph.D., „Umweltgeschichte des Wissens“, Universität Potsdam

  • Professor Dr. Alexander Hinz, „Molekulare Funktionsmaterialien basierend auf sterisch abgeschirmten Komplexverbindungen des s-, p- und f-Blocks“, Universität Jena

  • Dr. Florian Kirchschlager, „Staubzerstörung durch Supernova-Schockwellen“, Universität Hamburg

  • Professor Dr. Roman Köster, „Transdisziplinäre Ressourcen der Wirtschaftsgeschichte“, Universität der Bundeswehr München

  • Dr. Matthias May, „Spektroelektrochemisch gesteuerte Erzeugung, Kontrolle und Verständnis von komplexen, hoch geordneten elektrochemischen Grenzflächen“, Universität Tübingen

  • Privatdozent Dr. Niels Penke, „Popularisierung und Dauer“, Universität Siegen

  • Dr. Juliane Schaer, „BATMAL – Fledermaus-Malaria-Parasiten (Haemosporida) – Untersuchung vielfältiger Wirt-Parasiten-Systeme“, HU Berlin

  • Professor Dr. Jan Michael Schuller, „Strukturelle Mikrobiologie der bioenergetischen Maschinerie in Methanoarchaea“, Universität Marburg

  • Privatdozent Dr. Alexey Tikhomirov, „Migrantengepäck: Materialität und jüdische Migration aus dem Russländischen Imperium in die Neue Welt (1880–1920)“, Universität Bielefeld

  • Professor Dr. Yuri Tolkach, „Digitale Pathologie und Künstliche Intelligenz für Optimierung der Diagnostik und Behandlung von Patient*innen mit malignen Tumoren“, Universitätsklinikum Köln

  • Dr. Tanya Tyagunova, „Wissenskonstitution und Lernen in der Interaktion. Praxeologische Studien zu epistemischen Praktiken der Schule und Hochschule“, Universität Halle-Wittenberg

  • Dr. Daniel Verscharen, „Stöße in stoßfreien Plasmen: die kinetische Physik des Transports und Transfers von Energie“, Universität Bochum

  • Dr. Wanja Wiese, „Künstliches Bewusstsein: Indikatoren für Bewusstsein in künstlichen Systemen“, Universität Bonn

  • Dr. Igor Zlotnikov, „Physik der biologischen Materialien“, TU Dresden

Das neu geförderte Reinhart Koselleck-Projekt

Professor Dr. Christoph Klein, „Die Prävention der Metastasierung: Molekulare, funktionale und therapeutische Charakterisierung von unerwarteten Parallelen zwischen der Embryonalentwicklung und der Metastasierung“, Universität Regensburg

Weiterführende Informationen 

Hier finden Sie Informationen zum Emmy Noether(interner Link)- und zum Heisenberg-Programm(interner Link) sowie zu den Reinhart Koselleck-Projekten(interner Link).

Hier finden Sie die fachzuständigen Kontaktpersonen(interner Link) in der Geschäftsstelle.

Ansprechpersonen zu Verfahrensfragen

Emmy Noether-Programm
Heisenberg-Programm
Reinhart Koselleck-Projekte
Emmy Noether-Programm
Verena Aust
E-Mail: verena.aust@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-3191
Heisenberg-Programm
Nils Föhles
E-Mail: nils.foehles@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2078
Reinhart Koselleck-Projekte
Dr. Wibke Heinecke
E-Mail: wibke.heinecke@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2919