Information für die Wissenschaft Nr. 30 | 5. Mai 2026

Herausragende Forscher*innen neu in der Emmy Noether-, Heisenberg- und Reinhart Koselleck-Förderung

Themen von Rohstoffverwaltungsrecht in der transnationalen Konstellation über angeborene Immunregulation bis zu Nanopartikeln als Shuttles

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2026 25 Wissenschaftler*innen neu in die Emmy Noether-Förderung, 15 in die Heisenberg-Förderung und drei in die Reinhart Koselleck-Förderung aufgenommen.

Das Emmy Noether-Programm richtet sich an hervorragend qualifizierte Postdocs sowie befristet beschäftigte Juniorprofessor*innen in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere. Es ermöglicht ihnen, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Emmy Noether-Gruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.

Das Heisenberg-Programm steht Wissenschaftler*innen offen, die bereits die Voraussetzungen erfüllen, um auf eine unbefristete Professur berufen zu werden. Es ermöglicht den Forscher*innen, an einem Ort ihrer Wahl eigene hochkarätige Projekte fortzusetzen und ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern, um sich so innerhalb von bis zu fünf Jahren auf eine wissenschaftliche Leitungsfunktion vorzubereiten.

Reinhart Koselleck-Projekte werden an Wissenschaftler*innen vergeben, die sich durch exzellente wissenschaftliche Leistungen ausgewiesen haben. Die Förderung bietet ihnen die Möglichkeit, innerhalb von fünf Jahren ein besonders innovatives oder im positiven Sinne risikobehaftetes Forschungsvorhaben durchzuführen.

Die 25 neu Geförderten im Emmy Noether-Programm

(in alphabetischer Reihenfolge der Geförderten; Personen, die im oben genannten Quartal bereits in die Förderung aufgenommen wurden, aber die Ortswahl zur Ansiedlung der Emmy Noether-Gruppe noch treffen müssen, werden in einer der nächsten Informationen für die Wissenschaft mit dem dann feststehenden Ort aufgeführt):

  • Dr. Alexander Biederstädt, „Synthetisch-biologisch entwickelte CAR-iNKT- und CAR-γδ-T-Zellen für die Krebsimmuntherapie: Ein systematischer multimodaler CRISPR-Entdeckungsansatz“, TU München, Klinikum

  • Dr. Christopher Carnie, „NU-MAGIC: Nukleotidstoffwechsel und Genomstabilität bei Krebs“, Universitätsklinikum Heidelberg

  • Dr. Juan Carlos De la Concepcion, „Zelluläre und strukturelle Mechanismen der Pflanzeninvasion durch Pilzpathogene“, Universität Tübingen

  • Dr. Sofia Doello, „Metabolische Grundlage von Entwicklungsübergängen“, LMU München

  • Dr. Jan Dreier, „UNISTRUC: Vereinheitlichung struktureller Grundlagen der Algorithmik“, Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering, Potsdam

  • Dr. Iniobong Essien, „Jenseits der Dyade: Ein sozial‑ökologisches Modell kontextbasierter Disparitäten bei schulischen Disziplinarmaßnahmen“, Universität Lüneburg

  • Dr. Andreas Gutmann, „Verfügbarmachung – Verteilung – Regulierung: Das Rohstoffverwaltungsrecht in der transnationalen Konstellation“, Universität Kassel

  • Dr. Dominik Hangleiter, „Physikalisch eingeschränktes Quantenrechnen“, Universität Köln

  • Nikolai Pirmin Jaschke Ph.D., „Entschlüsselung eines interozeptiven Signalpfades zur Steuerung der Nahrungsproteinaufnahme im Rahmen des Genesungsprozesses“, Universitätsklinikum Hamburg

  • Dr. Shinwan Kany, „Risikostratifizierung für Vorhofflimmern und Herzschwäche bei Menschen mit seltenen Kardiomyopathie-Genvarianten mithilfe neuer Methoden“, Universitätsklinikum Hamburg

  • Dr. Clara Elisabeth Leitgeb, „LHC-Messungen für die Modellierung von durch Kosmische Strahlung Induzierten Atmosphärischen Teilchenschauern“, HU Berlin

  • Dr. Johannes Mitscherling, „Geometrische Quantenmaterie“, Universität Würzburg

  • Dr. Christof Nägel, „Jugendliche, Schulen und Polizei: Zur Prävention von Jugenddelinquenz in vielfältigen Gesellschaften (JUSUP)“, Universität Köln

  • Dr. Martina Laura Ojeda, „Wie breit ist das Higgs? Überwindung von Grenzen bei der Messung der Zerfallsrate des Higgs-Bosons“, Deutsches Elektronen-Synchrotron, Hamburg

  • Dr. Fabian Rupp, „Biegungsgesteuerte geometrische Variationsprobleme: Singularitäten, Dynamik und nichtlokale Effekte“, Universität Freiburg

  • Dr. Sebastian Scheich, „Entschlüsselung der Rolle von Glykosylierungsmechanismen in humanen Lymphomen“, Universitätsklinikum Frankfurt/M.

  • Isabel Sarah Schiller Ph.D., „Von unidirektionaler zu interaktiver Kommunikation: Einfluss von Stimme und Hintergrundlärm auf das Zuhören und Sprechen“, RWTH Aachen

  • Dr. Katja Schmalenberger, „Zyklische Verschlechterung psychischer Störungen im natürlichen Menstruationszyklus: Eine transdiagnostische, longitudinale Kohortenstudie“, Universitätsklinikum Ulm

  • Dr. Clara Schneidewind, „TrustButVerified: Verifikation von Systemen Verteilten Vertrauens“, MPI für Sicherheit und Privatsphäre, Bochum

  • Dr. Stephan Spiekman, „Ursprünge der Schildkröten: Eine neuartige ontogenetische, biomechanische und phylogenetische Perspektive“, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart

  • Professor Dr. Felix Strieth-Kalthoff, „Radikalreaktionen durch Innensphären-Elektronentransfer: Von mechanistischem Verständnis zum Design basismetallkatalysierter Funktionalisierungen“, Universität Wuppertal

  • Professorin Dr. Farsane Tabataba-Vakili, „Magnetische und multiferroische Exzitonen und Polaritonen“, TU Braunschweig

  • Dr. Johannes Tölle, „Verständnis der Entstehung elektronischer und magnetischer Eigenschaften in molekularen Quantenmaterialien“, Universität Hamburg

  • Xhek Turkeshi Ph.D., „Digitale Quantenmaterie im Nicht-Gleichgewicht“, Universität Köln

  • Dr. Tingxiang Zou, „Das Elekes-Szabó-Problem in höheren Dimensionen“, Universität Bonn

  • Zu den 15 im Rahmen der KI-Initiative kürzlich bewilligten neuen Emmy-Noether-Gruppen zu KI-Methoden siehe Pressemitteilung Nr. 10 vom 1. April(interner Link).

Die 15 neu Geförderten im Heisenberg-Programm 

(in alphabetischer Reihenfolge der Geförderten; Personen, die im oben genannten Quartal bereits in die Förderung aufgenommen wurden, bei denen aber noch die Wahl der Heisenberg-Variante und des Ortes aussteht, werden in einer der nächsten Informationen für die Wissenschaft mit dem dann feststehenden Ort aufgeführt. Im Heisenberg-Programm ist mit dem Modul Stipendien eine Förderung auch im Ausland möglich):

  • Privatdozent Dr. Armin Bergmeier, „Kunstgeschichte als Kulturerbeforschung: Kontinuität, Zeit und Wissen im östlichen Mittelmeerraum (und darüber hinaus)“, Universität Passau

  • Professorin Lidia Bosurgi Ph.D., „Angeborene Immunregulation“, Universitätsklinikum Hamburg

  • Dr. Magnus Richard Buchner, „Die Chemie des Berylliums: Grundlagen, Anwendung und Rückschlüsse auf die Reaktivität anderer Elemente“, Universität Marburg 

  • Dr. Johannes Carl, „Ganzheitliche Entwicklung für gesundheitsförderliche körperliche Aktivität auf globaler Ebene“, TU München 

  • Privatdozent Dr. Alexander Free, „Menschliches Miteinander in der Stadt und im Kloster. Studien zu rechtlichen und sozialen Interaktionen von Menschen zwischen Hellenismus und Spätantike“, Universität Freiburg

  • Professorin Dr. Irina Gradinari, „Cinéfemmes – zur Poetik der Interventionen“, Universität Trier 

  • Privatdozent Dr. Thomas Kuhn-Treichel, „Körper, Emotion, Sprache“, Universität Bonn 

  • Professor Andrea Mairani Ph.D., „Translationale Medizinphysik für die Partikeltherapie“, Universitätsklinikum Heidelberg

  • Professorin Dr. Bettina Papenburg, „Medienepistemologie und digitale Wissenskulturen“, Universität Regensburg

  • Dr. Anneli Peters, „Mechanismen der Zusammenarbeit und Aktivierung autoreaktiver T- und B-Zellen in der ZNS Autoimmunität“, LMU München, Klinikum

  • Andrey Pravdivtsev Ph.D., „Nichtinvasive molekulare Echtzeit-MRT: Ein Sprung in der biomedizinischen Bildgebung (Biomed-mMRI)“, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel

  • Dr. Tobias Rupprecht, „Antikoloniales Imperium. Russland in der Globalgeschichte seit dem 19. Jahrhundert“, HU Berlin

  • Dr. Susanne Schregel, „Über Grenzen hinweg: Internationale Initiativen für soziale Veränderung im 19. und 20. Jahrhundert“, Universität Köln 

  • Privatdozent Dr. Jörg Sonntag, „Kulturträger des Mittelalters in Perspektive: Das Alte Testament im Kirchenrecht und die Grammatik des Haares“, Universität Bielefeld

  • Privatdozentin Dr. Viola Thimm, „Gender, Queer, Islam: Transregionale Rekonfigurationen Muslimischer Pilger*innenschaft“, Universität Erlangen 

Die drei neu geförderten Reinhart Koselleck-Projekte

(in alphabetischer Reihenfolge der Einrichtungen der Geförderten):

  • Professor Dr. Claus Feldmann, „Nanopartikel als Shuttles zur Legierung nicht-mischbarer unedler Metalle“, Karlsruher Institut für Technologie

  • Professor Dr. Robert Grosse, „Nukleäre Aktinpolymerisation in der Steroidhormon-Rezeptor Signaltransduktion“, Universität Freiburg

  • Professor Dr. Christoph Siegfried Niki Klose, „Die neuronale Regulation der epithelialen Differenzierung steuert Typ-2-Immunantworten an Schleimhäuten“, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Weiterführende Informationen 

Hier finden Sie Informationen zum Emmy Noether(interner Link)- und zum Heisenberg-Programm(interner Link) sowie zu den Reinhart Koselleck-Projekten(interner Link).

Hier finden Sie die fachzuständigen Kontaktpersonen(interner Link) in der Geschäftsstelle.

Datenschutz

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Ansprechpersonen zu Verfahrensfragen in der DFG-Geschäftsstelle, Gruppe Qualitäts- und Verfahrensmanagement

Emmy Noether-Programm
Heisenberg-Programm
Reinhart Koselleck-Projekte
Emmy Noether-Programm
Verena Aust
E-Mail: verena.aust@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-3191
Heisenberg-Programm
Nils Föhles
E-Mail: nils.foehles@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2078
Reinhart Koselleck-Projekte
Dr. Wibke Heinecke
E-Mail: wibke.heinecke@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2919