Information für die Wissenschaft Nr. 14 | 18. Februar 2026

Herausragende Forscher*innen neu in der Emmy Noether-, Heisenberg- und Reinhart Koselleck-Förderung

Themen von sozialer Ungleichheit in alternden Gesellschaften über die geodynamische Entwicklung des Mondes und Merkurs bis zu den Wechselwirkungen zwischen Makrophagen und Influenza-A-Viren

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2025 22 Wissenschaftler*innen neu in die Emmy Noether-Förderung, zehn in die Heisenberg-Förderung und zwei in die Reinhart Koselleck-Förderung aufgenommen.

Das Emmy Noether-Programm richtet sich an hervorragend qualifizierte Postdocs sowie befristet beschäftigte Juniorprofessor*innen in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere. Es ermöglicht ihnen, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Emmy Noether-Gruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.

Das Heisenberg-Programm steht Wissenschaftler*innen offen, die bereits die Voraussetzungen erfüllen, um auf eine unbefristete Professur berufen zu werden. Es ermöglicht den Forscher*innen, an einem Ort ihrer Wahl eigene hochkarätige Projekte fortzusetzen und ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern, um sich so innerhalb von bis zu fünf Jahren auf eine wissenschaftliche Leitungsfunktion vorzubereiten.

Reinhart Koselleck-Projekte werden an Wissenschaftler*innen vergeben, die sich durch exzellente wissenschaftliche Leistungen ausgewiesen haben. Die Förderung bietet ihnen die Möglichkeit, innerhalb von fünf Jahren ein besonders innovatives oder im positiven Sinne risikobehaftetes Forschungsvorhaben durchzuführen.

Die 22 neu Geförderten im Emmy Noether-Programm

(in alphabetischer Reihenfolge der Geförderten; Personen, die im oben genannten Quartal bereits in die Förderung aufgenommen wurden, aber die Ortswahl zur Ansiedlung der Emmy Noether-Gruppe noch treffen müssen, werden in einer der nächsten Informationen für die Wissenschaft mit dem dann feststehenden Ort aufgeführt):

  • Professor Dr. Amr Alanwar, „Theorie und Anwendungen der Erreichbarkeitsanalyse im diskreten Raum“, TU München

  • Dr. Mohanned Alhussien, „Gentechnisch veränderte Hühner als Werkzeuge zur Untersuchung der Interferon-Funktionen in der Immunität“, TU München

  • Ariane Bertogg Ph.D., „Soziale Ungleichheiten in Alternden Gesellschaften: Vereinbarkeit in der zweiten Lebenshälfte und ihre (ungleichen) Konsequenzen für Gesundheit und Partizipation. Eine vergleichende Wohlfahrtsstaatenanalyse“, Universität Konstanz

  • Dr. Matthias Blessing, „ARIMAS – Aride Umwelten und die Anpassungsstrategien moderner Menschen“, Universität Köln

  • Dr. Adrien Broquet, „Die geodynamische Entwicklung des Mondes und Merkurs, enträtselt durch ihre vulkanotektonischen Strukturen und das Schwerefeld“, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Berlin

  • Dr. Elias Buchetmann, „Republikanerinnen transnational: Die Verbreitung von Freiheitsideen im Zeitalter der Revolutionen“, Universität Rostock

  • Dr. Kevin Ciminski, „MAC'n FLU: Entschlüsselung der Wechselwirkungen zwischen Makrophagen und Influenza-A-Viren, Reaktionen der Wirtszelle und Kontrolle der Infektion“, Universitätsklinikum Freiburg

  • Joshua David Frenster Ph.D., „Entschlüsselung der Mechanismen des Zellwettbewerbs in der embryonalen Entwicklung mittels Gastruloiden, krebsresistenter Spezies und humaner 3D-Modelle“, Universität Freiburg

  • Professor Dr. Michael Hahn, „Verständnis und Überwindung architektureller Beschränkungen neuronaler Sprachmodelle“, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

  • Dr. Franz-Lucas Haut, „Aufbau multidimensionaler chemischer Strukturen ausgehend von Thiophenderivaten“, FU Berlin

  • Professorin Dr. Gabriele Hierlmeier, „Ein-, Zwei- und Multi-Elektronentransformationen mit Titan(IV): Gezielte Steuerung der reduktiven Eliminierung zur Umwandlung von kleinen Molekülen in wertvolle Synthesebausteine“, Universität Würzburg

  • Dr. Viktoria Knoll, „Gender: Sprache und Metaphysik (GLAM)“, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

  • Dr. Julia Kolter, „Entschlüsselung von Neuro-Immuninteraktionen und ihrer funktionellen Bedeutung in der Haut“, Universitätsklinikum Freiburg

  • Dr. Yangfan Peng, „Prinzipien lokaler synaptischer Konnektivität als Grundlage motorischer kortikaler Populationsdynamik“,  Charité – Universitätsmedizin Berlin

  • Dr. Jens Puschhof, „Entschlüsselung der epithelialen Transformation durch Darmbakterien in Vorstufen kolorektaler Tumoren“, DKFZ, Heidelberg

  • Dr. Hans Roth, „Brechts Gespenster – Theaterwissenschaftliche Theoriebildung im Ausgang des (Post-)Marxismus“, Universität Mainz

  • Christian Scharrer Ph.D., „Willmore-Flächen mit vorgeschriebener normalisierter mittlerer Krümmung: Asymptotisches Verhalten bei großem Geschlecht“, Universität Bonn

  • Dr. Ali Seleit Ph.D., „Genetik der Embryonalentwicklungszeitsteuerung und Größenkontrolle bei Wirbeltieren“, Universität Freiburg

  • Dr. Daniela Stoltenberg, „Ortsbasierte Themenöffentlichkeiten: Die Neuordnung lokaler Öffentlichkeiten in einer digitalisierten und globalisierten Welt“, Weizenbaum-Institut, Berlin

  • Dr. Kevin Synnatschke, „Steuerung magnetooptischer Eigenschaften in Schichtkristallen durch spannungsgesteuerte molekulare Interkalation“, RWTH Aachen

  • Dr. Esma Ugur, „Entschlüsselung multiskaliger Heterogenitäten in Perowskiten für die Entwicklung beständiger und leistungsstarker Optoelektronik“, LMU München

  • Professor Dr. Alexander Wuttke, „Erwartbar widersprüchlich: Mit KI das demokratische Denken kartieren“, LMU München

Die zehn neu Geförderten im Heisenberg-Programm 

(in alphabetischer Reihenfolge der Geförderten; Personen, die im oben genannten Quartal bereits in die Förderung aufgenommen wurden, bei denen aber noch die Wahl der Heisenberg-Variante und des Ortes aussteht, werden in einer der nächsten Informationen für die Wissenschaft mit dem dann feststehenden Ort aufgeführt. Im Heisenberg-Programm ist mit dem Modul Stipendien eine Förderung auch im Ausland möglich):

  • Professorin Dr. Margret Bülow, „Kommunikation zwischen Organellen in der Physiologie von Neuronen und in der Sekretierung von Neuropeptiden“, Universität Potsdam

  • Privatdozentin Dr. Denisa Butnaru, „Ambivalente Materialitäten: Wie menschliche Körper im Spannungsfeld von Fakten und Artefakten in Gesundheits- und Militärräumen navigieren“, Universität Freiburg

  • Dr. Tinatin Chronz, „Herstellung und Weihe des liturgischen Duftöls (Myron) als christliches Sakrament und Instrument hierarchischer Ambitionen in den Kirchen byzantinischen Tradition“, Universität Würzburg

  • Dr. Johannes Gerschewski, „Demokratische Selbstverteidigung in Zeiten von Autokratisierung“, Wissenschaftszentrum Berlin

  • Privatdozent Dr. Magnus Ressel, „Schlüsselakteure des Alten Reichs im transatlantischen Sklavenhandel des 17. und 18. Jahrhunderts“, Universität Bremen

  • Professor Dr. Frank Siegert, „Simulation und Messung der seltensten Streuprozesse – Forschung an der Schnittstelle zwischen theoretischer und experimenteller Teilchenphysik“, TU Dresden

  • Privatdozent Dr. Niels Skovgaard-Olsen, „Fortgeschrittene Studien zu Normkonflikten und dem Problem der Arbitration“, Universität Freiburg

  • Dr. Jonas Stelzig, „Topologische Methoden und die ddbar-Gleichung auf komplexen Mannigfaltigkeiten“, LMU München

  • Professorin Dr. Venera Weinhardt, „Schnelle, hochauflösende und quantitative Röntgenbildgebung zur Darstellung der Zellarchitektur“, KIT Karlsruhe

  • Dr. Mario Wenzel, „Resilienzprozesse im Alltag“, Universität Wuppertal

Die zwei neu geförderten Reinhart Koselleck-Projekte

(in alphabetischer Reihenfolge der Einrichtungen der Geförderten):

  • Professor Dr. Wolf-Bernd Frommer, „Molekulare Basis der Kolonisierung des pflanzlichen Xylems durch pathogene Bakterien“, Universität Düsseldorf

  • Professor Dr. Mikael Jakob Simons, „Molekulare Mechanismen des Lipoprotein-(Dys)Metabolismus im zentralen Nervensystem“, TU München

Weiterführende Informationen 

Hier finden Sie Informationen zum Emmy Noether(interner Link)- und zum Heisenberg-Programm(interner Link) sowie zu den Reinhart Koselleck-Projekten(interner Link).

Hier finden Sie die fachzuständigen Kontaktpersonen(interner Link) in der Geschäftsstelle.

Ansprechpersonen

zu Verfahrensfragen in der DFG-Geschäftsstelle, Gruppe Qualitäts- und Verfahrensmanagement

Emmy Noether-Programm
Heisenberg-Programm
Reinhart Koselleck-Projekte
Emmy Noether-Programm
Verena Aust
E-Mail: verena.aust@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-3191
Heisenberg-Programm
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E-Mail: nils.foehles@dfg.de
Telefon: +49 (228) 885-2078
Reinhart Koselleck-Projekte
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