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Nationale Forschungsdateninfrastruktur

Die nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) soll die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch erschließen, nachhaltig sichern und zugänglich machen sowie (inter-)national vernetzen. Sie wird in einem aus der Wissenschaft getriebenen Prozess als vernetzte Struktur eigeninitiativ agierender Konsortien aufgebaut werden.

Aktuelles

Bis zum 4. Juli 2019 sind die Absichtserklärungen für eine Antragstellung im Jahr 2019 in Form von verbindlichen Voranmeldungen sowie für eine Antragstellung in den Jahren 2020 und 2021 in Form von unverbindlichen Absichtserklärungen in der DFG-Geschäftsstelle eingegangen. 

Die Anträge sind der DFG-Geschäftsstelle bis zum 15. Oktober 2019 als PDF-Datei über das DFG-Datenaustauschportal zu übermitteln. Hierzu erhält der Sprecher oder die Sprecherin eines Konsortiums nach Eingang der verbindlichen Voranmeldung einen spezifischen Upload-Link.

Antragstellung

Kompaktdarstellung

Ziele der Förderung

Die Ziele der Förderung von Konsortien sind:

  • Etablierung von Regeln zum standardisierten Umgang mit Daten in enger Rückkoppelung mit der jeweiligen Fachgemeinschaft
  • Erarbeitung von disziplinübergreifenden Metadatenstandards
  • Entwicklung von verlässlichen und interoperablen Maßnahmen für das Datenmanagement und ein auf die Anforderungen der Fachgemeinschaft zugeschnittenes Dienste-Angebot
  • Steigerung der Nachnutzbarkeit bereits vorhandener Daten, auch über die Fächergrenzen hinaus
  • Anbindung und Vernetzung mit Partnern in ausländischen Wissenschaftssystemen, die Kompetenz im Bereich Forschungsdatenmanagement aufweisen.
  • Mitarbeit bei der Entwicklung und Etablierung generischer, konsortienübergreifender Dienste und Standards zum Forschungsdatenmanagement

Antragsberechtigung und Kooperationen

Antragsberechtigt mit dem Ziel, als Konsortien gefördert zu werden, sind Verbünde von Einrichtungen, die staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Ressortforschungseinrichtungen, Akademien und andere öffentlich geförderte Informationsinfrastruktureinrichtungen oder weitere entsprechende Akteure umfassen können.

Die Antragsberechtigung setzt außerdem voraus, dass die Einrichtung gemeinnützig und in deutscher Trägerschaft ist beziehungsweise ihren Sitz in Deutschland hat.

Anforderungen an das Projekt

Konsortien haben zum Ziel, den Zugang zu und die Nutzung der für sie relevanten Forschungsdaten zu gewährleisten und nachhaltig zu gestalten. Dazu muss ein stimmiges Datenmanagementkonzept entwickelt werden. Bereits existierende Datensammlungen und Dienste sollen zum Aufbau der NFDI beitragen und integriert werden.

Förderkriterien

Förderkriterien gemäß der Bund-Länder-Vereinbarung zu Aufbau und Förderung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) vom 26. November 2018 sind:

  1. fachliche Relevanz und Qualität der geplanten Maßnahmen;
  2. erwartbarer Mehrwert für die Entwicklung disziplinübergreifender Metadatenstandards und die Schaffung eines verlässlichen und nachhaltigen Dienste-Angebots im Konsortium;
  3. die Verankerung des Konsortiums in der jeweiligen Fachgemeinschaft und Einbindung der relevanten Partner;
  4. strukturelle Bedeutung für die NFDI und das Wissenschaftssystem;
  5. Effizienz und Nachhaltigkeit;
  6. internationale Anschlussfähigkeit;
  7. ein stimmiges Konzept zu Datennutzung und -zugang sowie Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit der Daten, welches entlang der FAIR-Prinzipien ausgerichtet ist;
  8. ein den Bedürfnissen von Nutzern und Anbietern angemessenes Betriebsmodell (ggf. einschließlich moderater Nutzungsgebühren).

Eine Übersicht der Förderkriterien und Erläuterungen dazu sind dem

zu entnehmen.

Art und Umfang der Förderung

Bund und Länder beabsichtigen, insgesamt bis zu 30 Konsortien zu fördern. Für die Förderung der Konsortien stehen im Endausbau bis zu 85 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung; in dieser Summe ist die Programmpauschale in Höhe von 22 Prozent bereits enthalten. Damit stehen für die Finanzierung von direkten Projektkosten etwa 70 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Für einzelne Konsortien sind pro Jahr in der Regel 2–5 Millionen Euro inklusive Programmpauschale und somit 1,6–3,9 Millionen Euro für direkte Projektkosten vorgesehen.

Dauer der Förderung

Anträge können zunächst für einen Förderzeitraum von fünf Jahren gestellt werden.

Formulare und Merkblätter

Zeitplan

  • 29. März 2019
    Frist für Einreichung von Extended Abstracts für NFDI-Konferenz
  • 13.-14. Mai 2019
    NFDI-Konferenz
  • 6. Juni 2019
    Veröffentlichung der Ausschreibung
  • 4. Juli 2019
    Frist für Einreichung von verbindlichen (für 2019) und nicht verbindlichen (für 2020 und 2021) Absichtserklärungen
  • 15. Oktober 2019
    Frist für Einreichung von Anträgen
  • 8. November 2019
    Frist für Einreichung der NFDI – General Compliance Form
  • 25. November – 18. Dezember 2019
    Begutachtung der Anträge der ersten Runde
  • Februar 2020
    Kommunikation der Begutachtungsergebnisse an die Konsortien mit Möglichkeit zur Stellungnahme
  • März/April 2020
    Sitzung des Expertengremiums / Förderempfehlungen an die GWK
  • Juni 2020
    Förderentscheidung der GWK über Anträge der ersten Runde

Der Ablauf in den zwei folgenden Auswahlrunden wird analog gestaltet sein. Einzig der Zeitpunkt der Konferenz wird voraussichtlich auf Juli verlegt, um eine Teilnahme der im jeweiligen Jahr neu geförderten Konsortien sowie der ggf. nicht geförderten Konsortien, die eine erneute Antragstellung planen, zu ermöglichen.

Ansprechpersonen zur Antragsberatung

Bei Fragen zur Antragsstellung sowie zum Verfahren erreichen Sie einen Referenten oder eine Referentin unter der folgenden Telefonnummer. Alternativ können Sie uns Ihre (insbesondere umfangreichen) Anliegen gerne per E-Mail zusenden.

Bitte beachten Sie auch unsere

Verfahren

Ablauf des Verfahrens

Grafik zum Ablauf des Verfahrens im Programm "Nationale Forschungsdateninfrastruktur"
Bild öffnen

Die NFDI wird als kooperatives Netzwerk von Konsortien über einen Zeitraum von drei Jahren ab 2019 in drei aufeinanderfolgenden Auswahlrunden aufgebaut. In jeder der drei Runden können in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren neue Konsortien in die NFDI aufgenommen werden. Ziel ist der Aufbau einer Gesamtstruktur von untereinander verknüpften Konsortien als nationaler Forschungsdatenservice für die Forschung. Auf Grund dieser Vernetzungsvorgabe muss das Auswahlverfahren, das gleichzeitig die Gründungsphase der NFDI darstellt, genügend Raum für einen Prozess geben, der alle Akteure mit einbezieht. Die Organisationsstruktur der NFDI (Direktorat, NFDI-Senat usw.) wird erst nach und nach parallel zum Auswahlverfahren der DFG aufgebaut.

Das Auswahlverfahren umfasst sowohl Beratung als auch Begutachtung und vergleichende Bewertung der antragstellenden Konsortien und wird mit Förderempfehlungen des NFDI-Expertengremiums (NFDI-EG) an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) abgeschlossen. Die Entscheidung über die Förderung trifft die GWK.

Vernetzung und Qualitätssicherung statt Wettbewerb

Im Auswahlverfahren für die antragstellenden Konsortien wird mit Blick auf eine inter­agierende, nutzerorientierte Informationsinfrastruktur ein Schwerpunkt auf die Vernetzung und die Abstimmung der Konsortien untereinander und auf eine Weiterentwicklung und Verbesserung der Anträge im Laufe des Auswahlprozesses gelegt. Die Beratung und Rückkopplung zwischen Antragstellenden, Begutachtenden und den Mitgliedern des Expertengremiums soll eine optimale Gesamtstruktur auf der Basis eines einheitlichen Qualitätsstandards für die Einzelkonsortien ermöglichen. Es herrscht das Prinzip der Weiterentwicklung und Qualitätssicherung gegenüber dem Prinzip des Wettbewerbs vor.

Zwei Phasen pro Auswahlrunde

Um den Aufbauprozess zu gliedern, werden die drei Auswahlrunden jeweils in zwei Phasen unterteilt. Die erste Auswahlrunde ist in eine Initialisierungsphase und eine Aufnahmephase gegliedert, die zweite und dritte Runde jeweils in eine Ausbauphase und eine Aufnahmephase. Die Initialisierungs- und die Ausbauphasen gehen jeweils der Aufnahmephase voran und dienen insbesondere der Vernetzung, einer Unterstützung der Selbstorganisation der möglichen Konsortien und der Planung und Anpassung der Konsortialanträge. Die Aufnahme­phase beginnt jeweils mit der Ausschreibung, beinhaltet die Einreichung schriftlicher Anträge, deren Begutachtung und Bewertung und endet mit den Förder­empfehlungen an die GWK.

NFDI-Konferenzen

Als erster Schritt auf dem Weg zur Etablierung eines verteilten Netzwerks von fachlich oder methodisch organisierten Konsortien soll zu Beginn jeder Auswahlrunde eine gemeinsame Konferenz für Konsortien in allen Stadien durchgeführt werden. Die Teilnahme ist ein Angebot an alle Interessierten, aber weder Antragsvoraussetzung noch begutachtungsrelevant.

Ausschreibung, Absichtserklärungen und Antragstellung

Konsortien bewerben sich mit einem schriftlichen Antrag um die Aufnahme in die NFDI. Dazu wird im Anschluss an die Konferenz die Ausschreibung für die jeweils aktuelle Aufnahmephase veröffentlicht. Vor Antragstellung sind Absichtserklärungen einzureichen. Aktuelle Absichtserklärungen für eine Antragstellung im Jahr 2019 in Form von verbindlichen Voranmeldungen sowie für eine Antragstellung in den Jahren 2020 und 2021 in Form von unverbindlichen Absichtserklärungen sind Sie hier:

Begutachtungskolloquien

Der Begutachtungsprozess sieht einen intensiven Austausch zwischen Gutachtenden und Antragstellenden vor. Dabei soll die Anhörung der Antragstellenden und die Diskussion mit den Gutachtenden ausführlich Gelegenheit bieten, offene Fragen – sowohl aus dem schriftlichen Antrag als auch der mündlichen Präsentationen – zu klären und auch mögliche Probleme zu besprechen.

Stellungnahmen der Konsortien

Als weiteres Element zur Rückkoppelung und Qualitätsverbesserung soll den Konsortien das jeweilige Begutachtungsergebnis nach den Begutachtungskolloquien schriftlich mitgeteilt werden, mit der Möglichkeit eine Stellungnahme dazu abzugeben.

Bewertung durch das NFDI-EG

Das Expertengremium wird auf Basis der Begutachtung sowie der ggf. dazu eingereichten Stellungnahmen der Antragstellenden alle Anträge vergleichend diskutieren und bewerten.

Expertengremium

Für das Verfahren zur Auswahl der NFDI-Konsortien hat der Hauptausschuss der DFG in seiner Sitzung am 06. Dezember 2018 das NFDI-Expertengremium gewählt. Dessen Hauptaufgaben sind die Bewertung der Anträge auf der Grundlage einer fachwissenschaftlichen, informationstechnischen und strukturbezogenen Begutachtung sowie die Formulierung der Förderempfehlungen an die GWK.

Das Expertengremium setzt sich zusammen aus Expertinnen und Experten, die in verschiedenen Wissenschaftsgebieten ausgewiesenen sind und auch über langjährige Erfahrung im Ausland, im Wissenschaftsmanagement, in wissenschaftlichen Infrastruktureinrichtungen oder in der Wirtschaft verfügen.

Einschätzungen und Beobachtungen des NFDI-Expertengremiums zur Planung von NFDI-Konsortien im Nachgang zur Konferenz finden Sie unter:

Ansprechperson für Fragen zum NFDI-Expertengremium:

  • Dr. Matthias Katerbow
    Tel. +49 228 885-2358

Weitere Informationen

Strukturelemente

Auf Basis der von Bund und Ländern am 26. November 2018 getroffenen Verwaltungsvereinbarung arbeiten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) bei Aufbau und Förderung der NFDI zusammen. Die DFG ist für die wissenschaftsgeleitete Begutachtung und Bewertung der Konsortien-Anträge verantwortlich. Die GWK entscheidet auf Grundlage der Förderempfehlungen der DFG. Voraussetzung für die Förderung von Konsortien im Rahmen der NFDI ist ein positives Votum aus der Begutachtung.

In der NFDI werden Konsortien, die Konsortialversammlung, der Wissenschaftliche Senat sowie das Direktorat zusammenwirken:

Konsortien

Konsortien sind auf langfristige Zusammenarbeit angelegte Zusammenschlüsse von Nutzenden und Anbietern von Forschungsdaten und umfassen Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Ressortforschungseinrichtungen, Akademien und andere öffentlich geförderte Informationsinfrastruktureinrichtungen. Sie sind in der Regel nach Fachgruppen beziehungsweise Methoden organisiert und haben zum Ziel, den Zugang zu und die Nutzung der für sie relevanten Forschungsdaten zu gewährleisten und nachhaltig zu gestalten.

Konsortialversammlung

Jedes Konsortium wird durch einen Sprecher oder eine Sprecherin in der Konsortialversammlung vertreten. Die Konsortialversammlung ist das zentrale fachliche Organ der NFDI. Sie trifft alle relevanten fachlichen, operativen und Dienste-bezogenen Entscheidungen für die NFDI-Konsortien und die NFDI und entscheidet – im Rahmen der vom Wissenschaftlichen Senat verabschiedeten Prinzipien – über die Einführung von fachübergreifenden Verfahren, Diensten oder Standards im Rahmen der NFDI.

Wissenschaftlicher Senat

Der Wissenschaftliche Senat ist das zentrale strategische Organ der NFDI.
Er berät die GWK in allen grundsätzlichen Fragen der Weiterentwicklung der NFDI und trägt Sorge für die Anschlussfähigkeit der NFDI an nationale und internationale Entwicklungen.

Direktorat

Das Direktorat besteht aus einem hauptamtlichen Direktor beziehungsweise einer hauptamtlichen Direktorin und einer Geschäftsstelle. Das Direktorat wird vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (FIZ Karlsruhe) beherbergt werden. Es wird auf Zeit ernannt. Das Direktorat erarbeitet Handlungsvorschläge für die Konsortialversammlung und den Wissenschaftlichen Senat, erwirkt erforderliche Beschlüsse in diesen Gremien und vertritt die NFDI nach außen. Das Direktorat stellt sicher, dass die NFDI-Konsortien Querschnittsthemen wie zum Beispiel Bildung, Datenschutz und Datenethik ausreichend diskutieren, kommunizieren und untereinander abstimmen.

Governance

Zum Themenbereich Governance der NFDI fand am 30. August 2019 ein Workshop in der DFG-Geschäftsstelle in Bonn statt. Im Mittelpunkt des Workshops standen Fragen zur Verfasstheit der Konsortien, zum Zusammenspiel der einzelnen Strukturelemente in der NFDI sowie zu konkreten Fragen der Antragstellung. Es ist geplant, das Format je nach Bedarf zu wiederholen. Das Protokoll des Workshops vom 30. August 2019 findet sich hier:

Pressemitteilungen, Information für die Wissenschaft und Diskussionspapiere

Grundsatzfragen

Ansprechpersonen für Grundsatzfragen zur NFDI:

Hinweis

Weitere Informationen zur NFDI werden auf dieser Seite veröffentlicht. Für einen Schnellzugriff nutzen Sie bitte die URL: