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Prof. Dr. Karen Radner - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2022

Altorientalistik, Ludwig-Maximilians-Universität München

Mit Karen Radner wird eine der weltweit führenden Expertinnen für die frühe Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens mit dem Leibniz-Preis geehrt. Sie erhält die Auszeichnung für ihre international einflussreichen Forschungen zur Assyriologie, mit denen sie die Geschichte und Kultur der Region neu erschlossen und vermittelt hat. Radner erforscht in ihren thematisch weit ausgreifenden und interdisziplinären Arbeiten die antike Kultur und Geschichte dessen, was heute „Naher und Mittlerer Osten“ heißt. Im Fokus steht dabei die Großmacht Assyrien im ersten Jahrtausend vor Christus. Die Relevanz für ein historisches Verständnis dieser Großregion auch für die Gegenwart erschließt sich bei der Lektüre ihrer bahnbrechenden Editionen und Analysen – darunter zehn Monografien sowie zwölf herausgegebene Bände. Radner hat Pionierarbeiten in der Erschließung assyrischer Quellen geleistet, und ihre Arbeiten haben das Potenzial, das gegenseitige Wissen und die Beziehungen zwischen Orient und Okzident neu zu definieren. Darüber hinaus setzt sie sich auch aktiv für die Förderung von jungen Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern unter anderem aus Irak oder Iran ein.

Nach ihrer mehrfach ausgezeichneten Dissertation an der Universität Wien verbrachte Radner ihre Postdoc-Zeit in Helsinki und Tübingen, bevor sie sich 2004 an der Ludwig-Maximilians-Universität München habilitierte. Danach lehrte sie am History Department des University College London, seit 2011 als Professorin. 2015 kehrte sie zurück nach München und ist dort Inhaberin der neu geschaffenen Alexander von Humboldt-Professur für die Alte Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens.

GEPRIS

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