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Prof. Dr. Marietta Auer - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2022

Rechtswissenschaften, Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, Frankfurt/Main und Justus-Liebig-Universität Gießen

Für ihre herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Rechtstheorie und der Rechtsgeschichte, mit denen sie zur Herausbildung eines umfassenden rechtsphilosophischen Verständnisses des Privatrechts im Verhältnis zum öffentlichen Recht beigetragen hat, wird Marietta Auer mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Bereits ihre Doktorarbeit und ihre Habilitationsschrift gelten als bahnbrechende Arbeiten der Rechtstheorie: In Ersterer zeigt Auer die grundlegenden Spannungen zwischen individueller Freiheit und „kollektivistischer“ Sorge für die Schwächeren, zwischen Rechtssicherheit und Einzelfallgerechtigkeit und zwischen Gesetzgeber und Richter auf. In der darauf aufbauenden Habilitation erarbeitet sie eine Philosophie des Privatrechts der Moderne, in der das Recht – insbesondere das Recht auf Eigentum – als grundlegend für die Konstitution sozialer Beziehungen und des modernen Selbst angesehen wird. Damit eröffnete sie eine neue Perspektive auf die Beziehung zwischen dem Privatrecht einerseits, das die Freiheit des Individuums garantieren soll, und dem öffentlichen Recht andererseits, das soziale Ordnung schaffen soll.

Marietta Auer studierte zunächst Rechtswissenschaften sowie im Anschluss Philosophie und Soziologie. 2003 erwarb sie den Titel des Doktors der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und 2012 den des Doctor of Juridical Science an der Harvard Law School. Nach ihrer Habilitation in München wurde sie 2013 Professorin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, bevor sie 2020 zur Direktorin des Max-Planck-Instituts für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt/Main berufen wurde. In Gießen hält sie parallel derzeit den Lehrstuhl für Privatrecht sowie internationale und interdisziplinäre Grundlagen des Rechts.

GEPRIS

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