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Prof. Dr. Moritz Schularick - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2022

Wirtschaftswissenschaften, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Der Leibniz-Preis für Moritz Schularick würdigt seine herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften. Dies gilt insbesondere für seine Neuverknüpfung der Makroökonomie mit der Wirtschaftsgeschichte und seine Einsichten in die Ursachen von Finanzkrisen und die historische Entwicklung der Vermögensverteilung. Während die Finanzkrise 2008 die Wirtschaftswissenschaften weitgehend unvorbereitet traf, gelang Schularick zeitnah der Nachweis, dass Finanzkrisen regelmäßig auf starke Wachstumsphasen folgen. Er entwickelte so ein grundlegenderes Verständnis der Krisendynamik, das dazu beitragen kann, zukünftige Finanzkrisen vorherzusehen und abzumildern. In jüngerer Zeit richtete Schularick sein Forschungsinteresse auf die Ursachen sozialer Ungleichheit. Dazu analysierte er die Entwicklung von Kapital- und Immobilienrenditen und konnte auf diese Weise Aspekte ungleicher Ressourcenausstattung als wesentlich für die Zunahme sozialer Ungleichheit herausarbeiten. Seine Arbeiten konnten insgesamt erheblich zum besseren Verständnis zentraler Probleme der Gegenwart beitragen und werden in vielen wirtschafts- und sozialpolitischen Debatten aufgegriffen.

Nach Masterstudienabschlüssen in Berlin, Paris und London schloss Schularick im Jahr 2005 seine Promotion an der Freien Universität Berlin ab, wo er anschließend fünf Jahre lang eine Juniorprofessur innehatte. Gastprofessuren führten ihn anschließend an das Center for European Studies der Harvard University, an das Institut d‘études politiques in Paris und an die Stern School of Business der New York University. Seit 2012 ist er Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bonn. Er leitet dort das MacroHistory Lab.

GEPRIS

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