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Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung

Chancen der Pflanzenzüchtung nutzen

Wissenschaftsakademien und DFG empfehlen ein neues europäisches Gentechnikrecht.

Unter der Fülle der anstehenden Probleme behandelt die Kommission mit Priorität diejenigen Felder, in denen forschungspolitische Aufgaben bestehen, wo es Defizite in der Diskussion gibt und wo sich Entwicklungen in der Genforschung zeigen, die wissenschaftliche, ethische, rechtliche und soziale Fragen aufwerfen.

Die Kommission ist 1994 gegründet worden, weil der Themenkreis "Genforschung" der sorgfältigen und vorausschauenden Beobachtung bedarf, um rechtzeitig in die öffentliche Diskussion eingreifen zu können. Eine aktive Öffentlichkeitsarbeit gehört deshalb zu den Hauptaufgaben der Kommission.

Nachweisverfahren für genomeditierte Pflanzen - eine Einordnung

(09.09.20) Ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel legt nahe, dass durch Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachgewiesen werden könnten (Chhalliyil et al. (2020) A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245).

Tatsächlich eignet sich die im Foods Artikel beschriebene Methode für den empfindlichen Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C der von der Firma Cibus entwickelte Raps-Sorte Falco, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist.

Die Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation (Genomeditierung oder ungerichtete, zufällige Mutagenese) festzustellen. Sie ist somit auch nicht geeignet genetisch verändertes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem (z.B. durch ungerichtete Mutagenes erzeugtem) Saatgut zu unterscheiden. Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-gerichteten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation) (Externer Linkwww.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html).