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Pressemitteilung Nr. 56 | 5. Oktober 2004
Jordanien als Kreuzungspunkt der Kulturen

Symposium präsentiert neueste Ergebnisse archäologischer Forschung

Seit dem achten Jahrtausend vor Christus ist Jordanien ein Kreuzungspunkt der Kulturen. Die Einflüsse der frühen Hochkulturen Ägyptens und Mesopotamiens, aber auch der arabischen Halbinsel und des übrigen mediterranen Raums machen Jordanien heute zu einem begehrten Grabungsplatz für Archäologen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und die Bedeutung archäologischer Forschung für die Zukunft des Landes stehen im Mittelpunkt eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Generaldirektion der Staatlichen Museen zu Berlin veranstalteten zweitägigen wissenschaftlichen Symposiums. Zum Thema "Jordanien: Neue archäologische Forschungen am Kreuzungsweg alter Hochkulturen" treffen sich am 8. und 9. Oktober 2004 internationale Experten im Vortragssaal des Kunstgewerbemuseums im Kulturforum in Berlin. DFG-Senator Professor Hans-Joachim Gehrke und der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Professor Peter-Klaus Schuster, werden die Veranstaltung eröffnen. Journalisten und die interessierte Öffentlichkeit sind bei dem Symposium willkommen.

Im Fokus des Symposiums, an dem Wissenschaftler aus Deutschland, Jordanien, Frankreich und den USA teilnehmen, steht die vielfältige Kultur und Geschichte des heutigen Jordanien. Ergebnisse aktueller archäologischer Forschung beleuchten unter anderem geologische Gegebenheiten wie Erdbeben und Wasservorkommen, aber auch die wirtschaftliche Rolle des Eisens in der Region. Experten werden über Phänomene wie die Urbanisierung und die Entwicklung von Sprachen und Schriften berichten. Neben ausgewählten wissenschaftlichen Ergebnissen werden auch archäologische Methoden und Arbeitsweisen erörtert. Das abschließende Podiumsgespräch am Samstag stellt das Thema "Archäologie in Jordanien - Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes im Spannungsfeld nahöstlicher Politik" in den Mittelpunkt.

Den Rahmen für das Symposium bildet die große Berliner Ausstellung "Gesichter des Orients", die das Vorderasiatische Museum - Staatliche Museen zu Berlin und die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn veranstalten. Rund 700 Objekte dokumentieren dabei die wichtigsten Zeitabschnitte der Kulturgeschichte in dieser Region. In der Ausstellung wird deutlich, dass sich Jordanien im Spannungsfeld zwischen den Kulturen Ägyptens und Mesopotamiens zu einem Mittler der verschiedenen Kulturen entwickelte, von dem wesentliche kulturelle Impulse ausgingen. So haben etwa die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam in dieser Region ihre Ursprünge. Das Zusammentreffen von Menschen unterschiedlicher Herkunft bestimmt seit jeher das Bild Jordaniens. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in den Gesichtern der Bewohner Jordaniens.

Weiterführende Informationen  

Ansprechpartner bei der DFG ist:

  • Dr. Hans-Dieter Bienert, Gruppe Geisteswissenschaften, Telefon: 0228/885-2246,
    E-Mail: Hans-Dieter.Bienert@dfg.de.