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Pressemitteilung Nr. 33 | 9. Juli 2020
DFG würdigt frühe Erfolge in den Geowissenschaften

Anja Allabar und Milad Asgarimehr erhalten Bernd Rendel-Preis 2020 / Verleihung bei der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung 2021

Für ihre vielversprechende und originelle geowissenschaftliche Forschung zu Beginn ihrer Laufbahn verleiht die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Bernd Rendel-Preis 2020 an Anja Allabar von der Universität Tübingen und Milad Asgarimehr vom Geoforschungszentrum Potsdam/ TU Berlin. Das hat eine Jury aus Mitgliedern der geowissenschaftlichen DFG-Fachkollegien entschieden. Die Forscherin und der Forscher erhalten je 2 000 Euro aus der vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwalteten Bernd Rendel-Stiftung. Das Preisgeld soll ihnen unter anderem die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen ermöglichen. Der Preis wird während der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) verliehen – wegen der Coronavirus-Pandemie allerdings erst 2021.

Die studierte Geowissenschaftlerin Anja Allabar (28) befindet sich im dritten Jahr ihres Promotionsprojekts, das an der Universität Tübingen betreut und gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Großbritannien, Italien, USA und Deutschland durchgeführt wird. Das ambitionierte Projekt will die komplexen Prozesse bei der Auslösung von Gasen aus wasserreichen Gesteinsschmelzen neu beschreiben, um die Abläufe bei explosiven Vulkanausbrüchen besser verstehen und die damit verbundenen Georisiken besser abschätzen zu können. In der Bearbeitung dieser wichtigen und herausfordernden Fragestellung ist Anja Allabar mithilfe der innovativen Verknüpfung von experimentellen Daten und thermodynamischen Konzepten bereits ein bahnbrechender Durchbruch gelungen. In vier weiteren Publikationen hat sie ebenfalls wichtige Impulse und Ideen beigetragen. Ihr werden herausragende Leistungen und maximales Potenzial für eine wissenschaftliche Karriere attestiert.

Milad Asgarimehr (31) hat im Iran Geodäsie studiert und promoviert seit Anfang 2017 im Rahmen eines gemeinsamen Projekts der TU Berlin und des GFZ Potsdam. Er beschäftigt sich mit Signalen von globalen GPS-Navigationssatellitensystemen aus der Erd- und Extremwetterüberwachung, die an der Meeresoberfläche reflektiert werden. Deren Signalverzerrungen durch Wind und Niederschlag will Milad Asgarimehr analysieren, um das GPS für die Messung von Wind und Regen weiterzuentwickeln. Asgarimehr hat während seiner Promotion bereits vier Publikationen als Erstautor in international begutachteten Zeitschriften verfasst, dazu kommen noch zwei weitere als Mitautor. Außerdem hat er bereits seine Masterarbeit in zwei internationalen Publikationen aufbereitet. Zudem engagiert er sich mit populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen für eine Verbreitung des Themas in der Öffentlichkeit. Auch hat er die Jury mit seiner klaren Perspektive für seine weitere wissenschaftliche Entwicklung und für die Nutzung des Preisgelds im Rahmen eines Forschungsaufenthalts an der Universität Michigan beeindruckt.

Die DFG verleiht den Bernd Rendel-Preis seit 2002 jährlich an noch nicht promovierte Absolventinnen und Absolventen der Geowissenschaften für wissenschaftliche Zwecke wie die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen. Die Preisgelder werden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwaltet. Die Stiftung wurde in Erinnerung an den jung verstorbenen Geologie-Studenten Bernd Rendel durch seine Familie gegründet.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Bernd Rendel-Preis sowie zu bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern unter:

Medienkontakt:

Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle: