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Pressemitteilung Nr. 56 | 20. Oktober 2006
Wissenschaftspartner Rumänien

Forschungskooperation soll noch leistungsstärker werden

Wenn Rumänien im Januar 2007 der Europäischen Union beitritt, beginnt für die deutsch-rumänischen Beziehungen ein neues Zeitalter. Mit rund 22 Mio. Einwohnern ist Rumänien das zweitgrößte osteuropäische Land der kommenden EU 27 und damit auch von höchstem Interesse für Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland: als Produktionsstandort, als Absatzmarkt für Technologien, vor allem aber als Kooperationspartner in Forschung und Entwicklung. Vor diesem Hintergrund bemüht sich die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Zusammenarbeit in der Forschung und Forschungsförderung weiter zu stärken und hat im Oktober wichtige Akteure aus den Wissenschaftssystemen beider Länder zum Austausch zusammengebracht.

Gemeinsam mit der Deutschen Botschaft in Bukarest hat die DFG am 12. und 13. Oktober zum "Ersten rumänisch-deutschen Runden Tisch für Forschung" eingeladen. Vertreter der DFG, der Max-Planck-Gesellschaft, der Hochschulrektorenkonferenz, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes sowie Forscherinnen und Forscher aus Universitäten und Forschungseinrichtungen der Leibniz- und der Helmholtz-Gemeinschaft hatten dort Gelegenheit, mit Kollegen der rumänischen Wissenschaft und Wissenschaftsverwaltung den Zustand der wissenschaftlichen Beziehungen zu analysieren, Chancen und Hindernisse der Zusammenarbeit zu erörtern und Potenziale für die Zukunft auszuloten. Neben der Bildung von Netzwerken und dem fachlichen Dialog stand vor allem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Mittelpunkt der Gespräche. "Aus deutscher Sicht ist Rumänien ein aufstrebendes Land mit großen Chancen. Umgekehrt halten wir es für wichtig, die rumänischen Wissenschaftler für den Wissenschaftsstandort Deutschland zu interessieren. Von einer guten Kooperation profitieren beide Seiten," war das Fazit des Gastgebers Roland Lohkamp, des deutschen Botschafters in Rumänien.

Die deutsch-rumänische Zusammenarbeit in der Forschung kann auf eine lange Tradition zurückblicken; die Schwerpunkte liegen hier auf den Bereichen Mathematik, Physik und Chemie. Die DFG arbeitet seit längerem mit den beiden wichtigsten rumänischen Förderorganisationen, der Rumänischen Akademie und dem jüngeren National University Research Council, zusammen. Schon jetzt können exzellente rumänisch-deutsche Kooperationsprojekte über die DFG gefördert werden. Der erste "Runde Tisch für Forschung" hat das große Interesse beider Seiten an einem Ausbau der Zusammenarbeit deutlich gemacht und soll eine ständige Einrichtung werden.

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr. Torsten Fischer
    Leiter DFG-Büro Indien 
    Telefon: +91 (11) 49224900
    Telefax: +91 (11) 49224909
    E-Mail: Torsten.Fischer@dfg.de