Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Ausbau der Kooperationen in den Ingenieurwissenschaften mit St. Petersburger Hochschulen

Vom 7. bis 9. Dezember 2011 reisten Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit Wissenschaftlern aus Hannover nach St. Petersburg, um im Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahr die bilateralen Kooperationen in den Ingenieurwissenschaften auszubauen. Dazu führte die Delegation vertiefte Gespräche mit mehreren Hochschulleitungen und hielt Präsentationen an der Staatlichen Universität (SPbGU) und an der Polytechnischen Universität (SPbGPU) sowie am Ioffe-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN).

Michael Lentze (DFG), Jörg Seume (Hannover), Rektor Andrej Rudskoj, Jörn Achterberg (DFG), Michael Kleineberg (DAAD) an der Polytechnischen Universität St. Petersburg

Michael Lentze (DFG), Jörg Seume (Hannover), Rektor Andrej Rudskoj, Jörn Achterberg (DFG), Michael Kleineberg (DAAD) an der Polytechnischen Universität St. Petersburg

Auf Einladung des Rektors der Staatlichen Universität St. Petersburg, Nikolay Kropachev, stellte sich die Delegation an der Mathematisch-Mechanischen Fakultät in Peterhof vor. Beim Besuch ihres Präsidenten Mathias Kleiner im Juni des Jahres kündigte die DFG an, regelmäßige Sprechstunden und Beratungen vor Ort durchzuführen. Zusammen mit der Moskauer Lomonosov-Universität genießt die größte Petersburger Universität mit 36.000 Studierenden einen Sonderstatus im russischen Hochschulsystem und wird in den nächsten Jahren mit über € 125 Mio. gefördert. Schwerpunkt der Gespräche mit Prorektor Sergey Tunik war der Austausch zu neuen Forschungsagenden der Universität in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Michael Lentze, in der Gruppe der Ingenieurwissenschaften der DFG zuständig für Strömungsmechanik und Mikrosysteme, und Jörn Achterberg (DFG-Moskau) berieten zu fach- und regionalspezifischen Förderprogrammen und laufenden Projekten der DFG. Ludger Overmeyer, Leiter des Instituts für Transport- und Automatisierungstechnik (ITA, Hannover), stellte konkrete Forschungsvorhaben und Kooperationsmöglichkeiten der Leibniz Universität und des Laser Zentrums Hannover vor.

Ludger Overmeyer (Hannover) an der Staatlichen Universität St. Petersburg

Ludger Overmeyer (Hannover) an der Staatlichen Universität St. Petersburg

An der Staatlichen Polytechnischen Universität wurde die deutsche Delegation vom Rektor, Andrej Rudskoj, und vom Prorektor für Internationale Beziehungen, Dmitry Arseniev, empfangen. Mit der Hochschulleitung diskutierten die Vertreter der DFG, der Leiter des DAAD-Informationszentrums St. Petersburg, Michael Kleineberg, und Jörg Seume, Leiter des Instituts für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik an der Leibniz Universität Formen der zukünftigen bilateralen Zusammenarbeit. Die Universität Hannover ist langjähriger und wichtigster Partner unter den 38 Kooperationen, die die Hochschule allein mit Deutschland pflegt. Die Polytechnische Universität zählt mit über 29.000 Studierenden zu den größten und ältesten Technischen Hochschulen Russlands. Das 1899 gegründete Polytechnische Institut erhielt 2010 den Status einer Nationalen Forschungsuniversität, womit staatliche Förderungen von rund € 125 Mio. einhergehen.

Eine der bekanntesten und forschungsstärksten Einrichtungen der Akademie der Wissenschaften, das Physikalisch-Technische Ioffe-Institut, bildete das dritte Ziel der Delegationsreise. Die DFG, die am Ioffe-Institut seit Jahrzehnten den wissenschaftlichen Austausch mit Deutschland fördert, informierte sich in Vorträgen, Gesprächen und Laborbesichtigungen zu aktuellen Forschungsprojekten.

Michael Lentze (DFG) am Ioffe-Institut St. Petersburg

Michael Lentze (DFG) am Ioffe-Institut St. Petersburg

Auch über das laufende bilaterale Wissenschaftsjahr hinaus, das im Mai 2012 endet, sollen die Kontakte zur „nördlichen Hauptstadt“ Russlands intensiviert werden. St. Petersburg bindet als zweitgrößte russische Metropole 15% des wissenschaftlichen Potentials des Landes und bietet mit seinen 100 Hochschulen und 60 Forschungsinstituten vielfältigste Kooperationsmöglichkeiten für deutsche Universitäten.

Weitere Informationen: