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Information für die Wissenschaft Nr. 49 | 15. August 2013
DFG unterstützt den Aufbau eines Kompetenzzentrums für die überregionale Lizenzierung elektronischer Publikationen

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 1. August 2013 über die Projektanträge entschieden, die im Rahmen der Ausschreibung „Aufbau von Kompetenzzentren für die Lizenzierung elektronischer Ressourcen“ eingereicht worden waren. Bewilligt wurde ein Gemeinschaftsprojekt, das die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen, die Staatsbibliothek zu Berlin und die Verbundzentrale des GBV (Gemeinsamer Bibliotheksverbund) zusammen durchführen werden.

Die DFG unterstützt diese Einrichtungen zunächst drei Jahre lang beim Aufbau eines Kompetenzzentrums, das im System der „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ als zentrale Dienstleistung die Aushandlung von Lizenzverträgen für elektronische Publikationen anbietet. Aufgabe des Kompetenzzentrums ist es, im System der Fachinformationsdienste die Beschaffung kostenpflichtiger digitaler Medien (Lizenzverhandlungen) sowie die Abwicklung technischer Prozesse (Registrierung, Freischaltung, Zugriffsplattformen) als Querschnittsaufgabe zu übernehmen.

Das durch die DFG geförderte System der „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ ist darauf ausgerichtet, der Forschung in Deutschland unabhängig vom Standort einen möglichst schnellen und direkten Zugriff auf Spezialliteratur und entsprechende forschungsrelevante Informationen zu ermöglichen. Durch die Konzentration auf spezialisierte Veröffentlichungen zielt das System darauf ab, die auf lokaler Ebene vorhandene Informationsinfrastruktur der Hochschulen und Forschungseinrichtungen durch Dienstleistungen für den Spitzenbedarf zu ergänzen. Das Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ löst in den kommenden Jahren die seit 1949 bestehende Förderung der „Sondersammelgebiete“ ab.

Leitprinzip der Fachinformationsdienste ist eine aktive Gestaltung der Informationsversorgung durch individuellere Dienstleistungsangebote zur schnellen und direkten Bereitstellung von Informationen, die den spezifischen Interessen der Fächer gerecht werden. Die Fachinformationsdienste orientieren sich an den Erwartungen der Wissenschaft, auf forschungsrelevante Literatur und Fachinformationen möglichst direkt – und bevorzugt in digitaler Form – zugreifen zu können. Anders als bei den bislang geförderten Sondersammelgebieten bildet der am Prinzip der Vollständigkeit orientierte vorsorgende Bestandsaufbau nicht mehr den Kern des Programms.

Im System der Fachinformationsdienste sind für technisch-organisatorische Arbeiten, die für die einzelnen Fachgebiete gleichartig durchzuführen sind und besondere Expertise erfordern, Querschnittsbereiche vorgesehen, in denen die Betreuung dieser Aufgaben gebündelt wird. Dies betrifft vor allem den Umgang mit digitalen Medien. Um künftig den überregionalen Zugriff auf digitale Medien deutlich zu verbessern, unterstützt die DFG daher den Aufbau eines Kompetenzzentrums.

Die Einrichtungen, die am bewilligten Projekt beteiligt sind, verfügen über langjährige Erfahrungen in der Verhandlung und Beschaffung von elektronischen Ressourcen mit speziellen Anforderungen und konnten in der Begutachtung insbesondere durch ihr praxisnahes Konzept für den gemeinschaftlichen Aufbau eines Kompetenzzentrums überzeugen. Als besonderen Vorteil des Vorhabens wertete der Hauptausschuss die direkte Beteiligung der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes, die auch die technische Infrastruktur für die Registrierung der Nutzerinnen und Nutzer der DFG-geförderten Nationallizenzen verantwortet.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie unter:

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr. Christoph Kümmel,
    Gruppe „Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme“,
    Tel. +49 228 885-2857,
    Christoph.Kuemmel@dfg.de

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