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Information für die Wissenschaft Nr. 19 | 16. April 2013
Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten

Die DFG etabliert ein neues Förderprogramm

Qualitätsgesicherte Forschungsdaten bilden einen Grundpfeiler wissenschaftlicher Erkenntnis. Ihre nachhaltige Sicherung, Aufarbeitung und Nachnutzung sind wichtige wissenschaftspolitische Anliegen, die durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt werden. Mit dem neuen Förderprogramm „Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten“ leistet die DFG einen wichtigen Beitrag zur Sicherung, Archivierung und Nachnutzung von Forschungsdaten. Das Förderangebot unterstützt die Wissenschaft dabei, spezifisch und bedarfsorientiert Anforderungen für zukünftige beziehungsweise weiter zu entwickelnde Strukturen für einen verbesserten Umgang mit Forschungsdaten und Forschungsdatenrepositorien auszuarbeiten und umzusetzen. Im Rahmen der Förderung können Konzepte und Lösungen für überregionale und nachhaltige Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten für eine oder mehrere Disziplinen entwickelt werden. Ebenso können bereits existierende Infrastrukturen weiterentwickelt werden, beispielsweise um ihre internationale Anschlussfähigkeit zu gewährleisten oder herzustellen.

Um die Akzeptanz der aufzubauenden Strukturen zu gewährleisten, wird eine enge Kooperation zwischen Vertreterinnen und Vertretern der wissenschaftlichen Disziplinen und Infrastruktureinrichtungen mit einer dokumentierten Kompetenz in der Speicherung und Verfügbarmachung wissenschaftlicher Daten als eine wesentliche Voraussetzung erachtet. Darüber hinaus wird erwartet, dass die aufzubauenden Strukturen sich interoperabel in bereits existierende nationale und internationale Netzwerke einbinden lassen. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei die angemessene Berücksichtigung bereits etablierter Standards im Kontext der Datenerhebung oder Datenaufbewahrung. Zudem sollten die zu etablierenden Strukturen einen Beitrag zur stärkeren Integration des Forschungsdatenmanagements in die wissenschaftliche Arbeit beziehungsweise in die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses leisten.

Je nach Entwicklungsstand und Disziplin-spezifischen Gegebenheiten kann sich das Spektrum der Anträge von Konzeptionsansätzen für passgenaue Organisationsformen, Anreizmechanismen oder Publikationsmöglichkeiten für Forschungsdaten bis hin zur Professionalisierung oder Verknüpfung existierender Forschungsdatenrepositorien bewegen. Die Förderung einer überwiegend technischen Erneuerung bestehender Systeme ist nicht möglich.

Anträge können jederzeit eingereicht werden. Entscheidungsreife Anträge werden jeweils im März und September eines Jahres fachgebietsübergreifend im Vergleich bewertet.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu Voraussetzungen, Fördermöglichkeiten und Ausschreibungsbedingungen finden Sie unter:

Das Merkblatt „Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten“ finden Sie unter:

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

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