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Pressemitteilung Nr. 40 | 27. September 2017
Europa-Preisträger der DFG erfolgreich beim EU Contest for Young Scientists in Tallinn

Jungforscher erhalten einen dritten Preis und drei Sonderpreise / Vorbereitung mit Mentorenprogramm

Preisverleihung von EUCYS 2017 in Tallinn
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Preisverleihung von EUCYS 2017 in Tallinn - mit den sechs auf europäischer Ebene erfolgreichen Europa-Preisträgern der DFG

© DFG

Alle sechs Träger des Europa-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind beim European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) 2017 vom 22. bis 27. September in Tallinn auch auf internationaler Ebene ausgezeichnet worden. Den mit 3500 Euro dotierten dritten Preis erhielten Julian Egbert (16), Arne Geipel (16) und Matthias Grützner (16) aus Berlin. Zusätzlich erhielten sie als Sonderpreis eine Einladung zu einem einwöchigen Aufenthalt am Joint European Torus (JET) in Culham, Großbritannien. Erfolgreich waren auch Philipp Kessler (17) und Johannes Waller (18) aus Ludwigsburg, denen als Sonderpreis ein einwöchiger Aufenthalt an der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) in Grenoble, Frankreich, zugesprochen wurde. Der aus dem saarländischen Sotzweiler stammende Philipp Sinnewe (18) wurde mit dem Sonderpreis der Salvetti Foundation in Höhe von 2000 Euro für das beste Wartungstechnologie-Projekt ausgezeichnet.

Die sechs Jungforscher haben ihre Preise im Opern- und Konzerthaus Estonia entgegengenommen. Zuvor hatten sie ihre bereits im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ ausgezeichneten Arbeiten einer internationalen Jury vorgestellt. Zur Vorbereitung ihrer Vorträge in englischer Sprache hatte die DFG den Europa-Preisträgern wissenschaftliche Mentoren zur Seite gestellt. DFG-geförderte Wissenschaftler, etwa aus dem Emmy Noether-Programm, bereiteten die sechs Jungforscher individuell auf ihre Präsentationen vor. Darüber hinaus finanzierte die DFG den Europa-Preisträgern ein Coaching in Bonn.

Die Sieger des dritten Preises, Grützner, Egbert und Geipel, haben die Wasserbilder untersucht, die entstehen, wenn ein Wasserstrahl auf eine raue Oberfläche trifft. Sie konnten nachweisen, dass die entstehenden spiralähnlichen Strukturen auf die winzigen Erhebungen auf rauen Oberflächen zurückzuführen sind. Die beiden Sonderpreisträger Kessler und Waller zeigten mit ihren Laborversuchen, dass die sogenannte Fehling-Probe einer komplexeren Chemie folgt als in Schulbüchern dargestellt, was eine Neuinterpretation der seit 1848 eingesetzten Probe notwendig macht. Philipp Sinnewe wiederum, Sonderpreisträger der Salvetti Foundation, entwickelte ein energieeffizienteres und klimafreundlicheres Flugzeugtriebwerk, das durch ein Wasser-Alkohol-Gemisch angetrieben wird. So lassen sich etwa ein Drittel der CO2-Emissionen einsparen.

Die DFG vergibt seit 2010 jährlich an Siegerinnen und Sieger des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ ihren Europa-Preis. Neben einem Preisgeld von 1000 Euro erhält jeder der Ausgezeichneten die Möglichkeit, sich gezielt auf EUCYS vorzubereiten.

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

Informationen zum EUCYS-Wettbewerb in Tallinn unter:

Informationen zum Europa-Preis unter:

Mehr zur Vorbereitung der Europa-Preisträger unter:

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