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Pressemitteilung Nr. 30 | 6. Juli 2016
Eine neue Vizepräsidentin, ein neuer Vizepräsident für die DFG

Roland A. Fischer folgt auf Michael Famulok, Julika Griem auf Peter Funke / Wolfgang Ertmer für weitere vier Jahre gewählt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Vizepräsidentin und einen neuen Vizepräsidenten: Die Mitgliederversammlung der DFG wählte am Mittwoch, dem 6. Juli 2016, auf ihrer Sitzung im Rahmen der DFG-Jahresversammlung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz den Münchner Chemiker Professor Dr. Roland A. Fischer und die Frankfurter Literaturwissenschaftlerin Professor Dr. Julika Griem in das Präsidium der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft in Deutschland. Fischer übernimmt das Amt vom Bonner Biochemiker Professor Dr. Michael Famulok, Griem folgt auf den Münsteraner Althistoriker Professor Dr. Peter Funke. Neben den beiden neuen Mitgliedern wurde der Experimentalphysiker und Vizepräsident Professor Dr. Wolfgang Ertmer für weitere vier Jahre gewählt.

Roland A. Fischer ist seit Januar 2016 Inhaber des Lehrstuhls Anorganische und Metallorganische Chemie an der Technischen Universität München. Zuvor war er von 1997 bis 2015 Professor für Anorganische Chemie an der Ruhr‐Universität Bochum. Geboren 1961, studierte Fischer an der TU München, wo er auch promoviert wurde und sich nach einem Postdoc-Aufenthalt an der University of California ebenfalls habilitierte. Gastprofessuren führten ihn danach nach Mumbai und Kyoto. Als Initiator und Leiter des „Alfried Krupp‐Schülerlabors“ an der RUB und in einem Projekt des Stifterverbands setzte sich Fischer für die Zusammenarbeit zwischen den Natur- und den Geistes- und Sozialwissenschaften ein. Diese interdisziplinäre Orientierung spiegelte sich auch in der von ihm als Sprecher geleiteten Graduiertenschule an der RUB wieder, die alle Wissenschaftsbereiche in sich vereinte. Fischer ist Koordinator eines DFG-Schwerpunktprogramms und engagiert sich seit 2012 als Mitglied im Senatsausschuss für die DFG‐Sonderforschungsbereiche in der wissenschaftlichen Selbstverwaltung, ebenso wie bereits von 2000 bis 2002 als Prorektor für Lehre, Studium und Studienreform der Ruhr‐Universität Bochum.

Julika Griem, geboren 1963, ist Professorin für Anglistische Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Griem studierte Anglistik und Germanistik an den Universitäten in Freiburg im Breisgau und in Amherst, Massachusetts. Nach ihrer Promotion an der Universität Freiburg habilitierte sie sich über „Monkey Business. Affen als Figuren anthropologischer und ästhetischer Reflexion 1800–2000“ an der Universität Stuttgart. Von 2005 bis 2012 war sie Professorin für Anglistische Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt. Seit 2012 engagiert sich Griem als Mitglied im Auswahlausschuss des Heinz Maier-Leibnitz-Preises der DFG und seit 2015 als DFG-Fachkollegiatin für die Literaturwissenschaft. In der Strategiekommission des Wissenschaftsrats und der Gemeinsamen Kommission sowie dem Bewilligungsausschuss zur Exzellenzinitiative der DFG ist Griem seit 2014 Mitglied. Seit März 2016 leitet sie das von der VolkswagenStiftung geförderte Promotionskolleg „Schreibszene Frankfurt“ und war von 2006 bis 2012 Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs „Topologie der Technik“ an der TU Darmstadt.

Wolfgang Ertmer, 1949 geboren, hat seit 1994 eine Professur für Experimentalphysik an der Universität Hannover inne, nachdem er zuvor als Professor an der Universität Bonn tätig gewesen war. Dort hatte er auch sein Physikstudium sowie seine Promotion und Habilitation absolviert; Forschungsaufenthalte führten ihn, teilweise als DFG-Stipendiat, mehrfach in die USA. Ertmers Forschungsschwerpunkte sind die Atomphysik, Quantenoptik und Laserkühlung. Für seine Arbeiten erhielt er 1997 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG. Ertmer ist Mitglied im DFG-Senatsausschuss Perspektiven der Forschung und hat während seiner Tätigkeit als Vizepräsident seit 2013 im Zusammenhang mit der Umsetzung und Weiterentwicklung der DFG-Förderverfahren wichtige Impulse gegeben. Darüber hinaus hat er sich insbesondere für die internationale Zusammenarbeit im europäischen Raum engagiert und die DFG bei Science Europe vertreten.

Nach den Wahlen wurden die scheidenden Präsidiumsmitglieder mit großem Beifall verabschiedet. Michael Famulok, seit 2013 im Präsidium, hat als Vorsitzender der Ständigen Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung der DFG die weithin beachtete Stellungnahme zu Möglichkeiten und Risiken des genome editing maßgeblich vorangetrieben. International brachte der Leibniz-Preisträger seine breiten Erfahrungen als Vorsitzender der Gemeinsamen Kommission für das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ) und das Joint Advisory Committee mit der indischen Partnerorganisation Department of Science and Technology (DST) ein. Peter Funke, seit 2010 Präsidiumsmitglied, hat sich intensiv für die Belange der Geistes- und Sozialwissenschaften eingesetzt. Dies betraf nicht nur die sogenannten Kleinen Fächer und ihre Entwicklung in einer sich rasch wandelnden internationalen Wissenschaftslandschaft, sondern insbesondere die spezifische Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in diesen Fächern. Als Mitglied des DFG-Senatsausschusses Perspektiven der Forschung und der Deutsch-Israelischen Projektkooperation (DIP) hat er überdies in vielfältiger Weise wissenschaftspolitische Akzente gesetzt.

Zusammen mit DFG-Präsident Professor Dr. Peter Strohschneider und den drei neuen beziehungsweise für eine zweite Amtszeit gewählten Vizepräsidenten Fischer, Griem und Ertmer gehören dem Präsidium der Ingenieurwissenschaftler Professor Dr.-Ing. Frank Allgöwer, die Molekularbiologin Professor Dr. Katja Becker, die Medizinerin Professor Dr. Leena Kaarina Bruckner-Tuderman, die Mathematikerin Professor Dr. Marlis Hochbruck sowie der Rechtswissenschaftler Professor Dr. Wolfgang Schön als Vizepräsidentinnen und -präsidenten an. Der Präsident des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, Professor Dr. Andreas Barner, gehört kraft Amtes dem Präsidium mit beratender Stimme an. Ebenfalls mit beratender Stimme nimmt die Generalsekretärin der DFG, Dorothee Dzwonnek, an den Sitzungen des Präsidiums teil. Gemeinsam mit dem Präsidenten entwickelt das Präsidium die strategisch-konzeptionelle Ausrichtung der DFG.

Weiterführende Informationen

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