Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Pressemitteilung Nr. 47 | 25. September 2015
Europa-Preisträger der DFG erfolgreich beim EU Contest for Young Scientists in Mailand

„Jugend forscht“-Ausgezeichnete präsentieren ihre Ergebnisse vor internationaler Jury / Ein erster, ein dritter und drei Sonderpreise / Vorbereitung mit Mentorenprogramm

Gleich fünf Träger des Europa-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind beim European Union Contest for Young Scientists 2015 vom 17. bis 22. September in Mailand auch auf internationaler Ebene ausgezeichnet worden. Einen der drei mit 7000 Euro dotierten ersten Preise gab es für Lukas Stockner aus Altötting, der zusätzlich – als Sonderpreis – die Nobelpreis-Verleihungen in Stockholm im Dezember besuchen darf. Anselm von Wangenheim aus Kassel erhielt neben einem der drei dritten Preise (3500 Euro) einen Sonderpreis der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der ihm einen Besuch beim niederländischen ESA-Standort ermöglicht. Jakob Dichgans, Daniel Riesterer und Lumen Haendler aus Überlingen werden dank eines Sonderpreises bei der Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) 2016 in den USA dabei sein können.

Bevor die fünf jungen Wissenschaftler auf der Bühne des Mailänder Theater- und Opernhauses Teatro dal Verme die Preise entgegennehmen konnten, mussten sie ihre bereits im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ ausgezeichneten Arbeiten einer internationalen Jury vorstellen. Für die Vorträge in englischer Sprache hatte die DFG den Europa-Preisträgern Mentoren vermittelt und den Auftritt auf europäischem Parkett mit einem Coaching in Bonn vorbereitet.

Fotorealistische Darstellungen per Computer haben Lukas Stockner (18) in seinem Projekt beschäftigt. Damit auch sonnendurchstrahlte Glaskaraffen in der Grafik aussehen wie in der Wirklichkeit, müssen Lichtstreuung und -reflektion genau beschrieben werden. Stockner wendete dafür anspruchsvolle statistische Methoden an. Er wurde vom Mathematiker Professor Felix Krahmer aus Garching auf den großen Auftritt in Mailand vorbereitet, der ihm bescheinigt: „Lukas‘ Algorithmus kann durch eine Kombination von mathematischen Methoden von beeindruckender Tiefe und effizienter Umsetzung die besten heute verwendeten Methoden um Längen schlagen. Um der Jury dies zu vermitteln, haben wir seine Präsentation in mehreren mehrstündigen Treffen unter Mithilfe von internationalen Gästen meiner Arbeitsgruppe optimiert. Es freut mich sehr, dass Lukas‘ harte Arbeit von Erfolg gekrönt worden ist.“

„Anselm von Wangenheim ist ein sehr talentierter und kreativer junger Forscher, der vielseitig interessiert ist und gerne spannenden Problemen aus der Mathematik, Informatik und Physik nachgeht. Ein Highlight ist die Berechnung und Realisierung eines auf dem Kopf stehenden Pendels, dass nur durch ein Schwungrad stabilisiert wird“, bescheinigte der Mentor Dr. Moritz Maus vom Imperial College in London dem 18-Jährigen. Von Wangenheim ließ in seinen Mono-Pod – einen einbeinigen, springenden und trotzdem stabilen Roboter – laut Bioingenieur Maus seine mathematischen Fähigkeiten mit großen Kenntnissen der Informatik und der erfolgreichen Umsetzung im ingenieurwissenschaftlichen Sinne zusammenfließen. Als Vorarbeit hatte von Wangenheim mit aufwendigen Simulationen gezeigt, dass ein solcher Roboter überhaupt möglich ist – in Mailand präsentierte er außerdem den Prototyp.

Im Projekt „Power to Gas“ entwickelten Jakob Dichgans (17), Daniel Riesterer (18) und Lumen Haendler (19) Ideen zur Speicherung überschüssiger Energie aus Solaranlagen mithilfe des Gases Methan. Der Trick der Überlinger: Der anfallende Strom spaltet zunächst Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff, der in der Folge mit Kohlendioxid zu Methan umgewandelt wird. Dieses Verfahren speichert nicht nur den überschüssigen Strom in gut nutzbarer Form, sondern nutzt außerdem das Kohlendioxid aus Verbrennungsabgasen. „Besonders begeistert hat mich der Mut der Jungforscher, eine der großen Herausforderungen der Energiewende anzunehmen. Mit ihrem frischen unverstellten Blick haben sie einen cleveren Ansatz entdeckt und eine aussichtsreiche Technologie entwickelt“, lobte sie ihr Mentor, der Aachener Thermodynamiker Professor André Bardow.

Die DFG vergibt seit 2010 jährlich an Siegerinnen und -sieger des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ ihren Europa-Preis. Neben einem Preisgeld von 1000 Euro erhält jeder der Ausgezeichneten die Möglichkeit, sich gezielt auf EUCYS vorzubereiten.

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

Informationen zum Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ unter:

Informationen zum EUCYS-Wettbwerb in Mailand unter:

Mehr zum Europa-Preis unter

sowie zur Vorbereitung der Europa-Preisträgerinnen und -Preisträger unter

Eröffnung des European Union Contest for Young Scientists in Mailand am 17. September 2015
Galerie ansehen

Eröffnung des European Union Contest for Young Scientists in Mailand am 17. September 2015. Die deutsche Flagge trug der DFG-Europa-Preisträger Jakob Dichgans

© European Union

„Anselm von Wangenheim ist ein sehr talentierter und kreativer junger Forscher, der vielseitig interessiert ist und gerne spannenden Problemen aus der Mathematik, Informatik und Physik nachgeht. Ein Highlight ist die Berechnung und Realisierung eines auf dem Kopf stehenden Pendels, dass nur durch ein Schwungrad stabilisiert wird“, bescheinigte der Mentor Dr. Moritz Maus vom Imperial College in London dem 18-Jährigen. Von Wangenheim ließ in seinen Mono-Pod – einen einbeinigen, springenden und trotzdem stabilen Roboter – laut Bioingenieur Maus seine mathematischen Fähigkeiten mit großen Kenntnissen der Informatik und der erfolgreichen Umsetzung im ingenieurwissenschaftlichen Sinne zusammenfließen. Als Vorarbeit hatte von Wangenheim mit aufwendigen Simulationen gezeigt, dass ein solcher Roboter überhaupt möglich ist – in Mailand präsentierte er außerdem den Prototyp.

Im Projekt „Power to Gas“ entwickelten Jakob Dichgans (17), Daniel Riesterer (18) und Lumen Haendler (19) Ideen zur Speicherung überschüssiger Energie aus Solaranlagen mithilfe des Gases Methan. Der Trick der Überlinger: Der anfallende Strom spaltet zunächst Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff, der in der Folge mit Kohlendioxid zu Methan umgewandelt wird. Dieses Verfahren speichert nicht nur den überschüssigen Strom in gut nutzbarer Form, sondern nutzt außerdem das Kohlendioxid aus Verbrennungsabgasen. „Besonders begeistert hat mich der Mut der Jungforscher, eine der großen Herausforderungen der Energiewende anzunehmen. Mit ihrem frischen unverstellten Blick haben sie einen cleveren Ansatz entdeckt und eine aussichtsreiche Technologie entwickelt“, lobte sie ihr Mentor, der Aachener Thermodynamiker Professor André Bardow.

Die DFG vergibt seit 2010 jährlich an Siegerinnen und -sieger des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ ihren Europa-Preis. Neben einem Preisgeld von 1000 Euro erhält jeder der Ausgezeichneten die Möglichkeit, sich gezielt auf EUCYS vorzubereiten.

© 2010-2017 by DFG
Ausdruck aus dem Angebot der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)