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Pressemitteilung Nr. 15 | 6. Mai 2014
Unterwegs auf der „Terra Digitalis“

Wissenschaftsjahr 2014: DFG präsentiert aktuelle Forschungsprojekte zum digitalen Wandel – mit einer neuen Website und auf dem Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“

Die digitalen Technologien haben inzwischen alle Lebensbereiche erfasst: Wir arbeiten, lernen und kommunizieren mit neuen Medien; im Internet knüpfen wir Kontakte, kaufen ein, engagieren uns politisch; Roboter helfen in der Küche, im Operationssaal und in der Maschinenhalle. Welche Auswirkungen hat der digitale Wandel auf unser Leben und wie verändert sich unser gesellschaftliches Miteinander? Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen gehen diesen und weiteren Fragen nach und befassen sich mit den Bedingungen und Konsequenzen der Digitalisierung. Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2014 „Die digitale Gesellschaft“ stellt die DFG nun eine Auswahl ihrer Arbeiten auf einer neuen Website und auf dem Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ vor.

DFG-Website „Terra Digitalis – Eine Forschungsreise in die digitale Welt“

Mit einem virtuellen Heißluftballon geht es in die „Terra Digitalis“: Eine multimedial gestaltete Website lädt Besucherinnen und Besucher in fünf Themenwelten ein, die sich mit verschiedenen Aspekten des digitalen Wandels beschäftigen. Wie verändert sich unsere Kommunikation durch das Smartphone? Mit welchen Technologien lassen sich unsere Daten schützen? Welche Auswirkungen haben die neuen Medien auf die Demokratie? Und kann das ständige „Online-Sein“ zur Sucht werden? Die Website stellt rund 30 DFG-geförderte Forschungsprojekte vor und will in Texten, Bildern und Filmen auf unterhaltsame und verständliche Weise zeigen, welchen Beitrag Wissenschaft zu einem besseren Verständnis und zur Gestaltung des digitalen Wandels leistet.

DFG-Projekte auf der „MS Wissenschaft“

Auch auf dem Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“, das unter dem Motto „Digital unterwegs“ zwischen Mai und September an 38 Orten in Deutschland und Österreich vor Anker geht, steht Forschung zur digitalen Gesellschaft im Mittelpunkt. In der Ausstellung auf dem schwimmenden Science Center des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stellen sieben DFG-geförderte Projekte Neues und Überraschendes vor: Besucherinnen und Besucher können spielerisch ihr „digitales“ Wissen testen, neue technische Entwicklungen ausprobieren und mehr über sich selbst als Teil der digitalen Gesellschaft erfahren.

Die DFG-geförderten Projekte im Einzelnen:

Lassen sich mit digitalen Technologien Krankheiten behandeln? Das Forschungsprojekt „Kontinuierliche Unterstützung bei Alkoholabhängigkeit mittels SMS (CAPS)“ der Universität Greifswald und der Klinik und Polyklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am HELIOS Hanseklinikum Stralsund untersucht den Einfluss eines SMS-Dialogsystems auf den Alkoholkonsum.

Die Frage, was digitale Exponate können müssen, um nicht nur unterhaltsam zu sein, sondern auch Wissen zu vermitteln, beschäftigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz. Im Rahmen des Graduiertenkollegs „Kopplung virtueller und realer sozialer Welten“ haben sie einen „sehenden“ Multitouch-Tisch konzipiert, der durch ein Kamerasystem die Personen erkennt, die an ihm stehen und sich so individuell auf diese einstellen kann.

Wie sich der mediale Wandel auf unsere Kultur und Gesellschaft auswirkt, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder geförderten Creative Unit „Kommunikative Figurationen” an der Universität Bremen.

Oft ist es auch eine Frage des Alters, wie Menschen mit digitalen Technologien zurechtkommen. Erziehungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Tübingen erforschen im Projekt „Bedeutung informellen intergenerativen Lernens für Medienkompetenz und Internetnutzung“, wie verschiedene Altersgruppen gemeinsam den Umgang mit digitalen Medien erlernen.

Durch die Vielzahl an Möglichkeiten und Angeboten, die neue Medien bieten, steigt aber auch die Unsicherheit auf Seiten der Nutzerinnen und Nutzer. Im Graduiertenkolleg „Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt“ der Universität Münster analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen, wie sich unter diesen Bedingungen Vertrauen aufbauen und aufrechterhalten lässt.

Welche neuen Formen des politischen Engagements sich in Zeiten von Facebook, Twitter und Co. im Bereich des nachhaltigen Konsums entwickeln, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Siegen im Projekt „Consumer Netizens – Neue Formen von Bürgerschaft an der Schnittstelle von politischem Konsum und Social Web“.

Mit den Schattenseiten des permanenten „Online-Seins“ beschäftigen sich Bonner Psychologen im Rahmen des Projekts „Biologische Grundlagen von Internet- und Computerspielsucht“. Sie interessiert, ab wann von einer möglichen Internetsucht gesprochen werden kann und wie viele Menschen davon betroffen sind. Zusammen mit Informatikern haben sie die Android-App „Menthal“ entwickelt, die den Nutzern ihr eigenes Smartphone-Verhalten vor Augen führt.

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

DFG-Website „Terra Digitalis – Eine Forschungsreise in die digitale Welt“:

Die DFG im Wissenschaftsjahr 2014:

Die Website der „MS Wissenschaft“:

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