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Pressemitteilung Nr. 65 | 13. Dezember 2012
Die DFG verabschiedet Matthias Kleiner

Festakt in Berlin für scheidenden Präsidenten / Erfolgreicher Sachwalter und Botschafter der deutschen Wissenschaft im In- und Ausland und gesellschaftspolitisch engagierter Wissenschaftler

Mit einem Festakt hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ihren Präsidenten Professor Matthias Kleiner verabschiedet. Vor rund 200 geladenen Gästen im Berliner Humboldt-Carré würdigten Spitzenrepräsentanten aus Wissenschaft und Politik Kleiner als erfolgreichen Sachwalter und Botschafter der deutschen Wissenschaft im In- und Ausland und gesellschaftspolitisch engagierten Wissenschaftler. Kleiner, der erste Ingenieurwissenschaftler an der Spitze der DFG, scheidet am 31. Dezember nach sechs Jahren turnusmäßig aus dem Amt und kehrt an die Technische Universität Dortmund zurück, wo er eine Professur für Umformtechnik innehat; sein Nachfolger ist der im Juli von der Mitgliederversammlung der DFG gewählte Münchner Mittelalter-Germanist Professor Peter Strohschneider.

DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek betonte in ihrer Begrüßung die Verfasstheit und das Selbstverständnis der DFG als zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft und als, so Dzwonnek wörtlich, „verlässlicher Partner aller, die auf höchstem Niveau in Deutschland forschen wollen“ – und steckte damit den Rahmen ab, in dem sich auch die Präsidentschaft Matthias Kleiners entfaltete.

Für die Universitäten als Kern der DFG-Mitgliederbasis und des Wissenschaftssystems ließ der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Horst Hippler, die zahlreichen wissenschaftspolitischen Initiativen und Entwicklungen im Fördergeschäft der DFG Revue passieren, die in Kleiners Amtszeit fielen und von diesem vielfach mit hohem persönlichem Engagement angestoßen und vorangetrieben worden seien: von den verbesserten Fördermöglichkeiten für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und im positiven Sinne risikoreichen Forschungsprojekten über die Initiative „Qualität statt Quantität“ zur Eindämmung der Publikationsflut bis hin zu den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG. Nicht zuletzt mit der Durchführung der Exzellenzinitiative und seinem erfolgreichen Eintreten für deren Fortsetzung und Aufstockung habe Kleiner sich bleibende Verdienste um das deutsche Hochschul- und Wissenschaftssystem erworben, so Hippler.

Bundesforschungsministerin Professor Annette Schavan würdigte vor allem Kleiners Verdienste als Botschafter des Forschungs- und Innovationsstandortes Deutschland. „Dies haben Sie als Ihre Aufgabe, ja als Berufung angesehen und mit größter Überzeugung wahrgenommen“, sagte Schavan. Mit seinem stetigen Einsatz auf europäischer und internationaler Ebene habe der DFG-Präsident das Ansehen Deutschlands in der Wissenschaft und Wissenschaftspolitik gemehrt, aber ebenso den Stellenwert von Wissenschaft und Wissenschaftspolitik in Deutschland. Schließlich dankte Schavan Kleiner auch für die „überaus wohltuende menschliche Art“, mit der er sein Amt ausgefüllt und den Dialog mit der Politik geführt habe.

Auch die niedersächsische Wissenschaftsministerin Professor Johanna Wanka hob das besondere Engagement des scheidenden Präsidenten für die Europäisierung und Internationalisierung der deutschen Forschungslandschaft, aber ebenso sein „ausgeprägtes Verständnis für die Probleme der Universitäten“ hervor. Mit beidem sei Kleiner bereits ins Amt gekommen, auf beiden Feldern habe er die Belange der Wissenschaft und speziell der Universitäten ebenso vehement wie erfolgreich vertreten.

Schavan wie Wanka würdigten überdies das gesellschaftspolitische Engagement Kleiners. Vor allem seine Arbeit als Vorsitzender der von der Bundesregierung eingesetzten Ethikkommission zur Energiewende sei beispielhaft. „Matthias Kleiner war und ist ein Wissenschaftler, dem es alles andere als gleichgültig ist, wie sich das Gemeinwesen entwickelt“, unterstrich Schavan.

Im Namen der europäischen und internationalen Wissenschaftsorganisationen, aber auch persönlich würdigte Professor Pär Omling, der Präsident der European Science Foundation und frühere Präsident des Swedish Research Council, Kleiners Einsatz für den Ausbau der europäischen Forschungslandschaft.

Der künftige DFG-Präsident Peter Strohschneider hob Kleiners „Blick für die Gesamtinteressen der Wissenschaft“ hervor und dankte Kleiner für die von „Freundlichkeit, Freundschaft und Fairness“ geprägte Art, mit der dieser sein Amt und auch die Phase des Amtsübergangs gestaltet habe.

Kleiner selbst erwiderte die Würdigungen und Danksagungen seinerseits mit sehr persönlichen Dankesworten – allen voran an seine Frau und seine drei Kinder, sodann an die Politik, die Wissenschaft und Wissenschaftsorganisationen und nicht zuletzt an die DFG, die in ihr und für sie als Antragsteller, Gutachter und Gremienmitglieder tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie schließlich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle und Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek. „Das Amt des DFG-Präsidenten ist das schönste, das die Wissenschaft zu vergeben hat“, schloss Kleiner, „es zu bekleiden, ist ein ungeheuer großes Privileg.“

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

  • Marco Finetti,
    Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG,
    Tel. +49 228 885-2230,
    Marco.Finetti@dfg.de

Impressionen der Verabschiedung

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Momentaufnahme von der Verabschiedung des DFG-Präsidenten im Berliner Humboldt-Carré
© DFG/Ausserhofer




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