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Pressemitteilung Nr. 8 | 2. März 2011
Erste Entscheidungen in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder 

Gemeinsame Kommission von DFG und Wissenschaftsrat wählt 59 Neubewerbungen an 32 Universitäten für Endrunde aus / Vollanträge bis September 2011 / Entscheidung im Juni 2012  

In der zweiten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder sind die ersten Entscheidungen gefallen. Die Gemeinsame Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates für die Exzellenzinitiative hat am 2. März in Bonn insgesamt 59 Projekte an 32 Universitäten für die Endrunde des Programms zur Stärkung der universitären Spitzenforschung bestimmt. Sie wurden aus 227 Bewerbungen („Antragsskizzen“) ausgewählt, die im vergangenen Jahr von 64 Universitäten eingereicht worden waren. Unter den nun erfolgreichen Bewerbungen sind 25 für Graduiertenschulen, 27 für Exzellenzcluster und sieben für universitäre Zukunftskonzepte. Sie alle müssen bis zum 1. September dieses Jahres ausführliche Förderanträge stellen, um damit in den Wettbewerb mit den bereits geförderten 85 Einrichtungen der Exzellenzinitiative zu gehen, der im Juni 2012 endgültig entschieden wird.

Die Vorentscheidungen in den drei Förderlinien im Einzelnen

Graduiertenschulen

Für neue Graduiertenschulen waren 98 Antragsskizzen von 55 Universitäten eingereicht worden, darunter drei Antragsskizzen, die von jeweils zwei Universitäten gemeinsam getragen wurden. Von diesen wurden für die Endrunde 25 Antragsskizzen von 18 Universitäten ausgewählt, darunter zwei Skizzen, die von zwei Universitäten gemeinsam getragen werden. Die ausgewählten Skizzen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Universitäten:

  • Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen 2
  • Universität Bamberg 1
  • Freie Universität (FU) Berlin 1
  • FU Berlin / Humboldt-Universität (HU) Berlin 1
  • HU Berlin 3
  • Technische Universität (TU) Darmstadt 1
  • Universität Düsseldorf 1
  • Universität Göttingen 1
  • Universität Halle-Wittenberg 1
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 2
  • Universität Köln 1
  • Universität Konstanz 1
  • TU München 1
  • Universität München 2
  • Universität München / Universität Regensburg 1
  • Universität Münster 1
  • Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) 1
  • Universität Stuttgart 1
  • Universität Tübingen 2

Die nun ausgewählten 25 Neubewerbungen für Graduiertenschulen treten ein in den Wettbewerb mit den 39 Graduiertenschulen, die bereits seit 2006 beziehungsweise 2007 in der Exzellenzinitiative gefördert werden. Die Namen der ausgewählten Neubewerbungen finden sich in der Zusammenstellung im Anhang zu dieser Pressemitteilung, ebenso eine Liste der bereits geförderten Graduiertenschulen.

Exzellenzcluster

Für neue Exzellenzcluster wurden 107 Antragsskizzen von 60 Universitäten eingereicht; sechs Skizzen wurden dabei von jeweils zwei Universitäten getragen, zwei Skizzen von jeweils drei Universitäten. Von den eingereichten Skizzen wählte die Gemeinsame Kommission von DFG und Wissenschaftsrat nun 27 Skizzen an 24 Universitäten für die Endrunde aus, darunter zwei Skizzen, die von zwei Universitäten getragen werden. Die Verteilung im Einzelnen:

  • RWTH Aachen 1
  • FU / HU Berlin 1
  • HU Berlin 1
  • Universität Bielefeld 1
  • Universität Bochum 1
  • Universität Bonn 3
  • TU Chemnitz 1
  • TU Darmstadt 1
  • TU Dresden 1
  • Universität Düsseldorf / Universität Köln 1
  • Universität Frankfurt Oder 1
  • Universität Freiburg 1
  • Universität Hamburg 1
  • TU Kaiserslautern1
  • Universität Kiel 1
  • KIT 1
  • Universität Mainz 3
  • TU München 1
  • Universität München 1
  • Universität Münster 1
  • Universität Oldenburg 1
  • Universität Paderborn 1
  • Universität Tübingen 1

Die nun ausgewählten 27 Neubewerbungen für Exzellenzcluster treten ein in den Wettbewerb mit den 37 Exzellenzclustern, die seit 2006 beziehungsweise 2007 in der Exzellenzinitiative gefördert werden. Die Namen der für die Endrunde ausgewählten Exzellenzcluster finden sich in der Zusammenstellung im Anhang zu dieser Pressemitteilung, ebenso eine Liste der bereits geförderten Cluster.

Zukunftskonzepte

Für neue universitäre Zukunftskonzepte reichten insgesamt 22 Universitäten Antragsskizzen ein. Von diesen wurden die folgenden sieben Universitäten für die Endrunde ausgewählt:

  • HU Berlin
  • Universität Bochum
  • Universität Bremen
  • TU Dresden
  • Universität Köln
  • Universität Mainz
  • Universität Tübingen

Die nun ausgewählten sieben Neubewerbungen für Zukunftskonzepte treten ein in den Wettbewerb mit den neun Zukunftskonzepten, die bereits seit 2006 beziehungsweise 2007 in der Exzellenzinitiative gefördert werden. Die Titel der für die Endrunde ausgewählten Zukunftskonzepte finden sich in der Zusammenstellung im Anhang zu dieser Pressemitteilung, ebenso eine Liste der bereits geförderten Zukunftskonzepte.

Der Weg zu den Vorentscheidungen

Den jetzigen Vorentscheidungen ist ein intensiver mehrmonatiger Begutachtungsprozess vorausgegangen. Nach der Ausschreibung der zweiten Phase der Exzellenzinitiative im März 2010 waren die 227 Antragsskizzen für neue Projekte bis zum Stichtag 1. September 2010 eingereicht worden). Bei ihrer Begutachtung war die DFG verantwortlich für die beiden ersten Förderlinien des Wettbewerbs, die Graduiertenschulen und Exzellenzcluster. Die hier eingereichten 205 Skizzen wurden zunächst von 20 Prüfungsgruppen bewertet. Daran waren mehr als 200 Gutachterinnen und Gutachter beteiligt, die zum weitaus größten Teil aus dem Ausland kamen – von den USA und Großbritannien über Australien und Israel bis zu Taiwan und den Arabischen Emiraten. Entscheidendes Kriterium für die Bewertung war dabei alleine die wissenschaftliche Exzellenz der Antragsskizzen.

Bei den Begutachtungen in der dritten Förderlinie des Wettbewerbs, den universitären Zukunftskonzepten, war der Wissenschaftsrat federführend. Die Strategiekommission hat die 22 Skizzen intensiv einzeln und im Vergleich beraten. Ausschlaggebend für die Auswahl der neuen Antragsteller waren die bisherige Forschungsstärke einer Universität (Status Quo) sowie die durch das Zukunftskonzept zu erwartende Verbesserung der Rahmenbedingungen für Spitzenforschung. Bei bereits geförderten Universitäten wird erwartet, dass sie in ihren Anträgen aufzeigen, welche ihrer Ankündigungen und Etappenziele mittlerweile erreicht wurden und wie sich dadurch die Forschungsleistungen verbessert haben. Die vorliegenden Antragsskizzen zeigen deutlich, dass sich die Universitäten in den vergangenen fünf Jahren der ersten Programmphase der Exzellenzinitiative mit dem Verfahren vertraut gemacht haben und die Zeit genutzt haben, ihre Strategie- und Steuerungsfähigkeit auszubauen. Viele neue, für die jeweiligen Universitäten maßgeschneiderte Ideen belegen, dass die Universitäten ihre Weiterentwicklung und Neustrukturierung mit Engagement und Einfallsreichtum angehen.

Die Endrunde des Wettbewerbs

Nach den Vorentscheidungen in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative folgt in der Endrunde der Wettbewerb zwischen den jetzt erfolgreichen Neubewerbungen und den bereits seit 2006 beziehungsweise 2007 geförderten Einrichtungen. Hierfür sollen die ausgewählten Neubewerbungen bis zum 1. September 2011 ihre ausführlichen Förderanträge („Vollanträge“) einreichen. Bis zum selben Zeitpunkt sollen die bereits geförderten Einrichtungen ihre Anträge auf Fortsetzung der Förderung stellen. Alle Förder- und Fortsetzungsanträge werden dann bis zum Frühjahr 2012 von wiederum international besetzten Prüfungsgruppen begutachtet. Federführend sind wiederum die DFG bei den Graduiertenschulen und Exzellenzclustern und der Wissenschaftsrat bei den universitären Zukunftskonzepten.

Die endgültigen Entscheidungen fallen Mitte Juni 2012, zunächst erneut in der Fachkommission der DFG und der Strategiekommission des Wissenschaftsrates sowie in der Gemeinsamen Kommission von DFG und Wissenschaftsrat und schließlich im Bewilligungsausschuss für die Exzellenzinitiative, in dem neben den Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft die für Wissenschaft und Forschung zuständigen Ministerinnen und Minister des Bundes und der Länder sitzen. Der Bewilligungsausschuss soll am 15. Juni 2012 bestimmen, welche Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte von November 2012 an fünf Jahre lang gefördert werden. Für diese Förderung stehen insgesamt 2,724 Milliarden Euro (einschließlich Programmpauschalen, Überbrückungs- und Auslauffinanzierungen) zur Verfügung, die zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern kommen.

Die Exzellenzinitiative

Die jetzige zweite Phase der Exzellenzinitiative wurde im Juni 2009 vom Bund und von den Ländern beschlossen. Sie ist die Fortführung der ersten Phase der Exzellenzinitiative, in der seit 2006 beziehungsweise 2007 insgesamt 85 Einrichtungen – 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und neun universitäre Zukunftskonzepte – gefördert werden. Gegenüber der ersten Wettbewerbsphase wurden die Fördermittel von 1,9 Milliarden Euro auf mehr als 2,7 Milliarden Euro deutlich aufgestockt. Zugleich wurden für die zweite Phase flexiblere Fördersummen festgelegt. Graduiertenschulen sollen mit zwischen einer und 2,5 Millionen Euro pro Jahr gefördert werden, Exzellenzcluster mit zwischen drei und acht Millionen Euro. Bei den universitären Zukunftskonzepten sollen auch verstärkt Elemente der forschungsbezogenen Lehre berücksichtigt werden.

Ziel der Exzellenzinitiative ist die Stärkung der universitären Spitzenforschung in Deutschland im internationalen Wettbewerb. Mit ihrem bisherigen Verlauf hat die Exzellenzinitiative aus Sicht von DFG und Wissenschaftsrat zu einer beeindruckenden Aufbruchstimmung im deutschen Wissenschaftssystem geführt und zahlreiche Ideen und Forschungsprojekte von höchster wissenschaftlicher Qualität hervorgebracht. Diese werden nicht zuletzt im Ausland deutlich wahrgenommen, wo sich die Sichtbarkeit der deutschen Wissenschaft durch die Exzellenzinitiative noch einmal deutlich verbessert hat. Zudem sind alleine bisher durch die Exzellenzinitiative weit mehr als 4000 zusätzliche wissenschaftliche Stellen an Hochschulen und Forschungsinstituten entstanden und durchweg hochkarätig besetzt worden. Dies kommt in erster Linie dem Ausbau der Spitzenforschung, aber auch der akademischen Lehre zugute.

Weiterführende Informationen

Diese Pressemitteilung, die Zusammenstellungen der ausgewählten Neubewerbungen und der bereits geförderten Einrichtungen, alle weiteren Materialien zur Pressekonferenz „Erste Entscheidungen in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative“ sowie ausführliches Hintergrundmaterial finden sich auf den Internetseiten von DFG und Wissenschaftsrat unter

Medienkontakte:

  • Dr. Eva-Maria Streier, Tel. +49 228 885-2250, Eva-Maria.Streier@dfg.de
  • Marco Finetti, Tel. +49 228 -2230, Marco.Finetti@dfg.de
  • Dr. Christiane Kling-Mathey, Tel. +49 221 3776-243, Kling-Mathey@wissenschaftsrat.de

In den Geschäftsstellen von DFG und Wissenschaftsrat stehen als verantwortliche Kontaktpersonen zur Verfügung:

  • Dr. Beate Konze-Thomas, Tel. +49 228 -2254, Beate.Konze-Thomas@dfg.de
  • Dr. Sabine Behrenbeck, Tel. +49 221 3776-234, Behrenbeck@wissenschaftsrat.de

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