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Nationale Forschungsdateninfrastruktur

Die nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) soll die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch erschließen, nachhaltig sichern und zugänglich machen sowie (inter-)national vernetzen. Sie soll in einem aus der Wissenschaft getriebenen Prozess als vernetzte Struktur eigeninitiativ agierender Konsortien aufgebaut werden.

Strukturelemente der NFDI

Auf Basis der von Bund und Ländern am 26. November 2018 getroffenen Verwaltungsvereinbarung arbeiten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) bei Aufbau und Förderung der NFDI zusammen. Die DFG ist für die wissenschaftsgeleitete Begutachtung und Bewertung der Konsortien verantwortlich. Die GWK entscheidet auf Grundlage der Förderempfehlungen der DFG. Voraussetzung für die Förderung von Konsortien im Rahmen der NFDI ist ein positives Votum aus der Begutachtung.

In der NFDI wirken Konsortien, die Konsortialversammlung, der Wissenschaftliche Senat sowie das Direktorat zusammen:

Konsortien

Konsortien sind auf langfristige Zusammenarbeit angelegte Zusammenschlüsse von Nutzenden und Anbietern von Forschungsdaten und umfassen Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Ressortforschungseinrichtungen, Akademien und andere öffentlich geförderte Informationsinfrastruktureinrichtungen. Sie sind in der Regel nach Fachgruppen beziehungsweise Methoden organisiert und haben zum Ziel, den Zugang zu und die Nutzung der für sie relevanten Forschungsdaten zu gewährleisten und nachhaltig zu gestalten.

Konsortialversammlung

Jedes Konsortium wird durch einen Sprecher oder eine Sprecherin in der Konsortialversammlung vertreten. Die Konsortialversammlung ist das zentrale fachliche Organ der NFDI. Sie trifft alle relevanten fachlichen, operativen und Dienste-bezogenen Entscheidungen für die NFDI-Konsortien und die NFDI und entscheidet – im Rahmen der vom Wissenschaftlichen Senat verabschiedeten Prinzipien – über die Einführung von fachübergreifenden Verfahren, Diensten oder Standards im Rahmen der NFDI.

Wissenschaftlicher Senat

Der Wissenschaftliche Senat ist das zentrale strategische Organ der NFDI.
Er berät die GWK in allen grundsätzlichen Fragen der Weiterentwicklung der NFDI und trägt Sorge für die Anschlussfähigkeit der NFDI an nationale und internationale Entwicklungen.

Direktorat

Das Direktorat besteht aus einem beziehungsweise einer hauptamtlichen Vorsitzenden und gegebenenfalls weiteren Personen. Es wird auf Zeit ernannt. Das Direktorat erarbeitet Handlungsvorschläge für die Konsortialversammlung und den Wissenschaftlichen Senat, erwirkt erforderliche Beschlüsse in diesen Gremien und vertritt die NFDI nach außen. Das Direktorat stellt sicher, dass die NFDI-Konsortien Querschnittsthemen wie Bildung, Datenschutz und Datenethik ausreichend diskutieren, kommunizieren und untereinander abstimmen.

NFDI-Expertengremium

Für das Verfahren zur Auswahl der NFDI-Konsortien hat der Hauptausschuss der DFG in seiner Sitzung am 06. Dezember 2018 das NFDI-Expertengremium gewählt. Dessen Hauptaufgaben sind die Bewertung der Anträge auf der Grundlage einer fachwissenschaftlichen, informationstechnischen und strukturbezogenen Begutachtung sowie die Formulierung der Förderempfehlungen an die GWK. Das Expertengremium setzt sich zusammen aus Expertinnen und Experten, die in verschiedenen Wissenschaftsgebieten ausgewiesenen sind und auch über langjährige Erfahrung im Ausland, im Wissenschaftsmanagement, in wissenschaftlichen Infrastruktureinrichtungen oder in der Wirtschaft verfügen.

Die Mitglieder dieses Gremiums sind:

  • Professor Dr. Frank Allgöwer (Vorsitz)
  • Professorin Dr.-Ing. Birgit Awiszus, Technische Universität Chemnitz
  • Professor Dr. Rainer Breitling, Universität Manchester
  • Professor Dr.-Ing. Lucio Colombi Ciacchi, Universität Bremen
  • Professor Dr. Ralf-Jürgen Dettmar, Ruhr-Universität Bochum
  • Dr. Peter Doorn, Data Archiving and Networked Services (DANS)
  • Professorin Dr. Angelika Eggert, Charité Berlin
  • Professor Dr.-Ing. Johannes Fröhlich, Technische Universität Wien
  • Professor Dr. Dieter Kranzlmüller, Leibniz-Rechenzentrum Garching
  • Professorin Dr. Simone Lässig, Deutsches Historisches Institut Washington
  • Professor Dr. Ralf Ludwig, Leibniz-Institut für Katalyse und Universität Rostock
  • Professor Dr. Ekkehard Neuhaus, Technische Universität Kaiserslautern
  • Professorin Dr. Gudrun Oevel, Universität Paderborn
  • Dr. Florian Pappenberger, European Center For Medium Range Weather Forecasts (ECMWF) und Universität Bristol
  • Professor Dr. Erhard Rahm, Universität Leipzig
  • Professor Dr. Gunter Saake, Universität Magdeburg

Ständige Gäste im Gremium sind:

  • Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII)
  • Wissenschaftsrat
  • Bund und Länder

Sitzungstermine

  • 25.01.2019
    Konstituierende Sitzung des NFDI-Expertengremiums

Ansprechpersonen

Hinweis

Weitere Informationen zur NFDI aktualisieren wir auf dieser Seite im Laufe des Verfahrens. Für einen Schnellzugriff nutzen Sie bitte die URL