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Sonderforschungsbereiche

Sonderforschungsbereiche sind langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten.

Logo: 50 Jahre Sonderforschungsbereiche

Sie ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch Koordination und Konzentration von Personen und Ressourcen in den antragstellenden Hochschulen. Damit dienen sie der institutionellen Schwerpunkt- und Strukturbildung. Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind ausdrücklich erwünscht. Sonderforschungsbereiche bestehen aus einer Vielzahl von Teilprojekten. Anzahl und Größe der Teilprojekte ergeben sich aus dem Forschungsprogramm des Verbunds. Die Teilprojekte werden von einzelnen oder von mehreren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gemeinsam geleitet.

Hinweis

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat in seiner Sitzung vom 13. Dezember 2017 beschlossen, mit Wirkung zum 1. Januar 2018 eine zweijährige Pilotphase zum formatübergreifenden Vergleich von Skizzen in den Programmen Forschergruppe, Graduiertenkolleg und Sonderforschungsbereich einzuführen.

Kompaktdarstellung des Programms

Ziel der Förderung

Realisierung exzellenter Forschung im Verbund; Schwerpunkt- und Strukturbildung an der/den antragstellenden Hochschule/n; interdisziplinäre Kooperation; Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Antragsberechtigung

Universitäten (und ihnen gleichgestellte Hochschulen mit Promotionsrecht) in Deutschland; andere Forschungseinrichtungen, die essentielle Beiträge zum Forschungsprogramm leisten sollen, können einbezogen werden.

Anforderungen an das Projekt

Hohe wissenschaftliche Qualität und Originalität auf international kompetitivem Niveau; anspruchsvolles und langfristig konzipiertes Forschungsprogramm; kohärente Vernetzung der Teilprojekte; hervorragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler; angemessene personelle, finanzielle und infrastrukturelle Grundausstattung; überzeugende Beiträge zur Schwerpunkt- und Strukturbildung an den antragstellenden Hochschulen; Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern; professionelles Management.

Art und Umfang der Förderung

Personalmittel (einschließlich der Module „Vertretung“ und „Rotationstellen“), Investitionsmittel für wissenschaftliche Geräte, Mittel für Verbrauchsmaterial, Reisen, Kolloquien, Gäste, Gastprofessuren (Modul „Mercator-Fellow“), internationale Kooperationen, Nachwuchsförderung einschließlich Integrierte Graduiertenkollegs, Gleichstellungsmaßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit, Informationsinfrastruktur, Transferprojekte sowie zur Koordinierung des Verbunds, siehe auch:

Dauer der Förderung

Bis zu 12 Jahren, eine Förderperiode umfasst vier Jahre.

Programmvarianten

Der klassische Sonderforschungsbereich (SFB) wird von einer Hochschule beantragt und getragen. Er dient der Bearbeitung eines umfassenden Forschungsprogramms durch die Bündelung der an der jeweiligen Hochschule verfügbaren Kräfte.

Der SFB/Transregio (TRR) wird von zwei oder drei Hochschulen gemeinsam beantragt und getragen. Er ermöglicht eine enge Kooperation zwischen diesen Hochschulen und den dort Forschenden einschließlich einer gemeinsamen Nutzung der Ressourcen. Die Beiträge der antragstellenden Hochschulpartner sind für das gemeinsame Forschungsziel essentiell, komplementär und synergetisch.

Sonderforschungsbereiche und SFB/Transregio können ergänzend Teilprojekte unter der Leitung von Forschenden weiterer Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen integrieren.

Auch Projekte von ausländischen Forschungseinrichtungen können eingebunden werden; die Beteiligung von Hochschulen aus dem Ausland als Standort eines SFB/Transregio ist möglich.

Ferner können Sonderforschungsbereiche in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft oder anderen Anwendungspartnern Projekte mit dem Ziel des Erkenntnistransfers einbeziehen.

Antragsfristen

Die Einrichtung von Sonderforschungsbereichen erfolgt in einem zweistufigen Entscheidungsverfahren.

Neuantrag: keine Einreichungsfrist, einer Antragstellung gehen jedoch die Einreichung einer SFB-Skizze und ein Beratungsgespräch voraus;

Fortsetzungsantrag: innerhalb des letzten Jahres der laufenden Förderperiode des Sonderforschungsbereichs;

Entscheidungsgremien

Der Senatsausschuss für die Sonderforschungsbereiche...

  • wird vom Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft berufen.
  • besteht aus bis zu 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die zugleich als wissenschaftliche Mitglieder dem Bewilligungsausschuss für die Sonderforschungsbereiche (s.u.) angehören.
  • seine Mitglieder wirken als „Berichterstatterin“ bzw. „Berichterstatter“ an Beratungsgesprächen von SFB-Initiativen und an Vor-Ort-Begutachtungen von Sonderforschungsbereichen mit.
  • berät über die Ergebnisse der Beratungsgespräche für SFB-Initiativen.
  • bereitet die inhaltliche Weiterentwicklung des SFB-Programms vor.

Sitzungstermine des Senatsausschusses:

  • Donnerstag, 22. November 2018 (09.00 Uhr bis 13.00 Uhr)

Der Bewilligungsausschuss für die Sonderforschungsbereiche...

Sitzungstermine des Bewilligungsausschusses:

  • Donnerstag, 22. November 2018 (ab 14.00 Uhr)
  • Freitag, 23. November 2018 (ganztägig)

Internationale Kooperationen im Programm Sonderforschungsbereiche

Ziel der Förderung internationaler Kooperationen im Programm Sonderforschungsbereiche ist der Auf- und Ausbau internationaler Vernetzungsstrukturen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Ausland. Voraussetzungen für ihre Integration sind die wissenschaftliche Exzellenz der betreffenden Projekte und deren sinnvolle thematische Einbindung in das Gesamtkonzept.

Ziele

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Wissenschaft ist eine wesentliche Voraussetzung für die internationale Konkurrenzfähigkeit und Attraktivität von Sonderforschungsbereichen. Ziel der Förderung solcher Kooperationen im SFB-Programm ist der Auf- und Ausbau internationaler Vernetzungsstrukturen zwischen Sonderforschungsbereichen und wissenschaftlichen Partnern im Ausland.

Art und Umfang der Förderung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt den Sonderforschungsbereichen zur Pflege internationaler Kontakte und zur internationalen Präsentation ihrer Ergebnisse Mittel für Reisen, Kolloquien und Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler zur Verfügung. Zusätzliche Mittel können zum Aufbau projektähnlicher Kooperationsstrukturen beantragt werden. Die Förderung kann auch langfristig angelegte Kooperationen mit vergleichbaren Exzellenzzentren im Ausland (Centre-to-Centre-Kooperationen) umfassen. Darüber hinaus können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Ausland eigene Vorhaben als Teil- oder Co-Teilprojektleiterinnen bzw. -leiter einbringen, die in der Regel aber nicht durch die DFG, sondern eine ausländische Partnerorganisation zu finanzieren sind.

Ausländischer Transregio-Standort

Im Rahmen der Programmvariante SFB/Transregio kann einer der Standorte im Ausland gelegen sein. Hierzu ist in der Regel eine intensive Abstimmung zwischen der DFG und der beteiligten ausländischen Partnerorganisation hinsichtlich der Modalitäten zur Finanzierung, Begutachtung und Förderentscheidung notwendig.

Voraussetzungen der Förderung

Voraussetzung für die Förderung sind wissenschaftliche Exzellenz, sinnvolle thematische Einbindung in das Gesamtkonzept und ein überzeugender Mehrwert für den Sonderforschungsbereich oder SFB/Transregio. Es ist gleichzeitig zu beachten, dass dem Programmziel der Strukturbildung vor Ort hinreichend Rechnung getragen wird.

Kofinanzierung durch ausländische Partnerorganisation

Die Förderung grenzüberschreitender Kooperationsprojekte erfolgt nach dem Prinzip der beiderseitigen Zuständigkeit, d.h. es wird erwartet, dass der Anteil der Wissenschaftlerin bzw. des Wissenschaftlers im Ausland von deren bzw. dessen Institution oder von einer Förderorganisation in dem betreffenden Land übernommen wird. Die DFG unterstützt die Integration durch zusätzliche Mittel für Reisen, Kolloquien und Gäste. Für Forschungskooperationen mit Entwicklungsländern können unter bestimmten Voraussetzungen DFG-Mittel bereit gestellt werden.

Weitere Informationen

Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern

Für Forschungskooperationen mit Entwicklungsländern können unter bestimmten Voraussetzungen DFG-Mittel bereit gestellt werden. Kooperationsvereinbarungen mit ausländischen Partnerorganisationen der DFG können zusätzlich genutzt werden.

Internationale Kooperationen

Ergänzende Informationen zu internationalen Kooperationen im Rahmen von Sonderforschungsbereichen finden Sie auch im Kapitel III. 3 des nachfolgend genannten Programm-Merkblatts.

Nachwuchsförderung im Programm Sonderforschungsbereiche

Die Nachwuchsförderung ist ein zentrales Ziel des Programms Sonderforschungsbereiche. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einen SFB einzubinden und gezielt bei ihrer wissenschaftlichen (Weiter-) Qualifikation zu unterstützen. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist für die DFG von zentraler Bedeutung und daher ein wesentliches Begutachtungskriterium von Sonderforschungsbereichen. Das Hauptziel der Nachwuchsförderung ist es, jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern frühzeitig die Gelegenheit zu geben, möglichst selbständig und unabhängig zu forschen. Dabei ist ein besonderes Merkmal des Programms Sonderforschungsbereiche die enge Einbindung des Nachwuchses in einen Forschungsverbund und die damit verbundene Möglichkeit, in einem wissenschaftlichen Netzwerk mit einer besonders guten apparativen und administrativen Ausstattung mitzuwirken.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, als Nachwuchswissenschaftlerin und Nachwuchswissenschaftler in einem SFB mitzuwirken.

Zahlen und Fakten

Zum Stichtag 1. Januar 2018 fördert die DFG 269 Sonderforschungsbereiche. Hierfür stehen gemäß Wirtschaftsplan 2018 insgesamt rund 722 Mio. Euro (inkl. Programmpauschale) zur Verfügung. Dies entspricht einem Anteil von rund 22 % am Gesamthaushalt der DFG.

Ansprechpersonen

Ansprechpersonen für Fragen zur Beantragung von Sonderforschungsbereichen sowie zum Verfahren allgemein

Allgemeine Informationen

Planung der Begutachtungen

Koordination der Beratungsgespräche

Mittelbewirtschaftung

Mittelverwendung für

Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein

Bayern, Hessen, Thüringen

Baden-Württemberg, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Saarland

Berlin, Niedersachsen, Sachsen

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