Einzelförderung
Forscherinnen und Forscher mit einer abgeschlossenen wissenschaftlichen Ausbildung (Promotion) können Anträge auf Finanzierung thematisch und zeitlich begrenzter Vorhaben stellen.
Die Sachbeihilfe im Normalverfahren bildet den Kern der Forschungsförderung durch die DFG. In Form einer Sachbeihilfe können Mittel für Personal, Vertretungskosten, wissenschaftliche Geräte, Verbrauchsmaterial, Reisen, Publikationen und für die meisten anderen Erfordernisse eines Forschungsvorhabens bereit gestellt werden. Dabei setzt die DFG voraus, dass die Institution, in der das Vorhaben durchgeführt wird, die notwendige Grundausstattung zur Verfügung stellt.
Der Hauptausschuss der DFG hat in seiner Sitzung vom 25. Oktober 2007 beschlossen, die Frist zur Beantragung der Eigenen Stelle von sechs Jahre nach der Promotion grundsätzlich aufzuheben.
In der Praktischen Medizin tätige Forscherinnen und Forscher sind in der Regel in erheblichem Umfang durch Aufgaben in der Krankenversorgung zeitlich in Anspruch genommen. Im Rahmen eines von der DFG geförderten Forschungsvorhabens besteht deshalb die Möglichkeit, durch sog. "Rotationsstellen"1 bereits in der Forschungsinstitution tätige Ärztinnen und Ärzte mit Aufgaben überwiegend in der Patientenversorgung vorübergehend von ihren klinischen Verpflichtungen freizustellen.
Wissenschaftliche Netzwerke wenden sich besonders an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit dem Ziel, ihnen die Möglichkeit zum ortsübergreifenden themen- und aufgabenbezogenen Austausch zu geben.
Das Forschungsstipendium soll jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen, an einem Ort ihrer Wahl im Ausland ein umgrenztes Forschungsprojekt durchzuführen, sich in diesem Zusammenhang in neue wissenschaftliche Methoden einzuarbeiten oder ein größeres Forschungsvorhaben abzuschließen.
Das Emmy Noether-Programm möchte jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern einen Weg zu früher wissenschaftlicher Selbständigkeit eröffnen. Promovierte Forscherinnen und Forscher erwerben durch eine in der Regel fünfjährige Förderung die Befähigung zum Hochschullehrer durch die Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe.
Bewerben können sich Postdocs mit in der Regel zwei bis vier Jahren Forschungserfahrung nach der Promotion. Die Bewerber müssen über internationale Forschungserfahrung verfügen.
Wenn Sie bereits alle Voraussetzungen erfüllen, um auf eine unbefristete Professur berufen zu werden, bietet Ihnen die DFG das Heisenberg-Programm an. Während Sie sich auf eine spätere wissenschaftliche Leitungsfunktion vorbereiten, fördern wir Sie, damit Sie an einem Ort Ihrer Wahl Ihre hochkarätigen Projekte fortsetzen und Ihre wissenschaftliche Reputation weiter steigern können.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat mit den National Institutes of Health (NIH) in den USA ein gemeinsames Förderprogramm ins Leben gerufen. Diese NIH/DFG Research Career Transition Awards sollen jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Möglichkeit geben, über einen zusammenhängenden Zeitraum von fünf bis sechs Jahren Forschungsarbeiten zunächst an einem der NIH-Institute in den USA und im Anschluss daran an einer deutschen Forschungseinrichtung durchzuführen.
Reinhardt Koselleck-Projekte stehen für mehr Freiraum für besonders innovative und im positiven Sinne risikobehaftete Forschung. Durch besondere wissenschaftliche Leistung ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern soll die Möglichkeit eröffnet werden, in hohem Maße innovative und im positiven Sinne risikobehaftete Projekte durchzuführen.
Die DFG und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führen das gemeinsame Förderprogramm "Klinische Studien" fort. Im Rahmen zweier sich ergänzender und aufeinander abgestimmter Fördermaßnahmen werden Anträge in einem zweistufigen Verfahren nach einheitlichen, international anerkannten Standards entgegengenommen und evaluiert.