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Interdisziplinarität: Begutachtungen über Fächergrenzen

Fachübergreifende Begutachtung -  Strukturwirkung und Fördererfolg

Aus fachübergreifenden Begutachtungen resultierendes Fächernetzwerk

Aus fachübergreifenden Begutachtungen resultierendes Fächernetzwerk

Der im Herbst 2013 vorgelegte Bericht „Fachübergreifende Begutachtung: Strukturwirkung und Fördererfolg“ betrachtet das Phänomen der „Interdisziplinarität“ im Rahmen der Antragsentscheidung bei der DFG. Er entstand im Auftrag des Senatsausschusses „Perspektiven der Forschung“.

Der Begriff „Interdisziplinarität“ beschreibt in der Regel die gemeinsame Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen durch Vertreter unterschiedlicher Disziplinen. Der „wissenschaftlichen Disziplin“ werden dabei zahlreiche Bedeutungen zugeschrieben. Eine eindeutige Definition dessen, was den Kern einer Disziplin ausmacht und dementsprechend auch dessen, was die Grenzen und Übergänge zwischen Disziplinen charakterisiert, gibt es nicht. Für den empirischen Zugang zum Thema ist so in jedem Einzelfall neu zu überprüfen, ob die Datenlage für eine hinreichend belastbare Annäherung an das Thema geeignet ist.

In der vorliegenden Studie erfolgt der empirische Zugang zum Thema über die Analyse der Begutachtungskonstellationen von rund 20.000 DFG-Neuanträgen in der Einzelförderung, die in den Jahren 2005 bis 2010 zur Entscheidung gebracht wurden. Ausgewertet wurde der fachliche Hintergrund der beteiligten Gutachterinnen und Gutachter gemäß DFG-Fachsystematik und in der Unterscheidung nach 48 Gutachterfächern.

Die gemeinsame Begutachtung durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund wird dabei als Hinweis auf interdisziplinäre Forschung wird gewertet. Im Mittelpunkt der Analyse stehen damit weniger die Ursachen und Formen von Interdisziplinarität, sondern die Orte des Auftretens fachübergreifender Zusammenarbeit im fachlichen Kontinuum des DFG-Fördergeschehens.

Der Bericht widmet sich drei Hauptfragen:

  • Welchen Stellenwert nehmen fachübergreifende Begutachtungen im Förderhandeln der DFG ein?
  • Zeigen sich Unterschiede in den Förderquoten fachspezifisch und fachübergreifend begutachteter Anträge und wie stabil sind diese Unterschiede über Zeit?
  • Welche Struktureffekte resultieren aus der Nähe und Distanz der insgesamt 48 zur Betrachtung kommenden Gutachterfächer – dargestellt in Form von Grafiken, die das „Netzwerk der Fächer“ visualisieren?

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