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Klinische Forschungsgruppen

Ziel einer Klinischen Forschungsgruppe ist die Förderung von Forschungsverbünden in der krankheits- oder patientenorientierten (translationalen) klinischen Forschung und die dauerhafte Implementierung von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen in klinischen Einrichtungen.

In Klinischen Forschungsgruppen können herausragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer mittelfristig angelegten, engen Zusammenarbeit an einer besonderen Forschungsaufgabe unterstützt werden, wenn zu erwarten ist, dass die so unterstützte Zusammenarbeit zu Ergebnissen führt, die mit den Möglichkeiten der Einzelförderung nicht erreicht werden können.

Die Förderung von Klinischen Forschungsgruppen soll unter anderem dazu beitragen, die klinische Forschung durch die Schaffung und Stärkung forschungsorientierter Strukturen in den Universitätskliniken zu verbessern, die leistungsorientierte Verteilung der Ressourcen zu unterstützen, Ausbildungsstrukturen zu etablieren oder zu stärken, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, die wissenschaftliche Profilbildung der jeweiligen Medizinischen Fakultäten voranzubringen sowie die Kooperation zwischen Klinikern und Grundlagenwissenschaftlern zu intensivieren.

Hinweis: „Klinische Forschergruppen“ wurden in die geschlechtsneutrale Bezeichnung „Klinische Forschungsgruppen“ umbenannt; erforderliche Änderungen werden sukzessive umgesetzt. In bereits veröffentlichten Publikationen und Berichten, die den Zeitraum vor dem 01.01.2018 betreffen, werden keine nachträglichen Änderungen vorgenommen.

Kompaktdarstellung des Programms

Ziel der Förderung

Förderung von Forschungsverbünden in der krankheits- oder patientenorientierten (translationalen) klinischen Forschung und die dauerhafte Implementation von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen in klinischen Einrichtungen.

Antragsberechtigung

Herausragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Anforderungen an das Projekt

Wissenschaftliche Qualität und Originalität des Forschungsvorhabens auf internationalem Niveau.

Klinische Fragestellungen, Einbindung von klinischem Material und ggf. von klinischen Pilotstudien, thematischer Fokus auf translationaler Forschung mit patientenorientierten Ansätzen und Aufklärung von Krankheitsmechanismen.

Klare Befürwortung durch die Medizinische Fakultät zur Einrichtung und Unterstützung der Klinischen Forschungsgruppe und Übernahme eines Teils der notwendigen Finanzmittel.

Stärkung der wissenschaftlichen Profilbildung an der Hochschule/medizinischen Fakultät.

Schaffung und Stärkung von forschungsorientierten Strukturen in den Kliniken.

Intensivierung der Kooperation zwischen Grundlagenwissenschaftlern und Klinikern.

Etablierung und/oder Stärkung von Ausbildungsstrukturen innerhalb der klinischen Forschung.

Art und Umfang der Förderung

Folgende Fördermodule sind in Klinischen Forschungsgruppen möglich bzw. zum Teil zwingend:

  • Wissenschaftliche (aufeinander abgestimmte) Projekte
  • Einrichtung einer Forschungsprofessur, dessen Inhaber die wissenschaftliche und organisatorische Leitung der Klinischen Forschungsgruppe übernimmt
  • Befristete Freistellungen/Rotationsstellen (sog. „Gerok-Stellen“)
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Nachwuchsgruppen nach den Regeln des Emmy Noether-Programms
  • Flexibel einsetzbare Mittel zur Kompensation einer familienbedingten Ausfallzeit
  • Sonstige Personalstellen
  • Fellow-Programm
  • Transferprojekte
  • Koordinationsmittel/-stelle

Dauer der Förderung

In der Regel bis zu 6 Jahren (unter bestimmten Umständen bis zu 8 Jahren).

Formulare und Merkblätter

Antragsfristen

Antragsskizzen können jederzeit vorgelegt werden. Sie werden in den jeweils zuständigen Fachkollegien beraten. Für das Fachkollegium Medizin gilt, dass die Besprechung der Antragsskizzen zweimal jährlich (Frühjahr und Herbst) stattfindet.

Neuanträge: keine Einreichungsfrist (aber für die bessere Planung nach Absprache mit der Geschäftsstelle), Entscheidungen über die erstmalige Förderung von Klinischen Forschergruppen trifft der Senat der DFG vier Mal im Jahr.

Fortsetzungsanträge: 6 Monate vor Verbrauch der bewilligten Mittel

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