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Forschungsgruppen

Eine Forschungsgruppe ist ein enges Arbeitsbündnis mehrerer herausragender Wissenschaftler und/oder Wissenschaftlerinnen, die gemeinsam eine Forschungsaufgabe bearbeiten. Das Forschungsvorhaben geht dabei nach seinem thematischen, zeitlichen und finanziellen Umfang über die Förderungsmöglichkeiten im Rahmen der Einzelförderung des Normal- oder Schwerpunktverfahrens weit hinaus. Die Förderung von Forschungsgruppen soll helfen, für eine mittelfristige - meist auf sechs Jahre - angelegte, enge Kooperation die notwendige personelle und materielle Ausstattung bereitzustellen. Forschungsgruppen tragen häufig dazu bei, neue Arbeitsrichtungen zu etablieren. Hinsichtlich der Qualitätskriterien gelten dieselben Grundsätze wie bei Sachbeihilfen.

Eine Forschungsgruppe setzt sich aus verschiedenen Programmmodulen zusammen, deren Gewichtung und Kombination den jeweiligen fachlichen Anforderungen Rechnung tragen. Das Förderprogramm erlaubt so eine weitgehende flexible Gestaltung des Forschungsverbundes, in Abhängigkeit von der jeweiligen Fragestellung, den einbezogenen Wissenschaftsgebieten und dem gewünschten strukturbildenden Aspekt. In diesem Rahmen können Forschungsgruppen Entfaltungsmöglichkeiten für Nachwuchsgruppen bieten, die Kooperation mit außeruniversitären Partnern stärken, zeitliche Freistellungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen und die internationale Zusammenarbeit intensivieren. In ihren unterschiedlichen Gestaltungsformen können Forschungsgruppen in übergreifende forschungspolitische Initiativen eingebunden sein. Beispiele hierfür sind "Klinische Forschungsgruppen" oder "Kolleg-Forschungsgruppen in den Geisteswissenschaften".

Hinweis: „Forschergruppen“ wurden in die geschlechtsneutrale Bezeichnung „Forschungsgruppen“ umbenannt; erforderliche Änderungen werden sukzessive umgesetzt. In bereits veröffentlichten Publikationen und Berichten, die den Zeitraum vor dem 01.01.2018 betreffen, werden keine nachträglichen Änderungen vorgenommen.

Kompaktdarstellung des Programms

Ziel der Förderung

Mittelfristig angelegte, enge Zusammenarbeit von mehreren herausragend ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an einer besonderen Forschungsaufgabe, mit dem Ziel, Ergebnisse zu erreichen, die über die Einzelförderung deutlich hinausgehen. Forschungsgruppen können aus verschiedenen Modulen aufgebaut sein. Die Auswahl der jeweiligen Module erfolgt nach fachlichen Gesichtspunkten und kann daher in Abhängigkeit von der jeweiligen Fragestellung, den einbezogenen Wissenschaftsgebieten und dem gewünschten strukturbildenden Aspekt variieren.

Antragsberechtigung

Herausragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Anforderungen an das Projekt

Wissenschaftliche Qualität und Originalität des Forschungsvorhabens auf internationalem Niveau.

Art und Umfang der Förderung

Interner LinkMerkblatt Programm Forschungsgruppen

Beantragbare Module:

Interner LinkBasismodul

Interner LinkEigene Stelle

Interner LinkVertretung

Interner LinkRotationsstelle

Interner LinkProfessur

Interner LinkMercator-Fellow

Interner LinkProjektspezifische Workshops

Interner LinkAnschubförderung

Interner LinkKoordinierung

Interner LinkVerbundmittel

Interner LinkÖffentlichkeitsarbeit

Interner LinkChancengleichheitsmaßnahmen in Forschungsverbünden

Emmy Noether-Nachwuchsgruppen und im Heisenberg-Programm Geförderte können an eine Forschungsgruppe assoziiert werden.

Dauer der Förderung

In der Regel bis zu 6 Jahren (unter bestimmten Umständen bis zu 8 Jahren).

Formulare und Merkblätter

Antragsfristen

Neuantrag: keine Einreichungsfrist, Antragsskizzen können jederzeit vorgelegt werden. Entscheidungen über die erstmalige Förderung von Forschungsgruppen trifft der Senat der DFG vier Mal im Jahr.

Fortsetzungsantrag: 6 Monate vor Verbrauch der bewilligten Mittel.

Ansprechpersonen

Informationen zur Einrichtung von Forschungsgruppen erhalten Sie von den fachlich zuständigen Bereichen unserer Geschäftsstelle. Bitte setzen Sie sich mit diesen frühzeitig in Verbindung.

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