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Information für die Wissenschaft Nr. 48 | 30. Juni 2015
Forschungsdaten in der Praxis

Eine Ausschreibung im Rahmen des LIS-Förderprogramms „Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten“

Entwicklung und Aufbau von Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten sind für die Wissenschaftspolitik wichtige Themen, die bereits seit einigen Jahren von Wissenschaftsorganisationen, Infrastruktureinrichtungen und Förderern mit großem Engagement vorangetrieben werden. Ziel ist es dabei, mehr und bessere wissenschaftliche Erkenntnisse aus bereits bestehenden und nun auch vielfach zugänglichen Datenquellen erlangen zu können. Mit dieser Förderinitiative soll exemplarisch – gewissermaßen als Praxistest – das wissenschaftliche Potenzial von Forschungsdaten, die in überregionalen Repositorien verfügbar sind, erkundet und konsequent genutzt werden. Der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn soll die Leistungsfähigkeit dieser Informationsinfrastrukturen dadurch sichtbar machen, dass in den geförderten Projekten besonders innovative Ansätze zur Analyse und Interpretation vorhandener Daten aus unterschiedlichen Quellen zur Anwendung kommen.

Die Ausschreibung eröffnet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in enger Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern von Informationsinfrastrukturen aus allen Disziplinen die Option, Forschungsfragen überwiegend durch eine Sekundär- beziehungsweise Nachnutzung verfügbarer Forschungsdaten zu bearbeiten. Idealerweise ist das Forschungsthema geeignet, die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Forschungsdatenrepositorien im Hinblick auf eine interoperable Vernetzung aufzuzeigen. Für die beteiligten Informationsinfrastrukturen soll sich mit dieser Initiative gleichzeitig die Chance eröffnen, ihr wissenschaftliches Potenzial insbesondere durch ihre Funktionalität im Kontext von Interoperabilität und technischer Anschlussfähigkeit nachzuweisen und gegebenenfalls zu optimieren. Die Betreiberinnen und Betreiber der Infrastrukturen sollen durch die Projektförderung in die Lage versetzt werden, zunächst für diese Vorhaben die notwendigen Systemanpassungen vornehmen zu können, die aber zugleich so generisch sein müssen, dass sie auch zukünftigen wissenschaftlichen Projekten Nutzungsoptionen eröffnen können.

Das Ziel der Ausschreibung, die Interoperabilität und Anschlussfähigkeit der beteiligten Informationsinfrastrukturen herzustellen und die Nutzbarkeit der Daten und Dateninfrastrukturen für die intendierten wissenschaftlichen Zwecke technisch, informationsfachlich und organisatorisch zu optimieren, bedingt eine enge Kooperation zwischen den antragstellenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und den Betreiberinnen und Betreibern der infrage kommenden Infrastrukturen.

Förderbar in dieser Ausschreibung sind Personal- und Sachmittel. Eine Förderung kann zunächst für bis zu drei Jahre bewilligt werden. Interessenten werden gebeten, bis zum 15. September 2015 eine unverbindliche, kurze Absichtserklärung einzureichen. Vollanträge können bis zum 30. November 2015 eingereicht werden.

Weiterführende Informationen

Den vollständigen Text zur Ausschreibung mit weiteren Angaben finden Sie unter:

Ansprechpersonen bei der DFG:

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