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Information für die Wissenschaft Nr. 68 | 8. Dezember 2010
Weitere neue Großgeräteinitiative

DNP-verstärkte Festkörper-NMR

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert in dieser Großgeräteinitiative die Verknüpfung der Festkörper-NMR-Spektroskopie (NMR = nuclear magnetic resonance = Kernspinresonanz) mit der Technik des Dynamischen Kernpolarisationstransfers (dynamic nuclear polarisation, DNP). Die mögliche Förderung beinhaltet die Bereitstellung eines DNP-Festkörper-NMR-Geräts.

Von der DNP-NMR-Kombination wird eine Steigerung der Intensität der NMR-Signale um zwei Größenordnungen erwartet. Damit ist DNP für die Bereiche sehr relevant, die der NMR aufgrund unzureichender Signalausbeute bisher unzugänglich geblieben sind. Die Festkörper-NMR hat sich in den letzten Jahren in besonderem Maße weiterentwickelt, sodass sie von der DNP-Technik besonders profitieren könnte. Insgesamt sollen völlig neuartige Wege bei Untersuchungen im Bereich der Chemie, Biologie und Physik eröffnet werden.

Ziel der Großgeräteinitiative ist es, deutschen Hochschulen möglichst schnell den Zugang zu dieser neuen Technologie zu verschaffen. Die bislang nur in Ansätzen erkennbaren Möglichkeiten der DNP-NMR-Methode sollen exploriert und in den relevanten Forschungsfeldern angewendet werden. Erfolgreiche Anträge belegen durch die skizzierten Forschungsprojekte und Anwendungsfälle, dass die antragstellende Gruppe über die notwendige Expertise auf der methodischen Seite verfügt und dass durch die geplanten Vorhaben der Stellenwert der DNP-NMR gezeigt werden kann.

Von den Bewerbern wird erwartet, dass sie das Gerät durch eigene Forschungsvorhaben sowie durch die Beteiligung an interdisziplinären Projekten in nennenswertem Umfang auslasten. Darüber hinaus sollen bis zu 20 Prozent der Hauptnutzungszeit auch anderen Arbeitsgruppen in Deutschland zur Verfügung stehen können, bei entsprechender Beteiligung an den Betriebskosten. Um sicherzustellen, dass dieser erweiterte Nutzerkreis einen geregelten Zugang zu den Geräten erhält, wird eine Bewilligung an die Auflage geknüpft, eine Nutzerordnung zu schaffen. In den Anträgen sollen neben den wissenschaftlichen Zielsetzungen und entsprechenden Realisierungskonzepten auch die Nutzungskonzepte konkret beschrieben werden.

Abhängig von den geplanten Anwendungsfällen und der wissenschaftlichen Begründung kann ein DNP-Festkörper-NMR-Spektrometer mit einer Protonenfrequenz von 400 MHz oder 600 MHz beantragt werden. Sollte ein geeignetes Festkörper-NMR-Spektrometer  schon vorhanden sein, so kann auch nur die DNP-Erweiterung beantragt werden. Vorausgesetzt wird, dass für die Installation eines solchen Systems geeignete Räumlichkeiten und Infrastruktur sowie ausreichend erfahrenes wissenschaftliches und technisches Personal zur Verfügung stehen. Die Folgekosten für Betrieb und Wartung müssen von den antragstellenden Gruppen übernommen werden.

Anträge, die diese Voraussetzungen erfüllen, können in englischer Sprache unter Berücksichtigung des Leitfadens 1.02e ("Research Grants - General information and guidelines for proposals") bis zum 31. März 2011 bei der Geschäftsstelle der DFG, Kennedyallee 40, 51375 Bonn, unter dem Kennwort „Großgeräteinitiative DNP" eingereicht werden.

Weiterführende Informationen

Den Leitfaden 1.02e finden Sie unter:

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr. Christian Renner
    Kennedyallee 40
    53175 Bonn
    Tel.: +49 228/885-2324
    christian.renner@dfg.de

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