Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Für Promotionsinteressierte und Promovierende

Förder- und Bewerbungsmöglichkeiten für Promovierende

Kann ich mich bei der DFG um Promotionsförderung bewerben?

Wenn Sie promovieren möchten, können Sie in Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen oder durch Stellen in DFG-finanzierten Projekten gefördert werden. Auch in Sonderforschungsbereichen (SFB) werden Doktorandinnen und Doktoranden zur Mitarbeit eingestellt. Zudem bieten einige SFB sogenannte „Integrierte Graduiertenkollegs“. Freie Stellen und Stipendien sind auf unserer Webseite mit den Stellenausschreibungen aus DFG-geförderten Vorhaben ausgeschrieben.

Die Stellen oder Stipendien werden von den Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen, Sonderforschungsbereichen oder Projektleitungen selbst vergeben. Bitte bewerben Sie sich daher direkt bei den Leitungspersonen dieser Einrichtungen oder Projekte.

Um eine individuelle Förderung für Ihre Promotion können Sie sich nicht bei der DFG bewerben, da eine Grundvoraussetzung für einen Antrag bei der DFG ist, dass Sie bereits promoviert sind.

Die Fördermöglichkeiten, die Ihnen die DFG je nach Karrierestufe bieten kann, stellen wir Ihnen auf den Informationsseiten zur wissenschaftlichen Karriere vor.

Fördert die DFG Promotionen im Ausland?

Die DFG kann keine Promotionen im Ausland fördern. Als Doktorandin oder Doktorand in einem Graduiertenkolleg können Sie aber von den internationalen Kontakten profitieren und Auslandsaufenthalte absolvieren. Bei der Programmvariante der Internationalen Graduiertenkollegs gehören mehrmonatige (etwa sechs- bis zwölf-monatige) Aufenthalte bei der internationalen Partnereinrichtung zum Programm. Ein Promotionsstudium, das durchweg im Ausland erfolgt, ist mit der Stelle oder dem Stipendium eines Graduiertenkollegs aber nicht möglich.

An wen muss ich mich wenden, wenn ich in einem Graduiertenkolleg, einer Graduiertenschule, einem Sonderforschungsbereich oder einem DFG-Projekt mitarbeiten möchte?

Die DFG ist an der Vergabe von Stipendien und Stellen für Doktorandinnen und Doktoranden nicht beteiligt. Bitte wenden Sie sich an die Leitungspersonen der Einrichtung oder des Projekts, in der oder in dem Sie mitarbeiten möchten. Dort erfahren Sie auch, ob es aktuell freie Stellen oder Stipendien gibt.

In der Liste der derzeit geförderten Graduiertenkollegs können Sie nach einem thematisch passenden Kolleg suchen. Außerdem sind im Informationssystem GEPRIS sämtliche DFG-geförderten Projekte recherchierbar. Darin können Sie spezifisch nach Fachgebieten, einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Universitäten oder Programmtypen suchen.

Auf aktuelle Ausschreibungen weist die Webseite zu den Stellenausschreibungen aus DFG-geförderten Vorhaben hin.

Welche Voraussetzungen muss ich für eine Bewerbung erfüllen?

Die konkreten Voraussetzungen legen die einzelnen Graduiertenkollegs und Projekte sowie die jeweils gültige Promotionsordnung fest. Allgemein sollten Sie Ihr Universitätsstudium zügig und mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen haben und Talent sowie Motivation für die Forschung mitbringen. Auch sollten Ihr Interessenschwerpunkt und Ihre Qualifikation zum Thema des jeweiligen Kollegs bzw. Projekts passen. In Ihrem bisherigen Werdegang sollten Sie Leistungsbereitschaft und wissenschaftliches Interesse gezeigt haben und nach Möglichkeit erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten vorweisen können. Die Promotion sollte sich zudem sinnvoll in Ihren bisherigen beruflichen Lebenslauf und Ihre zukünftige Karriereplanung einfügen.

Kann ich mich mit einem Bachelor- oder Fachhochschulabschluss um eine Stelle oder ein Stipendium bewerben?

Haben Sie einen Bachelor- oder Fachhochschulabschluss, sollten Sie sich bei der Einrichtung oder Projektleitung, bei der Sie promovieren möchten, nach den Aufnahmebedingungen erkundigen. Einige Graduiertenkollegs bieten Qualifizierungsstipendien (800 Euro/Monat) für maximal zwölf Monate an, um Interessierten mit Bachelor- oder Fachhochschulabschluss einen zügigen Zugang zur Promotion zu eröffnen.

Gibt es Altersgrenzen bei der Bewerbung?

Nein. Die Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber in Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und anderen DFG-finanzierten Projekten soll in einem leistungsbezogenen und transparenten Verfahren erfolgen, das sich an den Voraussetzungen der Kandidatinnen und Kandidaten orientiert, nicht aber an deren Alter.

Können sich internationale Absolventinnen und Absolventen für eine Stelle oder ein Stipendium in einem Graduiertenkolleg bewerben?

Selbstverständlich. Wenn Sie nach Deutschland kommen möchten, können Sie in DFG-geförderten Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und Projekten promovieren. Bewerbungen von internationalen Bewerberinnen und Bewerbern sind den Leitungen der Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und Projekte sehr willkommen. Viele DFG-geförderte Projekte und Einrichtungen bieten ihr Studienprogramm auf Englisch an und führen für ihre internationalen Promovierenden Sprachkurse durch.

Welche Sprachkenntnisse für die Aufnahme als Doktorandin und Doktorand erforderlich sind, erfahren Sie direkt von den Leitungspersonen der jeweiligen Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und DFG-Projekte.

Die Promotion in einem Graduiertenkolleg

Wie lange kann ich während der Promotion in einem Graduiertenkolleg gefördert werden?

Die individuelle Förderdauer für Doktorandinnen und Doktoranden in einem Graduiertenkolleg beträgt in der Regel 36 Monate.

Welchen Status habe ich als Doktorandin oder Doktorand in einem Graduiertenkolleg?

In der Regel schließt die Universität mit Ihnen einen Arbeitsvertrag oder einen Stipendienvertrag. Die DFG empfiehlt den Abschluss einer Betreuungsvereinbarung, in der für beide Seiten – die Betreuenden wie die Betreuten – die jeweiligen Aufgaben und Pflichten sowie die Grundsätze der Betreuung und die Rahmenbedingungen festgehalten werden.

Was verdiene ich als Doktorandin oder Doktorand?

Der Großteil der Graduiertenkollegs vergibt Stellen. Die Vergütung der Stellen entspricht 65 % bis 100 % einer Vollzeitstelle TV-L E13 und orientiert sich meist an alternativen Stellenangeboten vor Ort und im Fachgebiet. Bitte erkundigen Sie sich bei dem jeweiligen Kolleg nach den Konditionen.

Wenn Sie durch ein DFG-gefördertes Stipendium finanziert werden, erhalten Sie bis zu 1365 Euro pro Monat, zuzüglich eines Sachkostenzuschusses von 103 Euro pro Monat. Eltern können eine Kinderzulage erhalten.

Zusätzlich können Sie aus den Mitteln des Graduiertenkollegs Verbrauchs- und Reisemittel erhalten, um Ihre Forschungen durchzuführen und auf Konferenzen vorzustellen. Über die Auswahl und Vergabe der Mittel entscheidet das Graduiertenkolleg.

Was ist der Unterschied zwischen einem Stipendium und einer Stelle?

Als Stipendiatin oder Stipendiat erhalten Sie bis zu 1365 Euro pro Monat, zusätzlich einen Sachkostenzuschusses von 103 Euro pro Monat und für Eltern eine Kinderzulage. Ein Stipendium begründet jedoch kein Arbeitsverhältnis, d. h. weder die Universität noch die DFG werden Ihr Arbeitgeber. Das Stipendium ist steuerfrei und unterliegt nicht der Sozialversicherungspflicht. Daher haben Sie als Stipendiatin bzw. Stipendiat nicht automatisch eine Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung und auch keine Kranken- und Unfallversicherung. Bitte erkundigen Sie sich bei der Universität nach den örtlichen Regelungen zur Unfallversicherung. Für internationale Doktorandinnen und Doktoranden bietet der DAAD eine Gruppenversicherung mit vergleichsweise günstigen Konditionen an.

Haben Sie für Ihre Promotion eine Stelle, ergibt sich darüber ein Arbeitsverhältnis mit der Universität oder der jeweiligen anstellenden Institution. Entsprechend sind Sie als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer einkommenssteuerpflichtig und gleichzeitig renten-, pflege- und arbeitslosenversichert. Vor Vertragsabschluss ist es vorteilhaft, darauf zu achten, ob Ihr Arbeitsverhältnis auf Grundlage von § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Befristungsgrund: Qualifizierung) oder § 2 Abs. 2 WissZeitVG (Befristungsgrund: Drittmittelbefristung) abgeschlossen wird. Dies hat Auswirkungen auf eine mögliche Verlängerung Ihres Arbeitsverhältnisses bei Mutterschutz- und/oder Elternzeiten: Ein Anspruch auf Verlängerung des Arbeitsverhältnisses bzw. auf Weiterbeschäftigung um die Ausfallzeit besteht nur dann, wenn das Arbeitsverhältnis auf Grundlage von § 2 Abs. 1 WissZeitVG abgeschlossen wurde, nicht aber auf Grundlage von § 2 Abs. 2 WissZeitVG.

Wie fördert die DFG Chancengleichheit in der Wissenschaft?

Konzepte zur Unterstützung von Chancengleichheit sind eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Bewilligung von DFG-finanzierten Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und Projekten. DFG-Forschungsverbünde können Gelder beantragen, um Wissenschaftlerinnen gezielt in ihrer wissenschaftlichen Karriere zu fördern. Außerdem wird erwartet, dass Frauen auf allen Ebenen des Kollegs in angemessener Zahl vertreten sind. Doktorandinnen und Doktoranden mit Familie werden zusätzlich unterstützt.

Wie unterstützt die DFG die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft?

Konzepte zur Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft sind Voraussetzung für die Bewilligung von DFG-finanzierten Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und Projekten. So erhalten Stipendiatinnen und Stipendiaten in Graduiertenkollegs mit einem Kind eine Kinderzulage von 400 Euro im Monat. Für jedes weitere Kind erhöht sich die Kinderzulage um 100 Euro im Monat.

Für Eltern, die ein Stipendium beziehen, kann der maximale individuelle Förderzeitraum um bis zu 12 Monate verlängert werden, wenn Sie mit ihren Kindern im Alter bis zu 12 Jahren in einem Haushalt leben. Nehmen Sie diese Verlängerung nicht oder nur teilweise in Anspruch, so können Sie anstatt dessen Mittel für Kinderbetreuung erhalten.

Finanzieren Sie Ihre Promotion durch eine Stelle, gelten für Sie die üblichen gesetzlichen Regelungen und Leistungen. Außerdem wird von der Universität erwartet, dass geeignete Kinderbetreuungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Genauere Informationen kann Ihnen auch die oder der Gleichstellungsbeauftragte Ihrer Universität geben.

Wie viel kann ich zu einem Stipendium dazuverdienen?

Alle nicht-wissenschaftlichen Tätigkeiten werden auf das Stipendium angerechnet, d. h. das Stipendium verringert sich um den Betrag der Zusatzeinnahmen (ggf. einschließlich des Brutto-Steueranteils). Verdienste durch wissenschaftliche Tätigkeiten sind hingegen möglich, dürfen jedoch die Zuverdienstgrenze von 6000 Euro pro Jahr nicht überschreiten. Nebenverdienste müssen dem Sprecher bzw. der Sprecherin des Kollegs mitgeteilt werden.

Gibt es Möglichkeiten zur Vernetzung mit Promovierenden anderer Graduiertenkollegs?

Als Promovierende in einem DFG-Graduiertenkolleg können Sie selbst Workshops mit den Mitgliedern thematisch verwandter Graduiertenkollegs organisieren, um sich über Forschungsergebnisse und Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen. Bei Interesse sprechen Sie bitte die Sprecherin oder den Sprecher Ihres Graduiertenkollegs an.

Gibt es Möglichkeiten zur Vernetzung mit Promovierenden anderer Förderorganisationen?

Durch eine Vereinbarung zwischen der DFG und der Studienstiftung des Deutschen Volkes haben Sie als Doktorandin und Doktorand in einem Graduiertenkolleg die Möglichkeit, an den Doktorandenforen der Studienstiftung in ihrem Fachgebiet teilzunehmen. Die Doktorandenforen in den drei Themenbereichen Gesellschaft, Kultur und Natur finden zweimal im Jahr statt. Bei Interesse stimmen Sie sich bitte zunächst mit der Sprecherin bzw. dem Sprecher Ihres Graduiertenkollegs ab. Ansprechperson bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes ist Herr Dr. Guy Tourlamain (tourlamain@studienstiftung.de; 0228-82096-282).

Was ist das RISE-Programm (Research Internship in Science and Engineering)?

Promovierende aus Graduiertenkollegs und Sonderforschungsbereichen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften können durch das RISE-Programm Forschungsstipendiatinnen und Forschungsstipendiaten aus Nordamerika einladen und betreuen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Sprecherin bzw. den Sprecher Ihres Graduiertenkollegs.

Vergibt die DFG Abschlussstipendien nach Auslauf der Förderung von 36 Monaten?

Nein, die DFG gewährt keine Abschlussförderung. Von den Graduiertenkollegs wird erwartet, dass sie durch intensive Betreuung, ein günstiges Forschungsumfeld und passende Promotionsthemen sicherstellen, dass die Promovierenden ihre Doktorarbeiten innerhalb von drei Jahren abschließen können. Gelingt die Fertigstellung nicht während der maximalen Förderdauer, sind die Betreuerinnen und Betreuer bzw. die Universität aufgerufen, eine Abschlussfinanzierung zu gewähren oder zu vermitteln.

Fördert die DFG die Publikation von Dissertationen?

Wenn Sie Mitglied in einem Graduiertenkolleg sind, können Sie an den Publikationsmitteln teilhaben, die dem Kolleg zur Verfügung stehen. Über die Vergabe der Mittel entscheiden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die das Kolleg tragen.

Sind Sie nicht Mitglied in einem Graduiertenkolleg, ist es zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen, von der DFG eine Druckkostenbeihilfe für eine Dissertation zu erhalten, aber die Hürden sind vergleichsweise hoch. Hinweise gibt Ihnen das Merkblatt „Publikationsbeihilfe“ (DFG-Vordruck 51.10).

Falls die DFG Ihnen nicht weiterhelfen kann, gibt es noch eine Reihe von Stiftungen oder Organisationen, die möglicherweise Unterstützung bieten können.

Weitere Informationen für Doktorandinnen und Doktoranden

Wie finde ich ein gutes Promotionsthema?

Ihr Promotionsthema sollte in einem Gebiet liegen, das Sie interessiert und für das Sie qualifiziert sind. Besprechen Sie Themenideen mit erfahreneren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, um Machbarkeit und Qualität sicherzustellen. Sie sollten sich vor allem mit Ihrer Betreuerin bzw. Ihrem Betreuer absprechen, damit eine gute Betreuung sichergestellt werden kann. Auch bei sorgfältiger Vorbereitung ändern und konkretisieren sich Promotionsthemen häufig noch während der Promotion.

Möchten Sie in einer Graduiertenschule oder in einem Graduiertenkolleg promovieren, muss Ihr Promotionsthema zum Forschungsprogramm des Kollegs bzw. der Schule passen. Das Informationssystem GEPRIS ist eine Datenbank, die über alle DFG-geförderten Graduiertenkollegs, ‑schulen und Projekte informiert. Darin können Sie spezifisch nach Fachgebieten, einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Universitäten oder Programmtypen suchen. Bei Interesse an einem Programm wenden Sie sich bitte direkt an die jeweilige Leitungsperson.

Aktuelle Ausschreibungen finden Sie auch in den Stellenausschreibungen aus DFG-geförderten Vorhaben.

Wie finde ich eine gute Betreuerin oder einen guten Betreuer für meine Doktorarbeit?

Die Wahl der Betreuerin oder des Betreuers orientiert sich zunächst am Interessengebiet, in dem Sie promovieren möchten. Darüber hinaus sollten Sie sich Gedanken machen, wie viel Zeit Ihre Betreuerin oder Ihr Betreuer für die Zusammenarbeit mit Ihnen haben wird und wie erfahren sie oder er in der Betreuung von Promovierenden ist. Es lohnt sich, solche Dinge in einem Vorgespräch anzusprechen und auch mit Promovierenden zu sprechen, die bereits in einem Betreuungsverhältnis zu der Person stehen. Es ist meist hilfreich und häufig Standard, eine Zweitbetreuerin oder einen Zweitbetreuer in die Arbeit einzubinden.

Wenn Sie innerhalb eines strukturierten Programms promovieren, wie etwa in einem Graduiertenkolleg oder einer Graduiertenschule, dann besteht ein bereits ausgearbeitetes Betreuungskonzept, das die Rahmenbedingungen der Betreuung regelt.

Generell lässt sich die Qualität der Betreuung schwer vorhersagen. Das Betreuungsverhältnis ist, wie alle zwischenmenschlichen Beziehungen, stark von der Dynamik und dem Verständnis zwischen den beiden involvierten Personen abhängig. Dabei kommt auch Ihnen eine gewisse Gestaltungsverantwortung zu. Rechte und Verantwortlichkeiten beider Seiten können in einer Betreuungsvereinbarung niedergelegt werden.

Wie muss ich mich als Ausländerin bzw. Ausländer versichern, wo mich anmelden, wie finde ich eine Wohnung?

Bitte wenden Sie sich zur Klärung dieser Fragen an das Akademische Auslandsamt oder das Welcome Centre an Ihrer Universität. Hilfreiche Tipps für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die neu in Deutschland sind, finden Sie auch im Europäischen Mobilitätsportal Euraxess. Für internationale Stipendiatinnen und Stipendiaten bietet der DAAD eine Gruppenversicherung mit vergleichsweise günstigen Konditionen an.

Was mache ich, wenn ich mit der Promotion fertig bin?

Während der Zeit der Promotion erfordert die Forschungsarbeit scheinbar alle Aufmerksamkeit, und der Blick über die Abgabe der Dissertation hinaus erscheint kaum möglich. Es lohnt sich jedoch, sich schon frühzeitig Gedanken zu machen, was Sie nach der Promotion machen möchten. Sprechen Sie mit Ihren Betreuerinnen und Betreuern und mit anderen wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Personen in Ihrem Umfeld. Nutzen Sie die Beratungsangebote Ihrer Universität. Dies ermöglicht es Ihnen, schon während der Promotion gezielt Kontakte zu knüpfen und Optionen abzuwägen, auf die Sie später zurückgreifen können.

Wenn Sie in der Forschung bleiben möchten, ist wichtig zu wissen: Mit dem erfolgreichen Abschluss Ihrer Promotion sind Sie antragsberechtigt bei der DFG und können Ihre eigenen Projekte beantragen. Um eine frühe Selbständigkeit der Absolventinnen und Absolventen zu fördern, bieten manche DFG-finanzierte Graduiertenkollegs und Graduiertenschulen, aber auch viele andere DFG-Verbundprojekte eine sogenannte ‚Anschubförderung‘. Diese ermöglicht es, hervorragende Absolventinnen und Absolventen unmittelbar im Anschluss an die Promotion finanziell zu unterstützen, damit sie mit Blick auf anschließende eigenständige Projektanträge eigene Forschungsthemen erarbeiten können. Wenn Sie an einer entsprechenden Förderung Interesse haben, sollten Sie sich mit der Leitung des Graduiertenkollegs, der Graduiertenschule bzw. des DFG-Projekts in Verbindung setzen, um die Möglichkeiten zu besprechen. Auch bieten einige Universitäten inzwischen eine solche Anschubförderung an.

Eine Orientierung, welche Fördermöglichkeiten Ihnen die DFG je nach Karrierestufe bieten kann, geben die Informationsseiten zur wissenschaftlichen Karriere.

© 2010-2017 by DFG
Ausdruck aus dem Angebot der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)