Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Für Antragstellende und Sprecherinnen und Sprecher von Graduiertenkollegs

Die Förderlinie Graduiertenkollegs (GRK)

Wie lange wird ein Graduiertenkolleg gefördert? Wie lange werden die einzelnen Promovierenden gefördert?

Die Förderphase eines Graduiertenkollegs beträgt viereinhalb Jahre. Die DFG fördert ein Graduiertenkolleg für maximal zwei Förderphasen, also für maximal neun Jahre.

Promovierende können in der Regel 36 Monate auf einer Stelle oder einem Stipendium über das Graduiertenkolleg finanziert werden. Das heißt, dass in den maximal neun Jahren drei Generationen an Doktorandinnen und Doktoranden gefördert werden können.

Sollte die Begutachtung des Fortsetzungsantrags nicht zu einer Verlängerungsentscheidung führen, kann das Graduiertenkolleg für die noch promovierenden Doktorandinnen und Doktoranden eine Auslauffinanzierung für diese Personen für maximal 18 Monate beantragen, jedoch nur bis zur Erreichung der individuellen Förderdauer von 36 Monaten.

Wie unterscheidet sich eine Graduiertenschule von einem Graduiertenkolleg?

Graduiertenschulen werden seit 2006 im Rahmen einer Förderlinie der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Eine Graduiertenschule (GSC) soll die Schwerpunktbildung des Standorts durch die entsprechende Nachwuchsförderung unterstützen und dabei für die Universität und die beteiligten Fächer einen wissenschaftlichen und strukturellen Mehrwert erbringen. Hinsichtlich ihrer Größe und thematischen Breite sind also die entsprechenden Strategien der Universität leitend. Strenge Vorgaben hinsichtlich der Größe, der Struktur – beispielsweise der zu beteiligenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Institute, Promovierenden etc. ‒ gibt es nicht.

Graduiertenkollegs (GRK) werden von der DFG seit 1990 gefördert. Im Vergleich zu Graduiertenschulen verfolgen sie ein fokussiertes Forschungsprogramm und ihr Umfang an Beteiligten ist begrenzt.

In den letzten Jahren haben sich neben Graduiertenschulen, die durch die Exzellenzinitiative gefördert werden, auch weitere Strukturen und Programme zur Graduiertenförderung an den Hochschulen etabliert. Hilfreiche Informationen bei der Beantragung von Graduiertenkollegs bietet das Hinweismerkblatt zur Positionierung von Graduiertenkollegs im Umfeld anderer Promotionsprogramme.

Wie unterscheidet sich eine Forschergruppe von einem Graduiertenkolleg?

Eine Forschergruppe ist ein enges Arbeitsbündnis mehrerer herausragender Wissenschaftlerinnen und/oder Wissenschaftler, die gemeinsam eine Forschungsaufgabe bearbeiten. Von zentraler Bedeutung sind die Forschungsergebnisse und weniger die – häufig damit einhergehende – Promotion der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. deren individuelle Qualifikation. Bei Forschergruppen wird im Antrag eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Teilprojekte analog zu Einzelprojekten gefordert.

Graduiertenkollegs sind durch ein übergreifendes Forschungsprogramm charakterisiert. Dieses muss sich für die Bearbeitung in Promotionsprojekten eignen. Zudem muss deutlich werden, welchen Mehrwert die Doktorandinnen und Doktoranden davon haben, Mitglied in dem Kolleg zu sein. Neben der Qualität der Forschung stehen daher ebenso das Qualifizierungs- und das Betreuungskonzept zur Förderung der im Kolleg arbeitenden Promovierenden im Vordergrund.

Bitte lassen Sie sich beraten, welches Förderprogramm für Ihre Forschungsidee am besten geeignet ist.

Die Programmvariante Internationale Graduiertenkollegs (IGK)

Was unterscheidet ein Internationales Graduiertenkolleg von einem Graduiertenkolleg?

Alle von der DFG geförderten Graduiertenkollegs bieten den Promovierenden eine Einführung in die internationale Scientific Community und ein international geprägtes Umfeld. Von einem Graduiertenkolleg (GRK) wird erwartet, dass es enge Kontakte ins Ausland pflegt, Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus dem Ausland einlädt, Promovierende international rekrutiert und ihnen Auslandsaufenthalte und Besuche von internationalen Konferenzen ermöglicht.

Internationale Graduiertenkollegs (IGK) sind eine Programmvariante der Graduiertenkollegs. Zusätzlich zu den genannten Aspekten der Internationalisierung in GRK zeichnen sie sich durch eine formalisierte Kooperation mit in der Regel einer Partnereinrichtung im Ausland aus, mit der sie ihr Forschungsprogramm und ihr Betreuungskonzept gemeinsam umsetzt. Alle Doktorandinnen und Doktoranden absolvieren einen oder mehrere Forschungsaufenthalte an der jeweiligen Partnereinrichtung (in der Regel zwischen sechs und zwölf Monate insgesamt) und werden auch von einer Hochschullehrerin bzw. einem Hochschullehrer an der Partnerinstitution mit betreut. Analog forschen auch die Promovierenden der Partnerseite für längere Zeit auf der deutschen Seite des IGK. Detaillierte Informationen bieten die Hinweise zur Abgrenzung von Internationalen Graduiertenkollegs gegenüber Graduiertenkollegs.

Wann sollte ein IGK, wann ein GRK beantragt werden?

Ein IGK funktioniert erfahrungsgemäß dann am besten, wenn die Beiträge der Partner möglichst gleichgewichtig und komplementär sind. Sie sollten ein IGK daher nur beantragen, wenn die Kooperation gleichberechtigt ist und das Interesse Ihrer internationalen Partner an der Zusammenarbeit und dem Austausch genauso groß ist wie Ihres. Es besteht auch die Möglichkeit, anstatt eines IGK ein GRK mit starker internationaler Ausrichtung zu beantragen und für die zweite Förderphase eine Überleitung in ein IGK vorzusehen, auf die in der ersten Phase hingearbeitet werden kann.

Bitte wenden Sie sich für eine Beratung an die zuständige Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle.

Wie bereiten wir mit unseren internationalen Kolleginnen und Kollegen am besten einen IGK-Antrag vor?

Eine wesentliche Voraussetzung für die Beantragung eines IGK ist in der Regel, dass Sie bereits mit Ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen in einem gewissen Rahmen erfolgreich zusammengearbeitet haben. Von Beginn an sollten Sie und Ihre Partner auch der Frage der Komplementärfinanzierung besonderes Augenmerk schenken (siehe Gegenfinanzierung).

Sie können bei der DFG Mittel für einen Vorbereitungsworkshop für IGK beantragen. Beachten Sie dazu bitte den Leitfaden für die Antragstellung der Vorbereitungstreffen für Internationale Graduiertenkollegs. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die für Ihr Bundesland zuständige Ansprechperson.

Wie erfolgt die Gegenfinanzierung bei einem IGK?

Um erfolgreich zu sein, brauchen IGK etwa gleich starke Gruppen auf beiden Seiten sowie komplementäre Interessen und Expertisen. Ebenso wichtig ist, dass die Partner über die nötigen Mittel verfügen, damit die Kooperation und vor allem der Austausch der Promovierenden gut funktionieren. Die Einwerbung der Gegenfinanzierung ist Aufgabe Ihrer Partner. Aus welchen Quellen die „matching funds“ kommen, ist dabei unerheblich.

Mit einer Reihe von ausländischen Partnereinrichtungen hat die DFG Vereinbarungen zur Beantragung und bilateralen Förderung von IGK getroffen. Aber auch mit Ländern, für die keine derartigen Abkommen existieren, lassen sich in der Regel passende Lösungen finden. Bitte nehmen Sie frühzeitig mit der für das jeweilige Land zuständigen Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle Kontakt auf.

Wer nimmt wann Kontakt zu einer ausländischen Partner-Förderorganisation auf?

Die Einwerbung der Gegenfinanzierung ist in jedem Falle Aufgabe Ihrer Partner. Diese sollten daher möglichst frühzeitig Kontakt zu einer Förderorganisation in ihrem Heimatland aufnehmen, um die Möglichkeiten und Bedingungen einer Gegenfinanzierung zu eruieren.

Bitte kontaktieren Sie vorher die für das jeweilige Land zuständige Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle, um sich über das konkrete Vorgehen zu informieren.

Ist das Beantragungs- und Begutachtungsverfahren für IGK und GRK identisch?

Die Beantragungs- und Begutachtungsverfahren sind für IGK und GRK identisch. Bei der Begutachtung liegt besonderes Augenmerk auf der Umsetzung der Zusammenarbeit im Forschungsprogramm und dem gemeinsamen Betreuungs- und Qualifizierungskonzept. Bei IGK findet in einigen Fällen bereits bei der Begutachtung eine Zusammenarbeit mit internationalen Partnerorganisationen der DFG statt. Richten Sie sich bei der Beantragung eines IGK bitte nach dem Merkblatt Graduiertenkollegs und Internationale Graduiertenkollegs.

Gibt es bei der Entscheidung über IGK-Anträge Quoten für bestimmte Länder?

Nein, es gibt weder für Fachgebiete noch für Länder Quoten. Alle Anträge auf Einrichtung oder Fortsetzung von GRK und IGK nehmen zu den gleichen Bedingungen am Begutachtungsverfahren teil und stehen miteinander im Wettbewerb.

Die Antragstellung

Wie stellt man einen Antrag für ein Graduiertenkolleg?

Anträge für Graduiertenkollegs werden von der Universität oder einer ihr gleichgestellten Hochschule, die als Antragstellerin fungiert, eingereicht. Die designierte Sprecherin bzw. der designierte Sprecher und die Hochschulleitung unterschreiben den Antrag. Ein Antragsexemplar reichen Sie bitte über das zuständige Ministerium Ihres Bundeslands ein, um ihm die Möglichkeit zur Stellungnahme einzuräumen.

Wie laufen die Beantragung und das Begutachtungsverfahren ab?

Der Entscheidungsprozess bei Graduiertenkollegs verläuft zweistufig. Im ersten Schritt wird eine Antragsskizze im schriftlichen Verfahren begutachtet. Auf der Basis der Antragsskizze und der Begutachtung spricht das zuständige Fachkollegium eine Empfehlung aus, ob ein vollständiger Antrag vorgelegt werden soll. Im zweiten Schritt wird ein Einrichtungsantrag eingereicht und an Ihrer Hochschule vor Ort begutachtet. Die Begutachtungsergebnisse bilden die Grundlage für die Entscheidung, die der Senats- und der Bewilligungsausschuss für die Graduiertenkollegs trifft.

Wenn Sie eine Skizze einreichen möchten, nehmen Sie gerne zur Beratung Kontakt zu der für Ihr Bundesland zuständigen Ansprechperson auf.

Wie lange dauert es ungefähr von der Einreichung einer Skizze bis zur Entscheidung?

Von der Einreichung der Skizze bis zur Entscheidung über den Vollantrag sollten Sie mit einer Gesamtzeit von mindestens einem Jahr bis anderthalb Jahren rechnen. Dies beinhaltet die Beratungen, bei Internationalen Graduiertenkollegs ggf. einen Vorbereitungsworkshop sowie die Begutachtung von Skizze und Vollantrag. Der Bewilligungsausschuss für die Graduiertenkollegs tritt zweimal im Jahr ‒ in der Regel Anfang Mai und Anfang November ‒ zusammen. Bitte nehmen Sie für die genaue Zeitplanung rechtzeitig Kontakt mit der für Ihr Bundesland zuständigen Ansprechperson auf.

Wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen mindestens und dürfen maximal an einem Antrag beteiligt sein?

Die Gruppe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die das Graduiertenkolleg trägt, sollte zwischen fünf und zehn Mitglieder umfassen. Die verantwortliche Beteiligung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern ist ausdrücklich erwünscht.

Unser Forschungsthema ist auch für einen Anwendungspartner interessant – kann unser Graduiertenkolleg mit einem Unternehmen oder einer anderen Einrichtung kooperieren?

Kooperationen mit einem Unternehmen oder einer gemeinnützigen oder öffentlichen Einrichtung als Anwendungspartner können für die Promovierenden sehr wertvoll sein. Daher werden derartige Kooperationen nachdrücklich begrüßt und gefördert, wobei es natürlich verschiedene Aspekte zu berücksichtigen gilt.

Für den Fall, dass Sie mit einem Unternehmen oder einer gemeinnützigen oder öffentlichen Einrichtung als Anwendungspartner im Rahmen Ihres Graduiertenkollegs zusammenarbeiten möchten, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Die DFG kann keine Auftragsforschung finanzieren.
  • Der Beitrag der jeweiligen Kooperationspartner zur Zusammenarbeit muss angemessen sein und ist offenzulegen.
  • Die Zusammenarbeit sollte durch einen Kooperationsvertrag geregelt sein. Die DFG stellt Ihnen unverbindliche Muster für solche Kooperationsverträge bereit.

An unserem Standort gibt es einen Sonderforschungsbereich (SFB) bzw. es ist ein SFB geplant. Wir möchten auch ein Graduiertenkolleg (GRK) einrichten. Wann sollten oder müssen wir ein GRK-Modul innerhalb des SFB beantragen, wann ein unabhängiges GRK?

Wenn der Sonderforschungsbereich und das Graduiertenkolleg thematisch weitgehend deckungsgleich sind, ist es sinnvoll und notwendig, sie gebündelt zu fördern. Für Graduiertenkollegs, die unabhängig von einem Sonderforschungsbereich eingerichtet werden sollen, gelten die üblichen DFG-Verfahrensregeln zur Verhinderung einer Doppelförderung. Eine thematische Überschneidung ist dann zulässig, wenn hinreichende inhaltliche oder strukturelle Alleinstellungsmerkmale des Graduiertenkollegs vorliegen. Ein strukturelles Alleinstellungsmerkmal kann beispielsweise in der Einrichtung eines Internationalen Graduiertenkollegs liegen.

Wo wird die Begutachtung durchgeführt?

Die Einrichtungs- und die Fortsetzungsbegutachtung werden an der Universität durchgeführt, an der das GRK eingerichtet werden soll bzw. eingerichtet ist.

Ist es möglich, innerhalb eines Graduiertenkollegs Transferprojekte zu beantragen?

Es ist grundsätzlich möglich, ein Transferprojekt oder mehrere Transferprojekte im Rahmen eines geförderten Graduiertenkollegs zu beantragen. Hinweise entnehmen Sie bitte dem Merkblatt zu Graduiertenkollegs und Internationalen Graduiertenkollegs sowie dem Leitfaden zu Erkenntnistransferprojekten.

Es wird empfohlen, sich im Vorfeld durch die DFG-Geschäftsstelle beraten zu lassen. Für eine erste Beratung melden Sie sich bitte bei der für Erkenntnistransfer zuständigen Ansprechperson der Gruppe Graduiertenkollegs.

Wir möchten ein Graduiertenkolleg mit mehreren Hochschulen beantragen – ist das möglich?

Das ist nicht ausgeschlossen. Da aber ein GRK auch dazu dient, die strukturelle Entwicklung eines Hochschulstandorts voranzutreiben, ist dies bei einem GRK an zwei Standorten womöglich schwieriger und weniger aussichtsreich. Sie sollten ein ortsverteiltes GRK nur beantragen, wenn das gemeinsame Forschungsthema dies erfordert und die Standorte komplementär und synergetisch ihren Beitrag für das GRK leisten.

Wenn Sie ein ortsverteiltes GRK beantragen, beschreiben Sie bitte sehr klar, wie die Kooperation der beiden Standorte konkret umgesetzt werden soll und wie sichergestellt wird, dass sich die Promovierenden standortübergreifend austauschen. Die Durchführung des Qualifizierungsprogramms stellt für ortsverteilte GRK eine besondere Herausforderung dar, die in dem Entscheidungsprozess besonders beurteilt wird.

Je weiter die Standorte auseinander liegen, desto wichtiger ist es, dass an beiden Standorten eine kritische Masse an Betreuerinnen und Betreuern sowie an Promovierenden vorhanden ist. Beschreiben Sie im Antrag bitte den Mehrwert, der durch die überörtliche Zusammenarbeit entsteht, und warum eine Zusammensetzung der Gruppe an beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an einem einzigen Ort für Ihr Thema nicht möglich ist.

Wo können wir die freien Stellen und Stipendien in unserem Graduiertenkolleg ausschreiben?

Sie können Ausschreibungen zu Stellen und Stipendien in DFG-geförderten Projekten, also auch in Graduiertenkollegs, über die DFG-Website veröffentlichen. Auch die Kooperationsstelle EU der deutschen Wissenschaftsorganisationen (KoWi) informiert über Stellenausschreibungen an deutschen Forschungseinrichtungen. Im Europäischen Mobilitätsportal Euraxess können Sie sowohl Ihre Stellenausschreibungen veröffentlichen als auch die Lebensläufe von Promotionsinteressierten einsehen.

Können auch Doktorandinnen und Doktoranden Mitglied in einem Graduiertenkolleg werden, die nicht aus Kollegmitteln finanziert werden?

Promovierende, deren Stelle oder Stipendium nicht aus GRK-Mitteln, sondern anderweitig finanziert wird, können als assoziierte Kollegiatinnen und Kollegiaten in das Graduiertenkolleg aufgenommen werden. Als solche können sie von den Angeboten und auch von den Mitteln (z. B. den Reisemitteln) des GRK profitieren. Für die Aufnahme und Betreuung von assoziierten Kollegiatinnen und Kollegiaten gelten dieselben Kriterien und Anforderungen wie für die aus GRK-Mitteln geförderten Promovierenden.

Gibt es etwas zu beachten, wenn wir Promovierende aus nicht-europäischen Ländern in unser Graduiertenkolleg aufnehmen möchten?

Für die Auswahl und Aufnahme von Doktorandinnen und Doktoranden ist das Graduiertenkolleg in eigener Verantwortung zuständig. Fragen zu Aufenthalts- und Visa-Bestimmungen etc. sollten Sie frühzeitig mit dem Akademischen Auslandsamt oder Welcome Centre Ihrer Universität besprechen. Hilfreiche Tipps finden Sie auch im Europäischen Mobilitätsportal Euraxess.

Wozu ist eine Betreuungsvereinbarung gut?

Graduiertenkollegs zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Promovierenden hervorragende Promotionsbedingungen und eine intensive Betreuung bieten. Trotzdem ist es auch im Rahmen von Graduiertenkollegs sinnvoll, die Aufgaben und Pflichten beider Seiten, der Betreuenden und der Betreuten, sowie die Grundsätze der Betreuung und sonstige Rahmenbedingungen schriftlich festzuhalten. Die DFG hat Empfehlungen zusammengestellt, welche Punkte in einer Betreuungsvereinbarung sinnvollerweise berücksichtigt werden sollten.

Wie flexibel sind die für das Graduiertenkolleg bewilligten Mittel?

Der Einsatz der Mittel in einem Graduiertenkolleg unterliegt einer Haushaltsjahresbindung. Das bedeutet, dass die für ein bestimmtes Haushaltsjahr bewilligten Mittel nur in dem entsprechenden Haushaltsjahr verausgabt werden dürfen. Alle am Ende des Kalenderjahrs übrigen Mittel fließen zurück an die DFG. Eine Übertragung in das nächste Kalenderjahr ist nicht möglich.

Um den Einsatz der Mittel dennoch flexibel handhaben zu können, können Sie alle nicht zweckgebundenen Mittel für andere Kostenpositionen umwidmen. Dazu zählen sowohl Sach- als auch Personalmittel. Die Mittelverwendung muss aber immer der Zielsetzung des Graduiertenkollegs – also der Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden – und der wissenschaftlichen Qualität des Forschungs- und Qualifizierungsprogramms dienen. Die im Bewilligungsschreiben mitgeteilten Ablehnungen bzw. Teilablehnungen dürfen dabei nicht umgangen werden. Bitte beachten Sie die geltenden Grundsätze zur Haushaltsjahresbindung und zu Umdispositionen in den Verwendungsrichtlinien.

Können während der Laufzeit des Graduiertenkollegs nachträglich Mittel beantragt werden?

Sie sollten im Einrichtungs- und Fortsetzungsantrag möglichst alle Mittel beantragen, die für das Graduiertenkolleg notwendig sind. Nachanträge sind nur in bestimmten Fällen möglich, die in Anhang III in den Verwendungsrichtlinien beschrieben sind.

Bei Rückfragen nehmen Sie bitte Kontakt zu der für Ihr Graduiertenkolleg zuständigen Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle auf.

Können während der Laufzeit weitere Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in den Kreis der das Graduiertenkolleg tragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgenommen werden?

Wenn weitere Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in die Gruppe der Beteiligten aufgenommen werden sollen, ohne dass weitere Mittel beantragt werden (etwa, um ein ausscheidendes Mitglied zu ersetzen), informieren Sie bitte die für Ihr Graduiertenkolleg zuständige Ansprechperson.

Für eine Aufnahme weiterer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zusätzliche Mittel erfordert, muss ein begutachtungsfähiger Zusatzantrag vorgelegt werden, der von der Hochschule eingereicht werden muss. Weitere Informationen können Sie Anhang III in den Verwendungsrichtlinien entnehmen.

Ein Stipendiat bzw. eine Stipendiatin aus unserem GRK hat oder erwartet ein Kind. Wird das Stipendium automatisch verlängert?

Stipendiatinnen und Stipendiaten können eine Verlängerung des maximalen Förderzeitraums um bis zu 12 Monate in Anspruch nehmen, wenn sie zum Zeitpunkt des Stipendienantritts mit ihrem Kind bzw. ihren Kindern in einem Haushalt leben und mindestens ein Kind noch unter 12 Jahren (12. Geburtstag) alt ist. Dies gilt auch, wenn das erste Kind während der Laufzeit des Stipendiums geboren wird.

Alternativ zur Verlängerung des Stipendiums besteht die Möglichkeit, nicht in Anspruch genommene Verlängerungsmonate in Mittel zur Finanzierung nachgewiesener Kinderbetreuungskosten umzuwandeln („Geld-statt-Zeit“-Option). Hierfür stehen pro Monat maximal die jeweiligen Stipendiengrundbeträge zur Verfügung. Die „Geld-statt-Zeit“-Option bietet sich besonders auch für die Stipendien mit kürzeren Laufzeiten an, z. B. für die Qualifizierungsstipendien.

Um eine Verlängerung bzw. die „Geld-statt-Zeit“-Option in Anspruch zu nehmen, teilen Sie uns bitte formlos schriftlich mit, zu welchem Zeitpunkt Sie Mittel in welcher Höhe (normales oder erhöhtes Stipendium) beantragen.

Für Promovierende, die durch Stellen finanziert werden, gelten die gesetzlich festgelegten Regelungen und Leistungen.

Eine Doktorandin oder Postdoktorandin in unserem GRK kann oder darf wegen ihrer Schwangerschaft bestimmte Arbeiten nicht mehr ausführen – wie können wir sie unterstützen?

Sollte eine Unterstützung notwendig sein, z. B. wenn die werdende Mutter durch ihre Forschungsaktivitäten mit fruchtschädigenden Stoffen Umgang hat und die Arbeit nicht selbst ausführen darf, können die zur Unterstützung erforderlichen Mittel in der Regel aus den bereits von der DFG bewilligten Mitteln finanziert werden. Im Bedarfsfall können zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.

Ansprechpersonen

Antragstellung

Ansprechpersonen für Fragen zur Beantragung von Graduiertenkollegs sowie zum Verfahren allgemein finden Sie hier

Ansprechpersonen für die finanzielle Abwicklung in den einzelnen Bundesländern

© 2010-2017 by DFG
Ausdruck aus dem Angebot der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)