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FAQ: Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder

Förderlinie Exzellenzcluster


Antragsberechtigung


Bei gemeinsamer Antragstellung müssen sichtbare und schon bisher praktizierte übergreifende Zusammenarbeit sowie wissenschaftliche wie strukturelle Produktivität dieser Zusammenarbeit belegt werden, vereinbart in einem verbindlichen Regelwerk.

Ja, sofern die beteiligten Bundesländer dies mit entsprechenden Schreiben unterstützen.

Erwartet wird eine bereits etablierte und sichtbar praktizierte Zusammenarbeit der gemeinsam antragstellenden Universitäten auf der Basis einer verbindlichen rechtlichen Vereinbarung. Es gibt keinen formalen Anforderungskatalog. Begutachtungsrelevant werden die bereits erreichte sowie die zu erwartende wissenschaftliche und strukturelle Produktivität der Zusammenarbeit im Hinblick auf die Zielsetzungen der Exzellenzstrategie sein.

EXC können von einer antragstellenden Universität oder von zwei antragstellenden Universitäten gemeinsam getragen werden. In Ausnahmefällen ist es möglich, dass drei Universitäten gemeinsam ein EXC beantragen. Die antragstellenden Universitäten müssen gleichwertig beteiligt sein. Die Gleichwertigkeit der Beteiligung wird in der Begutachtung überprüft. Indikatoren hierfür werden beispielsweise die eingebrachten inhaltlichen Beiträge, die Anzahl der maßgeblich beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die vorgesehene Verteilung der beantragten Mittel oder die in den EXC eingebrachte Infrastruktur sein. Numerisch gleiche Anteile bei diesen oder weiteren Parametern zwischen den antragstellenden Universitäten sind keinesfalls zwingend.

Anforderungen und Begründungspflicht steigen mit der Zahl der antragstellenden Universitäten. Im Antrag muss deutlich werden, dass alle drei Universitäten bereits in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet haben. Die im Verbund angestrebte Kooperation sollte für alle drei Universitäten eine deutliche Steigerung ihrer wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit erwarten lassen. Zugleich muss sich der Exzellenzcluster stimmig in die Struktur- und Entwicklungsplanung und das strategische Gesamtkonzept aller drei Antragstellerinnen einfügen.

1. Antragstellende Universität(en): Ein, zwei oder in Ausnahmefällen drei deutsche Universitäten stellen einen Antrag für einen EXC. Alle antragstellenden Universitäten werden gleichrangig als Antragstellerinnen betrachtet. Eine Universität ist als mittelverwaltende Universität zu benennen.

2. Beteiligte Institutionen: An einem EXC können darüber hinaus weitere in Deutschland angesiedelte Institutionen wie zum Beispiel weitere Universitäten und Hochschulen, Fachhochschulen und/oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt werden. Sie bringen eigene Kompetenzen und Ressourcen in den EXC ein und können an den bewilligten Mitteln des EXC partizipieren. Ein Transfer von Mitteln an Einrichtungen im Ausland ist nicht möglich; dementsprechend können ausländische Forschungseinrichtungen formal nicht als „Beteiligte Institutionen“ einbezogen werden, sondern lediglich als Kooperationspartner (siehe unten, 3. und 4.).

3. Institutionelle Kooperationspartner: Öffentliche oder private Einrichtungen im In- und Ausland. Sie sind in der Regel über einen Kooperationsvertrag mit dem EXC verbunden, der die Grundlage für eine intensive Zusammenarbeit schafft; sie erhalten aber in der Regel keine Fördermittel aus dem EXC.

4. Einzelpersonen als Kooperationspartner: Mit diesen Personen im In- und Ausland ist eine besonders intensive Zusammenarbeit geplant. Auch sie erhalten in der Regel keine Mittel aus dem EXC.
Grundsätzlich gilt: Ein Transfer von Mitteln ins Ausland ist in aller Regel nicht möglich.

Nein. Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen können aber als "Beteiligte" in den Antrag einbezogen werden und an den bewilligten Mitteln partizipieren. Darüber hinaus können weitere Einrichtungen aus der Wirtschaft und anderen Gesellschaftsbereichen oder Einzelpersonen aus solchen Einrichtungen (auch aus dem Ausland) einbezogen werden, ohne dass damit eine direkte Partizipation an den bewilligten Mitteln einhergeht. Näheres wird in den Verwendungsrichtlinien für EXC geregelt werden. Kooperationen mit gewerblichen Partnern erfordern den Abschluss eines gesonderten Kooperationsvertrags, der die Nutzungsrechte der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den in der Kooperation gewonnenen Ergebnissen angemessen wahrt. Hierfür stehen entsprechende Muster-Kooperationsverträge der DFG zur Verfügung (DFG-Vordrucke 41.026 und 41.026a).

Antragseinreichung


Maßgeblich für den Antragseingang ist das elan-Portal. Stichtag ist der 3. April. Für die Antragsbearbeitung ist es jedoch wünschenswert, dass auch die gedruckten Skizzen zu diesem Zeitpunkt bei der DFG postalisch eingehen.

Verbindlich ist das elan-Dokument - also die elektronisch übermittelte Fassung des Antrags.

Die Skizzen werden elektronisch über das elan-Portal der DFG eingereicht. Die Unterstützungsschreiben der Länderbehörden sollen möglichst bei der elektronischen Antragseinreichung zusammen mit der Antragsskizze "hochgeladen" werden. Sie können aber der DFG auch gesondert über die Universitäten oder die Landesministerien zugestellt werden. Ohne Unterstützungsschreiben werden Skizzen und Anträge nicht in Bearbeitung genommen, aber für diese Schreiben gilt der 3. April 2017 nicht als Ausschlussfrist.

Absichtserklärungen


Absichtserklärungen sind formal nicht erforderlich. Sie dienen aber dazu, auf ihrer Basis frühzeitig mit der Gewinnung möglichst passgenauer Gutachterinnen und Gutachtern zu beginnen. Je besser die Absichtserklärungen die Inhalte der künftigen Antragsskizzen widerspiegeln, desto besser wird es gelingen, in den Panels alle Expertisen einzubinden, um alle Skizzen fachgerecht beurteilen zu können. Werden Antragsskizzen ohne vorherige Absichtserklärung oder mit deutlichen Abweichungen eingereicht, wird die Geschäftsstelle der DFG versuchen, im April die notwendigen Expertisen nachträglich einzubeziehen.

Der Umstand des Vorliegens oder Nichtvorliegens von Absichtserklärungen wird nicht in die Begutachtung eingespeist.

ExIn-ExStra-Abgrenzung


Das ist grundsätzlich nicht zu empfehlen, kann aber im Einzelfall bei Verbünden in Frage kommen, welche erst in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative in die Förderung aufgenommen wurden.

Die Glaubwürdigkeit von Verstetigungszusagen ist ein hohes Gut.

Sprecherschaft


Ja, bis zu drei Sprecher/innen können genannt werden. Eine dieser Personen muss gegenüber der DFG als „vertretungsberechtigt“ benannt werden. Die entsprechenden DFG-Vordrucke für Absichtserklärungen (ExStra 102) und Antragsskizzen (ExStra 120) wurden dahingehend im Oktober 2016 abgeändert.

Die gegenüber der DFG vertretungsberechtigte Person sollte allerdings hauptamtlich an einer antragstellenden Universität tätig sein und die Interessen des EXC in der Universität vertreten können, und zwar aus Gründen der Zweckmäßigkeit an der mittelverwaltenden Universität.

Insgesamt wird es bei den Überlegungen zur Governance der EXC empfehlenswert sein, zu berücksichtigen, dass die Exzellenzstrategie laut Verwaltungsvereinbarung in erster Linie der Stärkung der Universitäten dienen soll.

Wenn sie „echte Doppelhüte“ haben: Sie müssen die Anliegen des EXC in der antragstellenden Universität vertreten können, also ein senatsfähiges Mitglied der antragstellenden Universität sein. Ausnahmsweise ist auch denkbar, dass unter drei Sprecher/innen eine (aber nicht die vertretungsberechtigte) Person diese Voraussetzung nicht erfüllt.

Formal nein, es wird aber dringend empfohlen, weil sonst im operativen Management des EXC mit erheblichen Reibungsverlusten zu rechnen ist.

Nein. Je EXC muss es mindestens eine Sprecherin oder einen Sprecher geben. Die Benennung weiterer Sprecher/innen ist optional, unabhängig davon ob eine, zwei oder drei Universitäten als Antragstellerinnen auftreten.

Ja, gemäß der dafür im Ordnung des EXC vorzusehenden Regelungen. Die mittelverwaltende Universität sollte jedoch innerhalb der siebenjährigen Förderperiode nicht wechseln.

Nein. Im Rahmen der Exzellenzstrategie gibt es nur (maximal drei) antragstellende Universitäten. Die DFG nimmt hier keine Unterscheidungen vor. Auch in Bezug auf eine etwaige künftige statistische Berichterstattung über die Förderung werden alle antragstellenden Universitäten von der DFG gleich behandelt werden.

WissenschaftlerInnen


Gemeint sind die maximal 25 hauptverantwortlichen im Antrag genannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Von diesen wird erwartet, dass sie substantiell an der Ausarbeitung des Antrags beteiligt sind und im Fall der Förderung einen wesentlichen Beitrag zur Durchführung des Vorhabens leisten werden. Hinsichtlich der Qualifikation und wissenschaftlichen Erfahrung ist hier mindestens an erfahrene Postdocs (Nachwuchsgruppenleiter/innen) gedacht.

Die Höchstzahl für die zu nennenden maßgeblich beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Principal Investigators [PIs]) beträgt 25. Sie ist unabhängig von der Größe oder der Antragssumme des geplanten EXC. Es können jedoch auch weniger als 25 PIs aufgeführt werden.

Ja, auch Personen aus den „beteiligten Einrichtungen“ (andere Universitäten oder Hochschulen, Fachhochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) können (gleichberechtigte) PIs eines EXC sein.

Es wird empfohlen, als PIs nur Personen zu benennen, die bei der Formulierung der Antragsskizze/des Antrags wesentlich mitwirken und während der Förderung eine wesentliche Rolle spielen werden. Daraus folgt, dass PIs in der Regel an einer antragstellenden oder beteiligten Einrichtung tätig sein sollten.

Es kann aber auch Konstellationen geben, in denen vorgesehen ist, eine derzeit im Ausland tätige Person z.B. nach dem Modell des Mercator-Fellows langfristig und für große Zeitanteile in die Vorbereitung einer Antragsskizze und in die Arbeit eines EXC einzubinden. In solchen Fällen kann es gut begründet sein, diese Person als PI zu benennen. Formal gibt es keine Einschränkung.

Nein, explizite Stellengarantien werden nicht erwartet oder vorausgesetzt. Auch Personen, welche absehbar während der ersten Förderperiode aus dem aktiven Dienst ausscheiden, können als PIs genannt werden.

Das Kriterium ist bewusst offen formuliert, um vielen verschiedenen Situationen und Ansätzen gerecht werden zu können. Zum Beispiel kann an Fachgebiete, Geschlecht, Karrierestufe, Internationalität gedacht werden.

Struktur- und Schwerpunktbildung


Der wissenschaftliche und strukturelle Schwerpunkt eines EXC muss bei den antragstellenden Universitäten liegen. Formale Obergrenzen z.B. für den Anteil von maßgeblich beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an den beteiligten außeruniversitären Institutionen gibt es - wie schon in der Exzellenzinitiative - auch im Rahmen der Exzellenzstrategie nicht.

Thematische Ausrichtung


Wenn eine Neuausrichtung geplant ist, sollte sich diese allein wissenschaftlich und/oder strukturell begründen. Eine Neuausrichtung aus formalen Gründen ist weder erforderlich noch sinnvoll. Die Verwaltungsvereinbarung (§ 3 Abs. 6) legt explizit fest, dass Neuanträge auch im selben Forschungsfeld angesiedelt sein dürfen.

Das ist möglich - als klar definierte, eigenständige Einheit innerhalb der Gesamtstruktur des EXC. Eine Doppelförderung ist nicht möglich.

Transfer und Translation von wissenschaftlichen Ergebnissen im Rahmen der EXC werden ausdrücklich begrüßt und können aus Mitteln des EXC gefördert werden, sofern die Thematik des Verbunds entsprechende Ansätze ermöglicht. Es besteht jedoch keine explizite Erwartung, dass jeder EXC Transfer- bzw. Translationsaktivitäten entfaltet.

Organisation des EXC


Im Gegensatz zur „institutionellen Förderung“ der Exzellenzuniversitäten bedeutet die „projektförmige Förderung“ der EXC, dass es sich grundsätzlich um eine befristete Förderung handelt. „Projektförmigkeit“ bedeutet daher explizit nicht, dass EXC durch Teilprojekte strukturiert werden müssen. Die EXC sind in der Wahl ihrer Binnenstruktur und Organisationsformen nicht festgelegt. Sie sollen im Gegenteil ihre Struktur und Elemente so wählen, wie es für die jeweiligen wissenschaftlichen Fragestellungen am geeignetsten erscheint.

Begutachtungs- und Entscheidungsprozess


Nein, die Begutachtung erfolgt in fachspezifischen Panels durch international ausgewiesene Gutachterinnen und Gutachter aus dem In- und Ausland.

Der Zuschnitt der Panels und deren Anzahl hängen von der fachlichen Verteilung und von der Anzahl der eingehenden Antragsskizzen ab.

Die Zuordnung von Skizzen/Anträgen hängt allein von der jeweiligen fachlichen Ausrichtung der Skizzen/Anträge ab.

Nein, die Entscheidung über die Antragsskizzen, die zur Antragstellung zugelassen werden, entscheidet das Expertengremium im September 2017.

Wir vermuten, dass weniger als der Doppelte der maximal möglichen Anzahl zu fördernder EXC zur Antragstellung aufgefordert werden.

Graduiertenausbildung / GSC


Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und seiner Eigenständigkeit gehört zu den Förderkriterien. Daher werden Maßnahmen der Graduiertenförderung und der Förderung der wissenschaftlichen Eigenständigkeit des Nachwuchses als integraler Bestandteil jedes EXC erwartet. Dementsprechend sieht auch das Muster für Antragsskizzen dafür ein eigenes Unterkapitel vor.

Ja, das ist möglich. Die DFG geht aber davon aus, dass bei der Verwendung der Mittel sichergestellt ist, dass über den EXC nur solche Kosten in Anschlag gebracht und abgerechnet werden, die durch den EXC-spezifischen Bedarf entstehen. Die Übernahme der Grundkosten für Graduiertenschulen oder ähnliche Einrichtungen der strukturierten Graduiertenförderung an den antragstellenden Einrichtungen fällt in die Zuständigkeit der Universitäten.

Universitätspauschale


Die Ausgestaltung der Universitätspauschale nach § 3 Abs. 4 der Verwaltungsvereinbarung wird voraussichtlich im April 2017 vom Expertengremium behandelt. In Rahmen der Antragsskizzen für EXC werden keine inhaltlichen Ausführungen zur Universitätspauschale erwartet.

Die erforderlichen Regelungen werden voraussichtlich im April 2017 vom Expertengremium präzisiert.

Überbrückungsfinanzierung


Ja, die Überbrückungsfinanzierung wird als neue "Förderphase" bewilligt werden, die zunächst nur bis 31.12.18 dauern wird. Ebenso wird eine evtl. weitere Überbrückungsfinanzierung ab 1.1.2019 als eigener Förderabschnitt gekennzeichnet sein.

Unter den Ausschreibungsunterlagen findet sich ein Vordruck für die Beantragung der Überbrückungsfinanzierung. Antragstellerin ist die Universität - nicht der EXC, die Graduiertenschule oder das Zukunftskonzept. Dieser Antrag auf Überbrückungsfinanzierung ist bis spätestens 1. November 2016 vorzulegen, unterschrieben von der Hochschulleitung (mit Datum und Ort). Die Anforderungen sind minimal, unter Bezug auf die Verwaltungsvereinbarung zur Exzellenzstrategie reichen das Geschäftszeichen und der Zeitraum (1.11.17 bis 31.10.19) aus. Inhaltliche Begründungen oder Erläuterungen sind nicht erforderlich. Eine Begutachtung dieser Anträge erfolgt nicht.

Bemessungsgrundlage für die Höhe der Überbrückungsfinanzierung sind die für die letzten 12 Monate der Förderung (also November und Dezember 2016 sowie Januar bis Oktober 2017) bewilligten bzw. in Aussicht gestellten Mittel.

Für die Monate November und Dezember 2017 sowie das Jahr 2018 ist eine Überbrückungsfinanzierung in Höhe von 100 % dieser Bemessungsgrundlage vorgesehen. Die Bewilligung an die Exzellenzeinrichtungen durch die DFG für November / Dezember 2017 und In-Aussicht-Stellung für 2018 wird für Ende 2016 angestrebt.

Die Entscheidung über die Höhe der Überbrückungsfinanzierung für das Jahr 2019 (Januar bis Oktober) trifft die Exzellenzkommission im September 2018 zusammen mit den Entscheidungen über die Förderung von EXC.

Für das Jahr 2019 erhalten laufende Graduiertenschulen und EXC, die ab 1.1.2019 eine Anschlussförderung in neuen EXC finden, keine Überbrückungsfinanzierung.

Für laufende Graduiertenschulen und EXC, für die eine Anschlussförderung als neuer EXC nicht beantragt, oder beantragt, aber nicht bewilligt wurde, ist für die Monate Januar bis Oktober 2019 eine degressiv ausgestaltete Überbrückungsfinanzierung vorgesehen.

Für Universitäten mit laufenden Zukunftskonzepten, für welche durch die Bewilligung von neuen EXC die Chance auf Förderung als Exzellenzuniversität bestehen, ist eine Überbrückungsfinanzierung für Januar bis Oktober 2019 vorgesehen, welche die Fortführung der Maßnahmen im bisherigen Umfang erlaubt.

Für Universitäten mit laufenden Zukunftskonzepten, für die durch die Entscheidung der Exzellenzkommission im September 2018 keine Aussicht auf Förderung als Exzellenzuniversität besteht, ist für die Monate Januar bis Oktober 2019 eine degressiv ausgestaltete Überbrückungsfinanzierung vorgesehen.

Es ist davon auszugehen, dass die degressive Überbrückungsfinanzierung im Jahr 2019 in der Höhe deutlich kleiner ausfallen wird als 100% der Bemessungsgrundlage. Eine Überbrückungsfinanzierung über den 31. Oktober 2019 hinaus wird es nicht geben.

Es reicht aus, wenn die mittelverwaltende Universität diesen Antrag stellt. Unterschriften der anderen Hochschulleitungen sind nicht erforderlich.

Mittelverschiebungen aus der Vergangenheit werden nur insoweit berücksichtigt, wie sie in die Bewilligungsschreiben von Ende 2015 eingeflossen sind.

zu b) Für die Überbrückungsfinanzierung gelten die aktuellen Verwendungsrichtlinien; insbesondere für die degressiv gestaltete Überbrückungsfinanzierung wird es die Erwartung geben, dass die Mittel einem sinnvollen Abschluss der Arbeiten dienen, also zum Beispiel große Investitionen, die erst in weiter Zukunft Früchte tragen können, unterbleiben.

Die Entscheidung über die Modalitäten und insbesondere die Höhe der degressiven Überbrückungsfinanzierung kann erst im September 2018 in der Exzellenzkommission erfolgen, da ab Januar 2019 sowohl die neuen EXC als auch die 10-monatige degressive Überbrückungsfinanzierung der nicht erfolgreichen EXC und die Überbrückung der laufenden ZUK bis Oktober 2019 zu berücksichtigen sein wird.

Die Höhe der Programmpauschale für die Überbrückungsfinanzierung wird 20 % betragen.

Angaben hierzu werden bereits in den Antragsskizzen erwartet – siehe Abschnitt 5.4 des entsprechenden Musters (DFG-Vordruck ExStra 120). Die inhaltliche Abgrenzung gegenüber derzeit geförderten GSC oder EXC wird im Rahmen der fachlichen Begutachtungen geprüft.

Eine Überbrückungsfinanzierung ab 2019 entfällt in der Regel, wenn der ab 1.1.2019 neu eingerichtete EXC „überwiegend“ als Fortsetzung des Vorgängerclusters oder einer Vorgänger-Graduiertenschule bewertet wird. Die Entscheidung darüber trifft das Expertengremium auf der Basis der Ergebnisse der fachlichen Panel-Begutachtung.

Mittelübertragung


Nein. Zum 31.10.2017 erfolgt ein harter Rechnungsabschluss:
Für dieses letzte Jahr der Förderung werden nur solche Auszahlungen als Ausgaben anerkannt, die in diesem Haushaltsjahr bis zum 31. Oktober 2017 erfolgten und mit geeigneten Belegen dokumentiert werden können. Verpflichtungen für spätere Auszahlungen oder Fehlbeträge aufgrund von Mehrausgaben werden nicht anerkannt, bzw. nicht mit der Bewilligung der Überbrückungsfinanzierung verrechnet.

Mittelverwendung


Die Mittel dürfen für Personal, Sachmittel und Investitionen verwendet werden. Auch die Finanzierung von Infrastrukturen im Sinne von Central Facilities für den EXC ist möglich. Projektmittel dürfen nicht für Erstellung und Erstausstattung von Gebäuden eingesetzt werden. Die Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Arbeit in den EXC fällt in die Zuständigkeit der Universitäten und Länder. Nähere Regelungen werden den Verwendungsrichtlinien für EXC zu entnehmen sein, die voraussichtlich spätestens September 2017 zur Verfügung stehen werden.

In der Regel sollten Stellen für das wissenschaftliche Personal zur Verfügung gestellt werden. In wenigen Ausnahmefällen können aber Stipendien ein geeignetes Förderinstrument sein. Hierzu wird es Regelungen den Verwendungsrichtlinien für EXC geben, die voraussichtlich ab spätestens September 2017 zur Verfügung stehen werden.

Antragsvolumen


Die sich Personalkostensteigerungen ergebenden Kosten der EXC müssen in der Finanzplanung der Skizzen und Anträge berücksichtigt werden. Eine nachträgliche Erhöhung der Bewilligungssummen aufgrund von Personalkostensteigerungen wird nicht möglich sein.

Die Angemessenheit der Mittel spielt auch in der Skizzenphase eine wichtige Rolle. Das Mittelvolumen muss bei den geplanten Maßnahmen inhaltlich begründet und der beantragte Mittelumfang entsprechend plausibilisiert werden. Eine ausführliche Begründung der einzelnen Mittelpositionen bei der Tabelle im Abschnitt 6 des Musters für Antragsskizzen ist jedoch nicht erforderlich.

Das Expertengremium hat eine hohe Wertschätzung für die mögliche Flexibilität bei der Größe von EXC zum Ausdruck gebracht und bekräftigt, dass diese Variabilität auch in den Begutachtungen und Entscheidungen angemessen berücksichtigt werden soll. Die Angemessenheit der Mittel im Verhältnis zum Forschungsprogramm ist daher ein wichtiges Kriterium.

Bezüge zu anderen beantragten EXC


Eine systematische Bezugnahme auf weitere von den antragstellenden Universtäten eingereichte Antragsskizzen ist nicht erforderlich. Entsprechende Hinweise wären aber in Fällen thematischer Nähe oder komplementärer Ausrichtung unbedingt wünschenswert.

Abschlussberichte


Ja, Abschlussberichte werden von allen derzeit geförderten GSC und EXC vorzulegen sein. Allerdings wird sich der Vorlagezeitpunkt ändern. Bisher galt 6 Monate nach bisher absehbarem Förderende - also Frühjahr 2018 als Abgabetermin. Durch die Überbrückungsfinanzierung wird der Abschlussbericht nun 6 Monate nach Ende der Überbrückungsfinanzierung vorzulegen sein, also voraussichtlich erst Mitte 2019 bzw. im Frühjahr 2020. Die genauen Zeitpunkte werden im Rahmen der entsprechenden Bewilligungsschreiben spezifiziert werden.

Zusatzinformationen

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