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Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder

Mit der „Exzellenzstrategie“ soll der Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert werden. Damit wird die im Rahmen der Exzellenzinitiative erfolgreich initiierte Weiterentwicklung und Stärkung der deutschen Universitäten durch die Förderung wissenschaftlicher Spitzenleistungen, Profilbildung und Kooperationen im Wissenschaftssystem fortgeführt.

27.09.2018 – Exzellenzstrategie: Entscheidung über neue Exzellenzcluster

(06.09.18) In der Exzellenzstrategie steht die Entscheidung über die neuen Exzellenzcluster an. Am 27. September 2018 wird die mit den Mitgliedern des internationalen Expertengremiums und den Wissenschaftsministerinnen und -ministern des Bundes und der Länder besetzte Exzellenzkommission aus 88 antragstellenden Projekten die künftigen Cluster auswählen. Die Ergebnisse werden ab circa 16 Uhr in einer Pressekonferenz mit Live-Stream im Internet bekannt gegeben. Interner Linkmehr

Vorstellung der Förderlinien

Auf der Basis der von Bund und Ländern am 16. Juni 2016 getroffenen Verwaltungsvereinbarung führen die DFG und der Wissenschaftsrat das Programm Exzellenzstrategie gemeinsam in zwei Förderlinien durch:

  1. Die Förderlinie Exzellenzcluster (EXC) zur projektförmigen Förderung international wettbewerbsfähiger Forschungsfelder in Universitäten bzw. Universitätsverbünden. Die Entwicklung und Durchführung des Verfahrens in dieser Förderlinie hat die DFG übernommen. Die Anträge werden in einem zweistufigen, wettbewerblichen und wissenschaftsgeleiteten Verfahren begutachtet und entschieden. Insgesamt stehen für diese Förderlinie jährlich rund 385 Mio. € zur Verfügung. Die Förderentscheidungen trifft die Exzellenzkommission am 27. September 2018. Förderbeginn ist der 1. Januar 2019.
  2. Die Förderlinie Exzellenzuniversitäten (EXU) zur dauerhaften Stärkung der Universitäten entweder als Einzelinstitutionen oder als Verbünde von Universitäten und dem Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung auf Basis erfolgreicher Exzellenzcluster. Die Entwicklung und Durchführung des Verfahrens in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten hat der Wissenschaftsrat übernommen. Insgesamt stehen für diese Förderlinie jährlich rund 148 Mio. € zur Verfügung. Die Förderentscheidungen trifft die Exzellenzkommission am 19. Juli 2019. Förderbeginn ist der 1. November 2019.

Kompaktdarstellung Exzellenzcluster (EXC)

Ziel der Förderung

Projektbezogene Förderung international wettbewerbsfähiger Forschungsfelder an deutschen Universitäten bzw. Universitätsverbünden; Förderung der wissenschaftlichen Profilbildung und Prioritätensetzung an den Universitäten, Schaffung exzellenter Ausbildungs- und Karrierebedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Antragsberechtigung und Kooperationen

Antragsberechtigt sind Universitäten sowie Verbünde von zwei, in Ausnahmefällen drei antragstellenden Universitäten.

Es besteht die Möglichkeit, weitere Kooperationspartner, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus weiteren Hochschulen, Einrichtungen der außeruniversitären Forschung, der privaten Wirtschaft und anderen Gesellschaftsbereichen zu beteiligen.

Anforderungen an das Projekt

Exzellenzcluster sollen das Profil der antragstellenden Universität/en deutlich schärfen und dazu eine klare Prioritätensetzung sowie Entwicklungsperspektiven erkennen lassen. Sie bauen auf herausragende Vorarbeiten sowie eine Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Schwächen auf.

Wichtige Förderkriterien sind:

  • Exzellenz der Forschung
  • hervorragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
  • hohe Qualität der unterstützenden Strukturen im Exzellenzcluster
  • förderliches und leistungsfähiges Umfeld für den Exzellenzcluster

Die detaillierten Förderkriterien sind dem

zu entnehmen.

Art und Umfang der Förderung

Im Rahmen der Exzellenzstrategie können Exzellenzcluster im Umfang von 3- 10 Mio. € pro Jahr gefördert werden.

Finanziert werden Personalkosten, Sachkosten und Investitionskosten. In der Fördersumme für die jeweiligen Exzellenzcluster enthalten ist eine Programmpauschale in Höhe von 22 Prozent der bewilligten und verausgabten Projektmittel.

Universitäten mit Exzellenzclustern können zudem eine Universitätspauschale als Strategiezuschlag in Höhe von jährlich bis zu 1 Mio. € beantragen, die im Fall einer Förderung als Exzellenzuniversität als in dieser Förderlinie abgegolten entfällt.

Dauer der Förderung

Exzellenzcluster werden für die Dauer von sieben Jahren gefördert
(1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2025). Es ist eine zweite Förderperiode von wiederum sieben Jahren möglich.

Formulare und Merkblätter

Exzellenzuniversitäten (EXU)

Die Förderlinie Exzellenzuniversitäten dient der dauerhaften Stärkung der Universitäten entweder als Einzelinstitution oder als Verbund von Universitäten (= universitärer Exzellenzverbund) auf der Grundlage langfristiger gemeinsamer strategischer Ziele in einer dauerhaft ausgerichteten Kooperation sowie dem Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung auf Basis erfolgreicher Exzellenzcluster.

Die Förderentscheidung für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten erfolgt im Juli 2019, Förderbeginn ist der 1. November 2019. Insgesamt stehen für diese Förderlinie jährlich rund 148 Mio. € zur Verfügung.

Der Wissenschaftsrat übernimmt die Entwicklung und Durchführung des Verfahrens für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten sowie deren Evaluation, die im Siebenjahresrhythmus erfolgen soll.

Zeitplan zur Exzellenzstrategie

  • 27. September 2018
    Förderentscheidung über Anträge zu Exzellenzclustern

  • 10. Dezember 2018
    Abgabe der Anträge zu Exzellenzuniversitäten

  • 1. Januar 2019
    Förderbeginn für Exzellenzcluster

  • Januar – April 2019
    Begutachtung der Anträge zu Exzellenzuniversitäten

  • 19. Juli 2019
    Förderentscheidung über Anträge zu Exzellenzuniversitäten

  • 1. November 2019
    Förderbeginn für Exzellenzuniversitäten

  • Link auf PDF-DateiZum gesamten Zeitplan zur Exzellenzstrategie

Entscheidungsgremien

Über Antragsskizzen und Anträge entscheiden das Expertengremium und die Exzellenzkommission für die Exzellenzstrategie.

Das Expertengremium besteht aus insgesamt 39 in der Forschung auf verschiedenen Wissenschaftsgebieten ausgewiesenen, das gesamte Spektrum der Disziplinen repräsentierenden Personen, die auch über langjährige Erfahrungen im Ausland, im Hochschulmanagement, in der Lehre oder in der Wirtschaft verfügen.

Der oder die Vorsitzende des Wissenschaftsrats und der Präsident oder die Präsidentin der DFG gehören dem Expertengremium ohne Stimmrecht an und führen den Vorsitz.

Die Exzellenzkommission besteht aus dem Expertengremium sowie den für Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Ministern des Bundes und der Länder.

Sitzungstermine

  • 25./26.09.2018
    Sitzung des Expertengremiums für die Exzellenzstrategie
  • 27.09.2018
    Sitzung der Exzellenzkommission für die Exzellenzstrategie
  • 16. - 18.07.2019
    Sitzung des Expertengremiums für die Exzellenzstrategie
  • 19.07.2019
    Sitzung der Exzellenzkommission für die Exzellenzstrategie

Zahlen und Fakten

Am 27. und 28. September 2017 hat das Expertengremium für die Exzellenzstrategie die ersten Entscheidungen in der Förderlinie Exzellenzcluster getroffen und 88 Antragsskizzen zur Antragstellung ausgewählt. Sie wurden aus insgesamt 195 Antragsskizzen ausgewählt, die von 63 Hochschulen bei der DFG eingereicht und in international besetzten Panels nach wissenschaftlichen Qualitätskriterien begutachtet worden waren.

Zum 21. Februar 2018 haben 41 Universitäten aus 13 Bundesländern 88 Anträge in der Förderlinie Exzellenzcluster bei der DFG eingereicht. 26 von ihnen waren von mehreren Universitäten eingereicht worden, darunter drei von drei Universitäten gemeinsam. Knapp die Hälfte der eingereichten Projekte knüpfen unmittelbar an Exzellenzcluster oder Graduiertenschulen an, die bereits in der vorausgegangenen Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wurden.

Rund zwei Drittel der ausgewählten Skizzen sehen die Beteiligung außeruniversitärer Partner vor. Die Mehrzahl der Konzepte ist dabei multidisziplinär angelegt. 19 Prozent der Skizzen haben ihren thematischen Schwerpunkt in den Geistes- und Sozialwissenschaften, 24 Prozent in den Lebenswissenschaften; 26 Prozent der Vorhaben sind überwiegend den Ingenieurwissenschaften zuzuordnen und 31 Prozent den Naturwissenschaften.

Zum 21. Februar 2018 sind beim Wissenschaftsrat 26 Absichtserklärungen zur Antragstellung in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten eingegangen. Hierbei handelt es sich um 24 Anträge als Einzeluniversität und um zwei Anträge als Verbund von Universitäten.

Ansprechpersonen

In den Geschäftsstellen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates stehen Ihnen als Ansprechpersonen zur Verfügung:

In der Geschäftsstelle der DFG

Für das gesamte Programm

Für die Förderlinie "Exzellenzcluster"

In der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates

Hinweis

Weitere Informationen zur Exzellenzstrategie aktualisieren wir auf dieser Seite im Laufe des Verfahrens. Für einen Schnellzugriff nutzen Sie bitte die URL