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DFG stellt Förderprogramme bei Rebralint-Symposium in Rio de Janeiro vor

Teilnehmende und Redner des ersten Rebralint-Symposiums

Teilnehmende und Redner des ersten Rebralint-Symposiums

© Fabíola Gerbase/DAAD

(22.12.2017) Am 11. Dezember fand an der Bundesstaatlichen Universität Rio de Janeiro (UERJ) das erste Symposium der „Rede Brasil-Alemanha Internacionalização do Ensino Superior (Rebralint)“ statt. Das Rebralint-Netzwerk besteht aus brasilianischen Alumni deutscher Universitäten und wurde 2017 ins Leben gerufen mit dem Ziel, Deutschland im Rahmen der gegenwärtigen Internationalisierungsbestrebungen der brasilianischen Hochschulen stärker in den Fokus zu rücken. Diese erste Veranstaltung, die von UERJ-Präsidentin Prof. Dr. Gabriela Marques-Schäfer initiiert wurde, sollte dem Erfahrungsaustausch dienen und insbesondere den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern aus den Abteilungen für Internationales von Hochschulen im Bundesstaat Rio de Janeiro, aber auch den Alumni selbst, die Palette an Kooperationsmöglichkeiten aufzeigen. Die DFG wurde eingeladen, am Treffen teilzunehmen, und war vertreten durch ihren Vertrauenswissenschaftler in Brasilien, Prof. Dr. Helmut Galle.

Im Rahmen des Themenblocks „Internationalisierung und Forschungsförderung“, an dem auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Alexander von Humboldt-Stiftung beteiligt waren, stellte Helmut Galle die für die deutsch-brasilianische Kooperation relevanten DFG-Programme vor. Dabei ging er auch auf die Möglichkeiten für Promovierende und Postdocs in DFG-finanzierten Projekten ein und informierte über die Förderung für den Aufbau internationaler Kooperationen.

Insbesondere für die anwesenden Alumni, von denen einige bereits über etablierte Kontakte und Erfahrung mit dem deutschen Wissenschaftssystem verfügen und an einer Vertiefung ihrer Kooperationen mit Deutschland interessiert sind, waren die von Galle vorgestellten Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten für bilaterale Forschungsvorhaben der DFG und ihrer Partnerorganisationen sehr nützlich.

Im Verlauf des ganztägigen Programms wurde von den vielfältigen Erfahrungen im Zusammenhang mit Kooperationsprojekten berichtet, die von der DFG, aber auch vom DAAD und anderen deutschen Institutionen wie der Helmholtz-Gesellschaft und der Volkswagenstiftung sowie der brasilianischen Agentur CAPES gefördert wurden. Die Repräsentantinnen und Repräsentanten brasilianischer Hochschulen wie beispielsweise der UERJ, der Bundesuniversität Rio de Janeiro (UFRJ) und der Katholisch-Päpstlichen Universität (PUC-Rio) zogen eine sehr positive und umfängliche Bilanz ihrer Abkommen mit deutschen Universitäten und der dadurch ermöglichten Kontakte und Austauschprogramme.

Von zahlreichen Teilnehmenden wurde die Wirtschaftskrise als zentrales, aktuelles Problem angesprochen, da sie sich allgemein auf die Finanzierung von internationaler Kooperation in Forschung und Lehre auswirkt und besonders im Bundesstaat Rio de Janeiro deutlich spürbar ist. Zu den gegenwärtigen Herausforderungen für die Internationalisierung brasilianischer Hochschulen gehört nach vorherrschender Ansicht die Schaffung neuer Perspektiven für den Austausch im Bereich der Graduierung. Bei aller Kritik am Programm „Wissenschaft ohne Grenzen“ wurde dennoch mehrfach betont, dass die geförderten Studierenden viel zur Öffnung des nationalen Horizontes beigetragen haben und es wünschenswert wäre, ein solches Programm in überarbeiteter Form fortzuführen.

„Angesichts der schwierigen finanziellen Situation der brasilianischen Hochschulen gebührt den Veranstaltern große Anerkennung für ihren Einsatz bei der Gründung des Rebralint-Netzwerks und der Durchführung dieses ersten Symposiums. Es ist ihnen zu wünschen, dass sich möglichst viele deutsch-brasilianische Alumni dem Netzwerk anschließen und in den kommenden Jahren ähnliche Veranstaltungen an anderen Universitäten durchführen. Das DFG-Büro Lateinamerika wird im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterhin gern zum Gelingen dieser Initiative beitragen“, resümierte Helmut Galle.

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