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Empfehlungen
Veröffentlichungen sollen, wenn sie als Bericht über neue wissenschaftliche
Ergebnisse intendiert sind,
die Ergebnisse vollständig und nachvollziehbar beschreiben,
eigene und fremde Vorarbeiten vollständig und korrekt nachweisen (Zitate),
bereits früher veröffentlichte Ergebnisse nur in klar ausgewiesener Form
und nur insoweit wiederholen, wie es für das Verständnis des Zusammen-
hangs notwendig ist.
Viele gute und angesehene Zeitschriften verlangen in ihren Autorenrichtlinien
eine schriftliche Versicherung, dass der Inhalt eines Manuskripts nicht schon
ganz oder teilweise anderweitig publiziert oder zur Publikation eingereicht
wurde. Sie akzeptieren Manuskripte insbesondere dann nicht, wenn ihr Inhalt
zuvor (ehe er von Gutachtern und von der Fachöffentlichkeit geprüft werden
konnte) dem allgemeinen Publikum bekanntgegeben wurde; Ausnahmen wer-
den bei der ausführlichen Publikation zuvor nur in Kongressbeiträgen („ab­
stracts“) referierter Ergebnisse zugelassen.
Als Autoren einer wissenschaftlichen Originalveröffentlichung sollen alle
diejenigen, aber auch nur diejenigen, firmieren, die zur Konzeption der Studi-
en oder Experimente, zur Erarbeitung, Analyse und Interpretation der Daten
und zur Formulierung des Manuskripts selbst wesentlich beigetragen und sei-
ner Veröffentlichung zugestimmt haben, das heißt, sie verantwortlich mittra-
gen. Einige Zeitschriften verlangen, dass dies durch Unterschrift aller Autoren
bekundet wird, andere verpflichten jedenfalls den korrespondierenden Autor
als den für alle Einzelheiten einer Publikation Verantwortlichen zu einer ent-
sprechenden Versicherung. Für den Fall, dass nicht alle Koautoren sich für den
gesamten Inhalt verbürgen können, empfehlen manche Zeitschriften, die Ein-
zelbeiträge kenntlich zu machen (24).
Daher reichen, um eine Autorschaft zu rechtfertigen, für sich alleine nicht
aus andere Beiträge wie
bloß organisatorische Verantwortung für die Einwerbung von Fördermitteln,
Beistellung von Standard-Untersuchungsmaterialien,
Unterweisung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Standard-Metho-
den,
lediglich technische Mitwirkung bei der Datenerhebung,
lediglich technische Unterstützung, zum Beispiel bloße Beistellung von Ge-
räten, Versuchstieren,
regelmäßig die bloße Überlassung von Datensätzen,
alleiniges Lesen des Manuskripts ohne substanzielle Mitgestaltung des Inhalts,
Leitung einer Institution oder Organisationseinheit, in der die Publikation
entstanden ist.
Solche Unterstützung kann in Fußnoten oder im Vorwort angemessen aner-
kannt werden.