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Pressemitteilung Nr. 56 | 12. November 2012
DFG richtet 23 neue Graduiertenkollegs ein

Neue Wege in der medizinischen Promotion / Neun internationale Kooperationen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur weiteren Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland 23 neue Graduiertenkollegs ein. Dies wurde jetzt vom zuständigen Bewilligungsausschuss in Bonn beschlossen. Die neuen Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren.

Neun der neuen Graduiertenkollegs sind Internationale Graduiertenkollegs, die eng mit Universitäten in Kanada, den USA, China, den Niederlanden und Australien kooperieren. Die Internationalität erhöht die Attraktivität einer Promotion im Rahmen eines Graduiertenkollegs zusätzlich. Hinzu tritt die fachliche Interdisziplinarität, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit universitären wie außeruniversitären fördert. Die Vielfalt in den Kooperationsformen und -wegen trägt auch zur strukturellen Weiterentwicklung des Promotionsprogramms bei.

Mehrere Kollegs schlagen neue Wege in der medizinischen Promotion ein. Mit internationalen Kooperationen, systematischen Rekrutierungsmaßnahmen oder einem verbesserten Promotions-Curriculum soll die Möglichkeit zur anspruchsvollen Forschungstätigkeit mit der praktischen beziehungsweise klinischen Ausbildung der Promovierenden gezielter vereinbart werden. Erstmals wurde ein Internationales Graduiertenkolleg eingerichtet, das in Kooperation mit einer australischen Hochschule die strukturierte und grenzübergreifende Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses anstrebt.

Die neuen Promotionsprogramme werden in der ersten Förderperiode von viereinhalb Jahren von der DFG mit einer Summe von insgesamt rund 78 Millionen Euro gefördert (inklusive einer Programmpauschale für indirekte Kosten der Projekte). Zusätzlich zu den 23 Einrichtungen stimmte der Bewilligungsausschuss der Verlängerung von sieben Graduiertenkollegs zu. Die DFG fördert zurzeit 226 Graduiertenkollegs, davon 48 Internationale Kollegs.

Die neuen Graduiertenkollegs (GRK) und Internationalen Graduiertenkollegs (IGK) im Einzelnen (in alphabetischer Reihenfolge der Sprecherhochschulen):

GRK „Integrierte Energieversorgungsmodule für straßengebundene Elektromobilität“
Sprecherhochschule: RWTH Aachen; Sprecher: Prof. Dr.-Ing. Stefan Pischinger

IGK „Hochdimensionale nichtstationäre Zeitreihen“
Sprecherhochschule: Humboldt-Universität zu Berlin; Sprecher: Prof. Dr. Wolfgang Härdle; Sprecher der Kooperationspartner: Professor Yongmiao Hong, Ph.D., Xiamen University, China

IGK „Computational Methods for the Analysis of the Diversity and Dynamics of Genomes“
Sprecherhochschule: Universität Bielefeld; Sprecher: Prof. Dr. Jens Stoye; Sprecher der Kooperationspartner: Prof. Dr. S. Cenk Sahinalp, Simon Fraser University Surrey, Kanada

GRK „Pharmakologie von 7TM-Rezeptoren und nachgeschalteten Signalwegen“
Sprecherhochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Sprecher: Prof. Dr. Alexander Pfeifer

GRK „Das fotografische Dispositiv“
Sprecherhochschule: Hochschule für Bildende Künste Braunschweig; Sprecherin: Prof. Dr. Katharina Sykora

IGK „ArcTrain – Processes and Impacts of Climate Change in the North Atlantic Ocean and the Canadian Arctic“
Sprecherhochschule: Universität Bremen; Sprecher: Prof. Dr. Michal Kucera; Sprecherin der Kooperationspartner: Prof. Dr. Anne de Vernal, Université du Québec à Montreal, Kanada

GRK „Mikro-, meso- und makroporöse nichtmetallische Materialien: Grundlage und Anwendung (MIMENIMA)“
Sprecherhochschule: Universität Bremen; Sprecher: Prof. Dr.-Ing. Kurosch Rezwan

GRK „Diskrete Optimierung technischer Systeme unter Unsicherheit“
Sprecherhochschule: Technische Universität Dortmund; Sprecher: Prof. Dr. Peter Buchholz

GRK „Hydrogel-Basierte Mikrosysteme“
Sprecherhochschule: Technische Universität Dresden; Sprecher: Prof. Dr. Gerald Gerlach

GRK „Medizinische Chemie selektiver GPCR-Liganden“
Sprecherhochschulen: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Universität Regensburg; Sprecher: Prof. Dr. Peter Gmeiner, Prof. Dr. Armin Buschauer

IGK „Molecular Pathogenesis of Male Reproductive Disorders“
Sprecherhochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen; Sprecher: Prof. Dr. Andreas Meinhardt; Sprecher der Kooperationspartner: Prof. Kate Loveland, Ph.D., Monash University, Australien

IGK „Phosphorylierungs- und redoxabhängige Signalmechanismen im kranken Herzen“
Sprecherhochschule: Georg August-Universität Göttingen; Sprecherin: Prof. Dr. Dörthe Katschinski; Sprecher der Kooperationspartner: Prof. Metin Avkiran, King‘s College London, Großbritannien

GRK „Literatur und Literaturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung“
Sprecherhochschule: Georg-August-Universität Göttingen, Sprecherinnen: Prof. Dr. Claudia Stockinger, Prof. Dr. Simone Winko

GRK „Signalling at the Plant-Soil Interface“
Sprecherhochschule: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover; Sprecher: Prof. Dr. Helge Küster

IGK „Diabetic Microvascular Complications (DIAMICOM)“
Sprecherhochschule: Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg; Sprecher: Prof. Dr. Hans-Peter Hammes; Sprecher der Kooperationspartner: Prof. Dr. Han Moshage, Rijksuniveristeit Groningen, Niederlande

IGK „Immunregulation der Entzündung bei Allergien und Infektionen“
Sprecherhochschule: Universität zu Lübeck, Sprecher: Prof. Dr. Jörg Köhl; Sprecher der Kooperationspartner: Prof. David Hildemann, Ph.D., Cincinnati Children’s Hospital Medical Center, USA

GRK „Frühe Konzepte von Mensch und Natur: Universalität, Spezifität, Tradierung“
Sprecherhochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Sprecherin: Prof. Dr. Tanja Pommerening

IGK „The Brain in Action“
Sprecherhochschulen: Philipps-Universität Marburg, Justus-Liebig-Universität Gießen; Sprecher: Prof. Dr. Frank Bremmer, Prof. Dr. Katja Fiehler; Sprecher der Kooperationspartner: Prof. Dr. Douglas P. Munoz, Queen‘s University at Kingston, Kanada, Prof. Dr. Jody Culham, University of Western Ontario, Kanada, Prof. Dr. Doug Crawford, York University Toronto, Kanada

GRK „Literarische Form – Geschichte und Kultur ästhetischer Modellbildung“
Sprecherhochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Sprecher: Prof. Dr. Klaus Stierstorfer

GRK „Molekulare Basis sensorischer Biologie“
Sprecherhochschule: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Sprecher: Prof. Dr. Karl-Wilhelm Koch

IGK „Diversität: Vermittlungsprozesse von Differenz in transkulturellen Räumen“
Sprecherhochschule: Universität Trier; Sprecherin: Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl; Sprecherin der Kooperationspartner: Prof. Dr. Laurence McFalls, Université de Montréal, Kanada

GRK „Ambiguität: Produktion und Rezeption“
Sprecherhochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen; Sprecher: Prof. Dr. Matthias Bauer

GRK „Zelluläre und molekulare Mechanismen der Alterung“
Sprecherhochschule: Universität Ulm; Sprecher: Prof. Dr. Hartmut Geiger

Weiterführende Informationen

Eine Langfassung dieser Pressemitteilung mit Darstellungen der bewilligten Graduiertenkollegs finden Sie unter folgendem Link:

Nähere Informationen zu den einzelnen Graduiertenkollegs erteilen deren Sprecherinnen und Sprecher.

Mehr zum Programm und den geförderten Kollegs auch unter:

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr. Annette Schmidtmann,
    Leiterin der Gruppe Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen, Nachwuchsförderung,
    Tel. +49 228 885-2424,
    Annette.Schmidtmann@dfg.de